Reise-Informationen
Reiseziel Algerien
Algier, die weiße Hauptstadt Algeriens am Mittelmeer, ist allein einen Besuch wert. Wie ein Amphitheater erheben sich die weißen Häuser über der Bucht von Algier, gekrönt von der Altstadt, der Kasbah. Bis zur Ankunft der Franzosen wurde Algier von Seeräubern beherrscht. Der Große Westliche Erg ist etwa 300 x 600 Kilometer groß; das Innere mit seinen Sandgebirgen wurde noch nie von Menschen betreten. Am „Ufer“ dieses „Sandmeeres“ liegen hufeisenförmig Oasen, die alle ihren eigenen Charakter haben. Die größte ist die Oasenstadt Ghardaia, geschaffen von den Mozabiten ab dem 11. Jh.
Ihre Reise
Nach einem intensiven Besuch von Algier fliegen wir in die Industrieoase Béchar, rund 700 km südwestlich. Grandioser Auftakt dieser Reise ist die romantische Oase Taghit vor der Kulisse des Erg; die Sanddünen sind hier besonders hoch. Timimoun im Süden des Erg mit seiner Sebkha (einem versandeten Salzsee) trägt ihren Beinamen „Die Rote“ mit Recht: fast alle Häuser wurden aus dem rötlichen Lehm der Gegend gebaut und von Mali inspiriert; von hier kamen einst Sklaven-Karawanen. Über die große Oase El Golea gelangen wir nach Ghardaia – wie Timimoun wurde sie auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Diese Wüstenreise endet in Ghardaia, der Wüsten-Pentapolis: fünf Oasen in der Steinwüste und umgeben von fruchtbaren Palmengärten, gut 600 km südlich von Algier. Die Tour kann mit dem Hoggar-Bergland der zentralen Sahara verlängert werden.
Artikel von Werner Gartung (Weser-Kurier Bremen, 27.2.21)
Basispreis: | 2.290 € |
Termine *: | 16.04.2023 – 26.04.2021 * Indiv. Durchführung: Termine frei wählbar, z.B. Fr bis übern. Sonntag (ein Tag/10. Tag weniger, Minus 100 € p.P.) |
Aufpreis | 2 Teiln.: +150 € pro Person |
EZ-Zuschlag: | + 250 € |
Leistungen | Inlandsflüge Algier – Béchar sowie Ghardaia – Algier, Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen), englischsprachige Reiseleitung. Deutschsprachiger Reiseleiter: + 900 € geteilt durch die Teiln. |
Nebenkosten | Flug Frankfurt – Algier und zurück (ab ca. 350 €), nicht angegebene Mahlzeiten, Visakosten (60 € , Visum bei Einreise); Versicherungen, Trinkgelder. |
Verlängerungen | Hoggar-Gebirge Algier – Tipasa |
* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.
Reisebeschreibung
1. Tag (So): Flug nach Algier
Flug mit einer Boeing 737-600 der AIR ALGERIE von Frankfurt nach Algier, 14:30 - 17:20 Uhr. Übernachtung in einem guten Hotel in der Stadt nahe des Mittelmeeres, meist das moderne City Hotel in einem prachtvollen Haus aus der frz. Kolonialzeit.
Algier ist die schönste Stadt Nordafrikas und erstreckt sich hügelwärts wie ein Amphitheater direkt am Mittelmeer. Abendessen (nicht enthalten). z.B. in einem guten Restaurant (mit algerischen Weinen) in der Nähe.
2. Tag: Algier – Béchar (Flug) - Taghit (120 km)

Die „Zuckerseite“ von „Alger la Blanche“, der weißen Stadt, befindet sich am Meer – mit Arkaden und prächtigen Jugendstilhäusern aus der französischen Kolonialzeit, Verwaltungsgebäuden und Moscheen. Wir beginnen den Rundgang unter kundiger Leitung (engl.sprachig) gewöhnlich am Märtyerplatz beim Meer mit der großen Moschee und dem Palast des Dey (türkischer Statthalter) am Meer aus dem 16. Jh. Vorbei an der Ketchoua-Moschee (von Franzosen 1838 als Kirche umgewandelt und nach dem Befreiungskampf ab 1962 wieder Moschee. Von hier aus geht es hinauf in die berühmte Kasbah mit Moscheen und Museen, seit 1962 UNESCO-Weltkulturerbe.
Vom beeindruckenden Märtyrer-Denkmal im Nordosten der City (für die rund eine Million Opfer während des Befreiungskrieges 1954 – 1962) bietet sich ein guter Blick. Unterhalb liegt der Botanische Garten (1832 angelegt) mit vielen exotischen Pflanzen. Das Bardo-Museum befindet sich in einem ehemaligen arabischen Palast. Das ist aber nicht alles von etwa 8 bis ca. 11 Uhr zu schaffen, sondern entweder nur der Dey-Palast und der Place des Martyres mit dem Beginn der Kasbah oder nur die Kasbah.
Aktuell Flug um 16:25 Uhr nach Béchar, Ankunft um 18:40 Uhr. Abholung durch den Guide unserer Partner-Agentur aus Ghardaia. Die Industrie-Oase Béchar bietet keine Sehenswürdigkeiten. Deshalb Fahrt direkt nach Taghit am westlichen Rand des großen Erg mit hohen Dünen. Hervorragendes Hotel (Saoura) mit Pool.
(F / A).
3. Tag: Taghit – Beni Abbès (160 km)

Auf einem Felssporn vor dem Sandmeer wurde schon im Mittelalter Taghit gegründet; die verfallene Altstadt ähnelt einem Termitenbau. Vorher gehen Sie auf den verwitterten Tafelberg und haben einen grandiosen Blick auf die Oase und die Wüste. Sie erfahren auch mehr über das ausgeklügelte Bewässerungssystem in den Oasen. Nicht weit hinter Taghit sind auf großen Felsbrocken schöne, über 8.000 Jahre alte Felsgravuren zu sehen - aus einer fernen Zeit, als hier noch Elefanten und Löwen lebten; Gravuren aus der Zeitenwende zeigen Rinder.
Über die Oase Igli kommen wir nach Beni-Abbès. Hier begann der Eremit Charles de Foucauld 1901 sein Leben in der Wüste als Missionar, bevor er allein vier Jahre später nach Tamanrasset pilgerte (s.a. Tour 124). Im Winter 1989/90 drehte hier der Regisseur Bertolucci viele Szenen seines Films „Himmel über der Wüste“. Passend dazu sind wir im schön renovierten, alten Hotel Grand Erg.
(F / M / A).
4. Tag: Beni Abbès - Timimoun (250 km)
Wir fahren weiter durch das Saoura-Tal nach Süden, vorbei an diversen Oasen mit vielen befestigten Wohnburgen, den Ksour. Nach knapp 120 km erreichen wir die Oase Kerzaz, direkt vor turmhohen, goldfarbenen Sanddünen des Erg. Der Oase wurde in den 90er Jahren sogar eine Briefmarke der algerischen Post gewidmet, s. a. das Panoramabild oben.
Vorbei an den Oasen Timoudi und Ksabi abseits der Straße. Hinter der Abzweigung nach Reggane und weiter nach Mali sind wir in Timimoun. Von der Terrasse des sehr guten Gourara-Hotels am Rand der Oase blicken wir auf die Oase und die Dünen des Erg.
(F / M / A).
5. Tag: Timimoun und Umgebung (ca. 100 km)

Wir erkunden die „Rote Oase“, den alten Ksar (ehemalige Wohnburg) und den großen Palmenhain mit dem uralten Bewässerungssystem der Foggaras – die Wasserstollen mit leichtem Gefälle wurden einst von Sklaven ausgehoben. Nachmittags fahren wir zum etwa 50 km langen, versandeten Salzsees (Sebhka) mit Oasen, gut erhaltenen Kasbah (befestigten Wohnsiedlungen) und vielen Marabuts (Heiligengräbern) und Wohnburgen, Ksour – Ighzer, Ouled Saïd, Aghlad und Tala. Mitttags-Picknick im Palmenhain.
Zweite Übernachtung in Timimoun.
(F / M / A).
6. Tag: Timimoun – El Goléa (350 km)

Nach der Fahrt durch steinig-sandige und flache Weite erreichen wir wieder den Erg im Osten in der großen Oase El Golea; seit einigen Jahren heißt sie offiziell El Meniaa. Sie liegt in einem grünen Palmen-Teppich. Am Rand der Oase erhebt sich die 1938 geweihte katholische Kirche; dort ist Charles de Foucauld begraben (er wurde 1916 in Tamanrasset ermordet). Der schönste Ort für den Sonnenuntergang ist sicherlich ein Felsen mit der verfallenen Festung des Ortes. Abendessen und Übernachtung im Forem - Verschiedene Häuser in einem üppigen Palmengarten. Es ist das Proekt eines algerischen Philantropen mit einem Park gegenüber und Bibliothek - die Einnahmen kommen Waisenkinder zu Gute. Wer hier noch eine Spende abgibt, hilft direkt.
(F / M / A).
7. Tag: El Goléa – Ghardaia (260 km)

Wir besuchen noch den See der Oase und das kleine Sahara-Museum. Die Route nach Ghardaia führt entlang der östlichen Ausläufer des Östlichen Erg durch menschenleere Steinwüste, vorbei an Tiefbrunnen.
Ghardaia besteht aus fünf einzelnen Oasen ( = Pentapolis) und wurde aufgrund der einzigartigen Architektur in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Die Hauptoase besticht mit gestaffelten, pastellfarbenen Häusern.
Abendessen und Übernachtung im großen Gästehaus unseres Partners mitten im Palmenhain von Beni Isguen. Diese traditionellen, weiß gekalkten Häuser werden noch immer von wohlhabenden Mozabiten als Sommerhaus benutzt. Es gibt einen großen Garten, einen kleinen Pool und Dachterrassen. Das Haus hat 8 Zimmer und 3 Badezimmer mit Duschen (einfach). Die Zimmer mit Rauputz sind schön mit roten Nomadenteppichen und anderen Dingen der Wüste dekoriert.
(F / M / A).
Alternative: 3 Übernachtungen im renovierten M´Zab-HotelDas ehemalige Hotel Rostemides wurde schon 1970 erbaut und vom genialen französischen Architekten Fernand Pouillon entworfen, der länger in Algerien lebte und Bauten schuf, die ihrer Zeit voraus waren. Das Hotel M´Zab reflektiert die Architektur von Ghardaia und hat einen großen Pool. Es war seit den 80er Jahren geschlossen und wurde 2022 nach langer Renovierung wieder in neuem Glanz eröffnet. Es ist das einzige Hotel in Ghardaia, wo man auch ein Bier oder Wein zum Essen trinken kann.
Zuzahlung p.P. für die 3 Nächte mit Frühstück und Abendessen: 150 €, EZ-Zuschlag + 100 €.
8. Tag: Ghardaia

Beni Isguen ist noch immer die Heilige Stadt und ganz von einer Mauer umgeben; auf dem Markt werden laut die Preise ausgerufen und gehandelt. Melika wird neben der Moschee von einem Marabut (Heiligengrab) gekrönt, von dem sich der berühmte Architekt Le Corbusier inspirieren ließ – wie von der ganzen Oase. Die anderen Oasen der Pentapolis, auch mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem, sind Bou Noura und Berriane.
(F / M / A).
9. Tag: Bewsässerungssystem, Wüstenherberge (140 km) oder Algier/Tipasa
Sie besuchen am Vormittag den Palmenhain von Beni Isguen und das geniale Bewasserungs- Verteilungssystem. Dann Fahrt ca. 70 km nach Süden in Richtung El Goléa zu einem einfachen Gästehaus, Jnane al Bacha. Mittags-Picknick. Nach dem Tee auf Wunsch mit Kamelen gut zwei Stunden zu Sanddünen, dort "Sundowner" mit Tee (Zahlung vor Ort für die Kameltour: 40 €). Rückfahrt im Wagen und in der Herberge ein gutes Couscous.
Rückfahrt nach Ghardaia, Übernachtung.
Alternative: zurück nach Algier, oder nach Tipasa
Als Alternative können Sie statt morgen heute morgen nach Algier fliegen und sich dort Algier ansehen, z.B. auch das hervorragende Bardo-Museum. Übernachtung wieder im City Hotel o.ä. Keine Zuzahlung.
Weitere Alternative: Tagesausflug zu den römischen Ruinen von Tipasa, 120 km, Ü City Hotel o.ä.
Zuzahlung 50 € p.P.
10. Tag: Ghardaia - Algier
Es gibt aktuell an diesem Tag (Samstag) nur einen Flug um 08:15, Ankunft um 09:45 Uhr. Deshalb haben Sie noch den ganzen Tag Zeit für Algier oder können auch einen Tagesausflug zu den phönizisch-römischen Ruinen von Tipasa am Mittelmeer unternehmen, s. Verlängerung (Preis auf Anfrage, je nach der TN-Zahl).
Übernachtung wie zu Beginn der Reise. (F).
11. Tag: Rückflug nach Frankfurt
Aktuell fliegt AIR ALGERIE um 10:15 nach Frankfurt, Ankunft um 13:15 Uhr.