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Sokotra: Wüsteninsel in blauen Nirgendwo

Sokotra: Wüsteninsel in blauen Nirgendwo

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Von Martin Steinert

Martin Steinert

Insgesamt ist Sokotra für „fortgeschrittene Reisende“ zu empfehlen. Sehr viele Gegensätze von der reichen zu der fast ärmsten moslemischen Welt (Abdu Dhabi – Hadibu) sind  zu verarbeiten. Die Natur ist natürlich wunderschön, wenn man Wüste und Meer und Pflanzen liebt. Ich war wohl um die 6 mal im Meer und zweimal in Gebirgsflüssen-Tümpeln baden.
Außergewöhnlich neugierige Ziegen und Geier  müssen ständig im Auge behalten werden – die schafften es bis zu unseren Sitzplätzen im Auto… Gut also, dass da kein Pass herumlag – den hätten die Ziegen sofort  aufgefressen! Versorgung mit Essen ausreichend – sehr auf Fisch mit Reis oder Nudeln/Brotfladen fokussiert. Man kann sich ja z.B. noch Streichkäse, etc. von hier mitnehmen.
Einfache Zelte mit Schaumgummiunterlage und Bettlaken waren bei 26-36 Grad ausreichend (November). Handtuch mitnehmen, Badehose, und (Stirn-) Lampe! Und wer gern schnorchelt, Maske und Schnorchel!
Frauen sind praktisch kaum fotografierbar -aber ein neugieriger Blick in schwarz verhangene Augenschlitze geht gerade noch so.
Warum sich die wenigen Insel-Touristen alle 2-3 Tage am gleichen Orten treffen müssen, bleibt das Geheimnis der Insel (abendliche Gespräche der Reiseleitungen mit Cola-Überangebot oder Tee  der Touristen  sind so wohl einfacher zu organisieren)…
Von was die Insel lebt… wohl kaum vom Fischfang , Ziegen und ein paar Dattelplantagen. Wahrscheinlich eher von seiner strategischen Lage im Indischen Ozean und millionenschweren Hilfsprojekten der Emirate – da gibt es jetzt wohl dreimal mal so viele neue Schulen, wie überhaupt Schüler auf der Insel. Der Einweihung einer dieser potemkischen Schulgebäude ohne Lehrer – von einem arabischen 130 kg schweren Scheich, auf den Händen getragen – bei viel Tam Tam und Fahnen und Musik durften wir  auch beiwohnen…
Fazit: eine ziemlich arme,  warme,  sehr entspannte  Wüsteninsel in Nirgendwo mit wunderschönen seltenen Bäumen und neugierigen Ziegen mit Bade- und Wandermöglichkeiten in einer bizarren Berg- und Wüstenwelt. Mit strengen muslimischen  Inselgepflogenheiten.. zauberhaften Wundertälern, tiefblauen Ozeanrändern und Fischessen täglich…

Testung auf Covid (4 mal)  ist zwar kompliziert aber machbar und habe ich sogar ohne Telefonbesitz hingekriegt als Smartphone-Verweigerer.

  1. PCR Test von hier max. 48 h alt für Ethiadflug erforderlich.
  2. PCR Test bei Einreise in Abu Dhabi bekommt jeder Reisender am Flugplatz in A,D der angibt 1-2 Tage dort zu übernachten- kostenlos -sehr gut organisiert – dauert 3 Min bei Einreise (Pass und Telefonnummer, ggf. Impfnachweis erforderlich) Man bekommt 2 Aufkleber in den Pass -und dies reicht für den ersten Tag für Besichtigungen und Eintritte aus. Freilich wird überall auch Fieber per Kamera gemessen.
  3. Weiterflug Air Arabica nach Sokotra  – man braucht Ergebnis PCR-Test aus Abu Dhabi. Notfalls (wenn ohne Smartphone) kann man auch den Klebetestcode auslesen lassen am Flugplatz (wie bei mir).
  4. Anreise Sokotra unkompliziert, Covid keine Nachfragen/jemet.Visumstempel kann man auf Ausweis oder auf einen extra Visumzettel bekommen (2 Minuten)
  5. Test in Sokotra, Krankenhaus, ist nur ein Nasen POC-Schnelltest. Ergebnis bekommt man schriftlich am Folgetag Kosten 10 Dollar, für Rückflug erforderlich.
  6. Wiedereinreise A.D bekommt man wieder kostenlosen PCR -test wie oben beschrieben.
    Der wird dann auch für den Rückflug nach Deutschland wieder benötigt (Etihadvorschrift PCR, jeder Flug).
  7. Einreiseanmeldung nach Deutschland bekommt man als Ersatzverfahren auf Papier im Flugzeug – sammelte dann aber danach keiner mehr ein!

Ich hatte am Computer vorher die Rückreise elektronisch angemeldet und halt in einer freien Zeile mein Rückreisedatum eingetragen (das geht ja sonst nur 3 Tage vorher) schon von zu Hause aus.