Algerien – ein faszinierendes Reiseland zwischen Mittelmeer und Sahara
Algerien vereint auf außergewöhnliche Weise Mittelmeerlandschaften, Gebirge und Wüste. Im Norden zieht sich die Küste entlang des Mittelmeers. Dahinter folgen das Atlasgebirge und die Sahara, die sich über weite Teile des Südens erstreckt. Mit rund 2,4 Millionen Quadratkilometern ist Algerien das flächenmäßig größte Land Afrikas.
Eine Algerien – Reise führt durch eine Geschichte, die über Jahrtausende hinweg von unterschiedlichen Kulturen geprägt wurde. In Tipasa, Timgad und Djemila erinnern eindrucksvolle römische Ruinen an die Antike. Algier fasziniert mit seiner weißen Architektur und der historischen Kasbah. Weiter südlich liegen Oasenstädte wie Taghit, Timimoun und Ghardaia, deren Lehmarchitektur und traditionelle Lebensweise eng mit der Sahara verbunden sind.
Den stärksten Kontrast zur Mittelmeerküste bildet die Wüste. Weite Sandflächen, markante Felsformationen und prähistorische Felsbilder machen die Sahara zu einem der eindrucksvollsten Reiseziele Algeriens. Im äußersten Süden erhebt sich das vulkanisch geprägte Hoggar-Gebirge. Vom fast 3.000 Meter hohen Assekrem eröffnet sich ein spektakulärer Blick über die Landschaft.
Algerien zählt zu den weniger bekannten Reisezielen Afrikas und bietet viel Raum für individuelle Entdeckungen. Unsere Algerien – Reisen verbinden historische Stätten mit eindrucksvollen Wüstenlandschaften und Begegnungen abseits der üblichen touristischen Wege.


Klima in Algerien
Algerien hat je nach Region sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen. Während an der Mittelmeerküste ein mediterranes Klima herrscht, wird es im Landesinneren zunehmend trocken und heiß. In der Sahara sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht besonders ausgeprägt.
Für unsere Reisen in den Norden der Sahara sind vor allem die kühleren Monate angenehm. Von November bis April können die Tagestemperaturen bei etwa 20 bis 30 °C liegen, während die Nächte – insbesondere im Winter – deutlich kühler werden können. In der Wüste sind nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt möglich.
Die beste Reisezeit hängt von der jeweiligen Route ab. Für Wüstenreisen sind insbesondere Herbst, Winter und Frühjahr attraktiv.
Gesundheit in Algerien
Für eine Reise nach Algerien sollte der allgemeine Impfschutz überprüft und insbesondere auf einen ausreichenden Tetanusschutz geachtet werden. Je nach individueller Situation und Reisegebiet können weitere Impfungen oder gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sein.
Vor der Reise empfiehlt sich eine aktuelle reisemedizinische Beratung. Informationen zu den derzeit empfohlenen Impfungen und gesundheitlichen Risiken sollten beim Auswärtigen Amt oder einer reisemedizinischen Beratungsstelle geprüft werden.
Sicherheit in Algerien
Die Sicherheitslage in Algerien unterscheidet sich je nach Region erheblich. Für unsere Reisen werden die Routen sorgfältig geplant und an die aktuellen örtlichen Bedingungen angepasst. In bestimmten Gebieten der Sahara gelten jedoch besondere Sicherheitsvorschriften und teilweise Einschränkungen für Reisende.
Vor jeder Reise sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachtet werden. Dies gilt insbesondere für Reisen in entlegene Wüstenregionen und Grenzgebiete.
Aktuelle Sicherheitshinweise und Informationen zur Einreise:
Auswärtiges Amt – Algerien
Algerien-Reisen mit OASE Reisen
Tour 120 – Algier und die schönsten Oasen von Algerien
Kultur, Natur, WüsteTour 122 – Felsbilder im „Louvre der Sahara“ und Kamel-Karawane
Karawane, Kultur, NaturTour 123 – Karawane zwischen Dünen und Felsen
Abenteuer, Karawane, Kultur, WüsteTour 126 – Westlicher Erg – bis zum Hoggar, mit Ghardaia
Kultur, Natur, WüsteVerlängerungen und individuelle Reisebausteine
Sie haben vor allem bei unserer beliebtesten Algerienreise, der Tour 120 (mit Hotels) diverse und auch individuelle Möglichkeiten zur Verlängerung bzw. als Vorprogramm. Sie sind auf Flügen mit Air Algérie ab Frankfurt abgestimmt und können (außer dem Hoggar-Bergland) auch als Vorprogramm eingebaut werden. Die Tour 120 beginnt am Freitag und endet am Sonntag. Weiterer Flugtag ist der Mittwoch (jeweils Hinflug 14:30 – 17:20, Rückflug 10:15 – 13:15 Uhr).
Sie können bei individueller Reise die Verlängerungen natürlich auch noch abwandeln oder ausbauen: Algerien bietet eine große Fülle von Attraktionen. Eine weitere Alternative bietet sich mit dem Besuch der römischen Ruinen von Tipasa 80 km westlich von Algier als Tagesausflug:

Römische Ruinen von Tipasa und Cherchell
(240 km ab Algier als Tagesausflug)

Sie fahren westlich von Algier an die „Türkisküste“ , Côte Turquoise, vorbei den Badeorten Moretti, Sidi Fredj und Zeralda. Dahinter liegt landeinwärts das Kbor Roumia, das „Grab der Christin“ – offenbar das unbenutzte Grabmal eines numidischen Königs. Fahrt 60 km westlich von Algier nach Tipasa, gelegen an einer schönen, weiten Bucht. Sie wurde auch von Albert Camus (der aus Oran stammte) in seinem Buch „Hochzeit des Lichts“ beschrieben. Die Ruinen der römischen Stadt Tipasa gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt wurde auf drei Hügeln, die das Meer überragen, erbaut – ein wunderschöner Platz. Tipasa wurde schon von den Phöniziern gegründet und im römischen Reich zur Militärkolonie.
Es gibt noch Ruinen von drei Kirchen. Weiterhin sind zwei Friedhöfe, die Bäder, das Theater, ein Amphitheater, das riesige königliche Mausoleum und das Nymphaeum erhalten. Der Verlauf der Stadtmauern ist deutlich zu sehen und am Fuße des östlichen Hügels befinden sich Reste des antiken Hafens. Die Basiliken sind von Friedhöfen umgeben, mit steinernen, mit Mosaiken geschmückte Särge.
Die Große Basilika diente für Jahrhunderte als Steinbruch, der siebenachsige Bauplan ist aber dennoch zu erkennen. Unter der Gründung der Kirche befinden sich aus dem Fels gehauene Gräber.
Ein interessante Erweiterung (gleicher Preis) bietet sich mit dem schönen Küstenort Cherchell 20 km westlich und einem kleinen Museum mit gut erhaltenen Mosaiken. Es gibt auch ein kleines römisches Theater und Ruinenreste. Der numidische König Juba II residierte hier ab 25 v.Chr. für 50 Jahre und nannte den Ort Iol zu Ehren Cäsars Caesaria. Fahrt am Nachmittag über den Badeort Zéralda zurück nach Algier.
Preis p.P. bei 2 – 4 Teiln.: 100 €, ein TN: 190 € (inkl. Eintritten, rudimentär engl.sprachiger, kundiger Fahrer, ohne Mahlzeiten).
Varianten, Kombis:
- Als Tagesausflug vor oder nach der Reise
- Zwei- oder Mehrtagestour mit einer/2 Übernachtungen – empfohlen:
4* AZ Hotel Zeralda, einen km vom Meer, DZ m. Frühstück 80 – 120 €, Taxi zum Flughafen 30 €, für 3-4 Stunden/halbtags 60 €.
Constantine und römische Ruinenstädte

Von der sehr sehenswerten Stadt Constantine im Osten aus (kurzer Flug) besuchen Sie hochkarätige römische Ruinenstädte und landschaftliche Attraktionen: drei Tage (oder zwei, dann z.B. mit Tipasa westlich von Algier als Tagesausflug). Das alte Constantine – gegründet vor über 2.500 Jahren von den Phöniziern, von den Römern ausgebaut – ist dort mit nun 7 Brücken (davon auch Hängebrücken nur für Fußgänger) mit dem „Festland“ verbunden. Dadurch bieten sich wahrhaft atemberaubende Ausblicke.
Am nächsten Tag fahren nach wir Djemila – eine der am besten erhaltenen römischen Städte, die sich mit dem ausgegrabenen Pompeji Italiens messen kann. Am 3. Tag besuchen Sie die Küstenstadt Annaba mit Hippo, wo im 5. Jh der heilige Augustinus Bischof war, und heiße Quellen mit Sinter-Kalkformationen ODER die sehr gut erhaltene römische Ruinenstadt Timgad südlich von Constantine. Eine weitere Alternative bietet sich mit dem Besuch der römischen Ruinen von Tipasa (s.o., dann nur 2 Tage Verlängerung in/um Constantine).
Bejaia am Meer und Berge: drei Tage in die Kabylei

Die Kabylei ist altes Land der Berber östlich von Algier. Sie grenzt an das Mittelmeer mit herrlichen Buchten, kulmuliert in den Djurdjura-Bergen bis auf über 2.300 m. Bis heute beanspruchend die Kabylen ihre Unabhängigkeit. Sie sind überwiegend tolerante, offene Muslime – viele trinken auch Bier oder Wein – eine weitere Provokation für die meisten algerischen Araber.
Wir starten mit einem kurzen Flug zur modernen Hafenstadt Bejaia mit imposanten Felsen am Meer. Dann geht es in die Berge mit zwei Übernachtungen in gemütlichen kleinen Hotels; je nach Saison steht hier auch Wildschwein auf der Speisekarte. Von dort erkunden wir die Bergwelt und alte Berberorte mit verwinkelten Gassen – wie Beni Yenni, dem Zentrum der kabylischen Schmuckherstellung mit Korallen und emailliertem Silber. Im Badeort Tigzirt am Mittelmeer (Ruinen einer christlichen Basilika) genießen wir am dritten Tag noch frischen Fisch und fahren dann am Nachmittag nach Algier zurück. Der Fahrer Mohamed Guermah ist selbst Kabyle und kennt sich entsprechend gut aus – Fahrten bis 3 TN mit seinem PKW, ab 4 TN ein größeres Fahrzeug.
Auf dem Dach der Sahara: Hoggar-Bergland und Assekrem

Das Hoggar oder Ahaggar ragt bis fast 3.000 m in den Himmel – im Zentrum gebildet aus den Basaltfüllungen erloschener Vulkane. Im südlichen Zentrum dieser Mondlandschaft liegt Tamanrasset, fast 2000 km südlich von Algier. „Tam“ hatte vor 30 Jahren noch etwa 20.000, heute fast 100.000 Einwohner, aber im alten Zentrum noch immer den ursprünglichen Charme.
Wir fahren knapp 90 km auf einer guten Felspiste zum Bergsattel des Assekrem; unten steht ein einfaches Rasthaus.Der Mystiker Charles de Foucauld errichtete auf dem Gipfel-Plateau (2.660 m) eine Einsiedelei aus Vulkansteinen, übersetzte die Tuareg-Sprache. In einem Brief schrieb er: „Die Aussicht übertrifft in ihrer Schönheit alle Worte und Vorstellungen. Nichts vermag den Zauber dieses Waldes von Felsspitzen und -nadeln, den man zu seinen Füßen hat, zu beschreiben.“ Hier leben drei Mönche („Bruder“) des Ordens.
Diese Verlängerung von drei Tagen beginnt bei der Tour 120 am Samstag Abend mit dem Flug nach Tamanrasset (22:00 – 00:25 Uhr); Rückflug am späten Dienstag Abend und Übernachtung beim Flughafen.