Reise-Informationen
Special Tour Westafrika:
Sierra Leone – Liberia – Elfenbeinküste
Auch ohne Sierra Leone möglich, als Vorprogramm mit Guinea-Bissao und Erweiterung in Elfenbeinküste u.a. mit dem Taï-Park (Schimpansen)
Reiseziel
Aufgrund geringer Tagesetappen durch nun drei Länder (mit + Senegal/Gambia/Guinea Bissao auf sechs individuell zu erweitern) ist ein entspanntes Reisen garantiert, es bleibt auch Zeit zum Fotografieren und für menschliche Kontakte. Wir beginnen diese faszinierende Reise im einst britischen Sierra Leone. Dennoch war Queen Elizabeth nur einmal da, 1961 (ihren Salonwagen samt Dampflok kann man im sehenswerten Railway Museum bewundern). Nach einem Besuch des Schimpansen-Auffangprojekt Tagucama tauchen wir ein das
traditionelle und kaum besuchte Land mit seinen freundlichen Menschen, besuchen Dörfer und ein Naturschutzgebiet.
Das östliche Nachbarland Liberia wurde neben Äthiopien nie kolonisiert, gegründet 1847 von US- Philanthropen zur Ansiedlung befreiter Sklaven: Monrovia leitet sich ab vom damaligen US-Präsidenten James Monroe. Vor allem Sierra Leone und Liberia versanken aber in blutigen Bürgerkriegen, bis 2002 und 2004, dann wütete ab 2014 die Ebola-Epidemie. In Liberia erlöste die Ökonomin Ellen Johnson Sirleaf das Land – es wurde dann 2018 bis 2024 vom ehemaligen Fußballstar George Weah geführt und seitdem von Joseph Bokai – jeweils nach fairen, freien Wahlen – ebenso wie in Sierra Leone.
Die „Balkanisierung“ Afrikas ist in Westafrika besonders auffällig – und auch die unterschiedlichen kolonialen „Claims“. Als drittes Land besuchen wir die Côte d´Ivoire, die Elfenbeinküste – hier begann schon kurz nach der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 Dank hoher Preise für Kakao und Kaffee ein beispielloser Wirtschaftsboom. Noch immer ist das Land weltgrößter Kakao-Exporteur. Wir konzentrieren uns auf den urwüchsigen, waldreichen Westen um die Stadt Man, umgeben von vielen Bergen – mit Wasserfällen und traditionellen Maskentänzen. Auch hier können Sie verlängern – z.B. mit Urwald-Trekking im Taï-Regenwald-Nationalpark, s. Karte.
Ihre Reise
Diese Tour ersetzt die 6 Ländereise ab Gambia via Senegal, Guinea-Bissao und Guinea-Conakry. Das war alles etwas viel für 19 Tage und ein wenig „Schnelldurchlauf.“ Guinea Conakry ist bitterarm, gerade in den Städten gibt es leider viele agressive „Guides“, Bettler und Diebe. Das Visum ist nur noch Online zu bekommen, aber das funktioniert meist nicht… deshalb, und aufgrund der Reduzierung auf drei Kernländer, ist dieses Land trotz vieler Wasserfälle aktuell nicht mehr im Programm.

Es gibt flexible Erweiterungen oder Änderungen: Sie können Guinea-Bissao, Tour 291, an den Anfang setzen, dann verlängert sich die Reise um 9 Tage: Beginn in Banjul/Gambia (dort natürlich auch zu erweitern), Fahrt über die Casamance/Senegal nach Bissao und zurück, von dort bringt Sie ein kurzer Direktflug am frühen Morgen nach Freetown, Sierra Leone.
In den Wäldern von Sierra Leone leben Schimpansen; die Küste bilden kilometerlange, von Palmen überschatteten Sandstrände. Vom Schutzgebiet Twai Island (mit seltenen Zwerg-Hippos) geht es nach Liberia an den Atlantik zur Lodge unserer Partner, nach Monrovia und gen Norden – zum gut wie nie besuchten Reservat Mount Nimba (bis 1.752 m) im Dreiländereck zur Elfenbeinküste und Liberia mit einer weiteren, neuen Öko-Lodge unserer französischen Partner; er wurde in Liberia geboren. Sie können dort eine herrliche Bergwanderung von ca. 6 Stunden unternehmen, auf Wunsch auch kürzer zu einem Wasserfall. Von dort aus ist es eine kurze Fahrt in das nun französisch sprachige Westafrika, in die Elfenbeinküste. Die Region um Man besticht durch bergige Wälder, Dörfer und uralte Traditionen der Maskentänze der Dan. Von hier geht es bei der Standard-Version mit einem sicheren Inlandsflug nach Abidjan und zum Schluss in die alte Hauptstadt Grand Bassam mit kompaktem kolonialem Ensemble, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Verlängerungen: entweder erst in den Taï-Nationalpark mit Schimpansen und weiter an der Küste entlang oder ohne den Nationalpark.
Verlängerungen: entweder erst in den Taï-Nationalpark mit Schimpansen und weiter an der Küste entlang oder ohne den Nationalpark. Mehr s. Tour 280, Preis auf Anfrage.
| Basispreis: | 3.890 € (bei 6 Teiln.: 3.690 €) |
| Termine: | 17.10.2026 – 02.11.2026 Freie Terminwahl bei indiv. Durchführung |
| Aufpreis p.P.: | 2 Teiln. + 500 € p.P |
| EZ-Zuschlag: | 600 € |
| Leistungen | Fahrten, Programm und Ausflüge/Aktivitäten wie beschrieben, Eintrittsgelder. |
| Nebenkosten | Intern. Flüge (ab ca. 700 €), nicht enthaltene Mahlzeiten, Online-Visakosten (Sierra Leone und Elfenbeinküste je 70 €/selbst beantragen), Online-Visum Liberia durch unseren Partner 150 €), Versicherungen, Trinkgelder. |
(Enthaltene Mahlzeiten: F = Frühstück, A = Abendessen)
Reisebeschreibung
BRUSSELS bietet zu gute Verbindungen via Brüssel, z.B. ab Frankfurt: 9 Uhr Abflug, Ankunft in Freetown um 18:40 Uhr. Eine preiswerte Alternative, aber um den Preis einer Nacht ohne Bett (nur in den Morgenstunden…) ist ROYAL AIR MAROC: ab Frankfurt um 17:35 Uhr nach Casablanca, Ankunft in Freetown morgens um 04:20 Uhr.
Wie der Name sagt, wurde die Stadt von befreiten Sklaven aus den USA und der Karibik gegründet. Zwischen 1808 und 1874 war Freetown die Hauptstadt von Britisch-Westafrika. Es war wichtigster Standort der Royal Navy, die vor allem das Verbot der Sklaverei durchsetzen sollte.
Als Hotel ist die Country Lodge hoch über Freetown vorgesehen. Großer Pool, Zimmer mit afrikanischem Touch und schönen Holzmöbeln, Balkon. Abendessen im Hotel (nicht enthalten).
(F)
Der berühmte, riesige Kapokbaum, der Cotton tree aus dem Gründungsjahr 1787, steht noch immer im Stadtzentrum. Die quirlige Stadt mit ihren alten Holzhäusern ist im besten Sinn afrikanisch, umrahmt von bewaldeten Bergen und Sandstränden. Der Regierungssitz State House (ab 1884) und Tower Hill sind schöne Beispiele der kreolischen Architektur - Kreolen bilden heute nur ca. 1,5 % der Bevölkerung.

Besuch des quirligen Big Markit. Hier gibt es alles - ob Obst, Gewürze, Kleidung oder Körben. In Buden und an Ständen türmen sich auch Körbe, Untersetzer, Hüte und Holzschnitzereien. Je nach Interesse Besuch des Nationalmuseums oder des National Railway Museum mit Dampfloks, inklusive der mit dem Salonwagen für den Besuch der Queen 1961. Mittags stärken wir uns in einem einheimischen Restaurant.
Der Kontrast könnte nicht größer sein: Freetowns südliche Vororte heißen - very british - Leicester, Wellington und Regent, südlich beginnen dicht bewaldete Berge - hier ist das Tacugama Chimpanzee Sanctuary.
Nach Erlass eines Schimpansen-Gesetzes im August 2007 ist der Besitz und Handel von Schimpansen in Sierra Leone verboten. Hier leben ca. 120 Schimpansen, Tendenz steigend. Neben der Auffangstation engagiert sich Tacugama stark im Schutz des Lebensraums von Schimpansen in Sierra Leone, der Umweltbildung, Erforschung von Schimpansen. Auf Tacugamas Initiative hin erklärte Sierra Leone 2019 den Schimpansen zum Nationaltier. 1995 gegründet, entwickelte sich das auch während des Bürgerkrieges niemals geschlossene Schutzgebiet schnell zu einem der weltweit wichtigsten Schutzgebiete für Schimpansen überhaupt. Bis heute ist kein Schimpanse ausgewildert worden, da noch immer nach einem geeigneten Gebiet gesucht wird. Wir unternehmen eine Wanderung (auch viele Vögel leben hier), erleben die Fütterung mit viel Obst. Abendessen und Übernachtung in einem der rustikalen Häuser, Ecolodges. (F / A)
Zusatztag bei indiv. Durchführung: 3. Tag: Freetown - Rogbonko (200 km)
Nach einem guten Frühstück gehen wir noch zu verschiedenen Schimpansengruppen und verlassen Freetown nach Osten über den Ort Waterloo; Mittagessen in Port Loko auf halbe Strecke nach Makeni im Zentrum des kleinen Landes. Hier wird seit 2012 der jährliche, internationale Sierra Leone Marathon ausgerichtet, der Erlös geht an Hilfe für Straßenkinder.

In der Nähe ist unsere Unterkunft - und viel mehr als das: Rogbonko Village - ein Dorf mit viel Kunsthandwerk und in Eigen-Initiative errichteten blitzblanken Häuschen. Man sollte hier etwas kaufen – es muss ja nicht gleich ein Riesen-Korb sein, sondern eher Topfuntersetzer, die braucht man immer. Sie sind auch gut zum Verschenken, und sie nehmen nicht viel Platz weg… Wir erfahren viel über das bäuerliche Leben und können auch beim Kochen helfen. Beliebt ist Yollof-Reis oder Eintopf (stew). Grundlage dafür sind Fleisch oder Fisch und verschiedene Gemüse. Gewürzt wird mit Cashew- oder Erdnüssen und gerne auch mit zerkleinerten Maniok-Blättern. (F /M / A).
Aufpreis p.p: bei 2 Teiln. 290 €, bei 3-4 Teiln.: 250 € p.P.
Nächster Tag: Rongboko – Moa, 250 km
Nach einem guten Frühstück gehen wir noch zu verschiedenen Schimpansengruppen und verlassen Freetown via Waterloo. Fahrt weiter nach Bo, mit einer Technischen Universität die „zweite Hauptstadt“ mit rund 240.000 Einw. Der Name geht auf ein historisches Ereignis zurück: nahe der Stadt wurde ein Elefant erlegt. Das Fleisch wurde später von den Jägern an alle Dorfbewohner der Umgebung verteilt. Die Worte Bo-lor (in Mende) wurden genutzt und stehen für „dies ist Euers“.
Wir erreichen den Ort Kenema und fahren dann auf einer staubigen Erdstraße etwa 30 km südlich, parallel zum Makona River, kurz Moa genannt. Hinter dem Dorf Jene bildet der Moa eine etwa 10 km lange, dicht bewaldet-hüglige Insel, das Tiwai Island Wildlife Sanctuary. Fahrt bis zum Südende ins Dorf Moa. Hier ist - selten – seit mehreren Jahren eine Frau Dorchefin, Madam Kadie. Herzhaftes Abendessen, traditioneller Tanz der Mende, Übernachtung im guten Zelt mit Schlafunterlage.
(F / M / A)
Das Dorf wird von einem großen Kapokbaum dominiert. Es geht zu Fuß durch dichte Vegetation auf dem breiten, festen Weg nach Norden zum Dorf Nainiahum, was „Sand-Dorf“ in der Mende-Sprache bedeutet. Im Sumpfland der Umgebung sind viele Diamantensucher unterwegs. In der Nähe

besuchen Semegoti, einen Felsüberhang. Nach dem Mittagessen im Dorf sind es nochmals ca. 1,5 Stunden bis zum Dorf Kambama. Dies ist Teil des Heritage Trail (Weg des Erbes), der von den umliegenden Dörfern aufgebaut wurde, die von den noch seltenen Besucher:innen ein wenig profitieren.
Mit dem Motorboot setzen wir dann am Nachmittag über auf die Insel und suchen im nach den endemischen Zwerg-Flusspferden. Auf jeden Fall, auch auf einer Wanderung im Regenwald, sieht man Colobus- und andere Affenarten. Abendessen und Übernachtung, im Gäste-Bungalow mit mehreren Betten – mit Glück haben Sie ein Zimmer zu zweit auf Wunsch auch im Zelt.
(F / M / A)
Von den 11 Primatenarten sind 7 selten (vor allem Schimpansen) und auch endemisch - vor allem das putzige Zwerg-Flusspferd; auch Waldelefanten leben hier. Daneben leben hier rund 140 Vogelarten, über 700 Pflanzenarten wurden bestimmt.

Mittagessen wieder im Dorf Kambama, Rückfahrt auf der Piste nach Kenema und weitere 70 km nach Bo.
Abendessen in einem lokalen Restaurant und – nicht versäumen, mit dem Guide besprechen - Besuch einer Bar mit traditioneller Livemusik - die Musikszene ist in Sierra Leone (vor allem in Freetown) sehr vital. Übernachtung im „besten Haus am Platze“, dem Dohas Hotel mit Pool.
(F / M / A)
Fahrt nach Südosten von ca. 150 über das Dorf Zimmi nach Gonghu; Überquerung der Grenze und nochmals ca. 100 km weiter – herum um die große Lagune des Lake Piso. Dort liegt in
herrlicher Umgebung – mit Mangroven und Sümpfen - am Meer die rustikal-komfortable, neue Ecolodge Warkolor. Sie wurde wie die anderen drei Lodges vom frz. Paar Lisa und Rudolphe Antoune während des Stilltands in der Corona-Zeit (mit finanzieller Hilfe der EU) aufgebaut. Rudolphe ist in Liberia aufgewachsen, seine Eltern hatten hier ein Handelsgeschäft.
Geld: Dollar Liberia – not much value – 100 L$ sind knapp ein halber Euro… Auch in Liberia ist US-Dollar DIE Währung.
7. Tag: Neben einem langen Strandspaziergang kann man auch auf den „Shipwreck Trail“ gehen, zu einem gestrandeten Schiff von 2012- erst durch den Regenwald, dann am Sandstrand, je eine halbe Stunde - oder eine Tour im nahen Regenwald unternehmen; ein Guide steht zur Verfügung. (F / A)
Fahrt von ca. 100 in die Hauptstadt Monrovia, kurz vorher führt eine Brücke über den „Saint Paul River“ – ja, man ist hier weitgehend katholisch… In Monrovia habt Ihr für einige Stunden einen Guide.
Benannt wurde die Stadt 1824 nach dem damaligen US-Präsidenten James Monroe – ab 1822 wurden hier freie Sklaven angesiedelt; viele starben an Fieber. Blick auf Monrovia und den Atlantik von der Ruine des Ducor-Hotels, einer Attraktion für sich. Von 1967 bis zur Schließung 1989 trafen sich hier viele Präsidenten und andere Prominente; Myriam Makeba (im Exil in Guinea) sang einmal für den Diktator Idi Amin, während der MIT Pistole im großen Pool schwamm. Wir besuchen auch den großen Freimaurer-Tempel dieser bizarren Stadt. Besuch vom Waterside Market (wegen der Schwüle wohl nicht so prickelnd und Gefahr vor Dieben)… zum alte Rivoli Cinema im Retro-Stil.
Weiterreise ca. 50 km nach Marshal und zur großen Libassa Eco Lodge mit drei Pools und sehr schönen Holz-Bungalows. (F / A)
Nach dem Frühstück Besuch des Libassa-Waldes und des Schutzgebiets, dem Wildlife Sanctuary. Gegründet von den Lodge-Betreibern finden hier gerettete Tiere Aufnahme bis zur Auswilderung

– von Krokodilen über Eulen und Antilopen bis zu Affen. 10 km südöstlich, auch direkt am Atlantik, ist die ebenfalls recht neue Kokon Eco Lodge der gleichen Betreiber. Die Fahrt dorthin – mit Boot und Auto – dauert rund eine Stunde Sie führt vorbei an Inseln mit Schimpansen, deren Eltern gewildert wurden, der Liberia Chimpanzee Rescue & Protection. Die rund 100 Schimpansen sind noch nicht für BesucherInnen zugänglich. Man kann dort auch etwas Essen (nicht enthalten), Vögel beobachten, am Strand gehen oder Euch auch ein Kajak ausleihen. Nachmittags zurück zur Libassa Lodge. (F / A)
Für die 212 Meilen = 342 km sind über 5 Stunden einzurechnen, oft schlechte Straße nach Norden. In Gbargna war während des ersten Bürgerkrieges von 1989 - 97 hier die Basis des berüchtigten Warlords
Charles Taylor. Hinter Yekepa schon ganz im Norden, kommen noch 40 km Piste. Wir erreichen die Mount Nimba Eco Lodge; gleiche Besitzer wie die zwei anderen Lodges an der Küste, eröffnet im Frühjahr 2024. Die 11 „V-frame“-Häuser und das Haupthaus mit Restaurant sind an der Abbruchkante von alten, nun grün über-wachsenen Eisenerz-Stufen gebaut und bieten einen tollen Blick. Die Lodge Liegt am ENN, dem East Nimba Nature Reserve. Ab 1955 wurde von der liberianisch-schwedischen Gesellschaft LAMCO hier Eisenerz abgebaut, davon zeugen noch riesige Maschinen. Seit 2003, der Gründung des Reservats, hat die Natur wieder freie Fahrt, Tiere neuen Lebensraum.
11. Tag: Am Mt. Nimba treffen sich die Grenzen von Elfenbeinküste, Liberia und Guinea 4 -5 Stunden… Für „normale“ Wanderer: Tour von etwa zwei Stunden durch den schönen Regenwald.
(F / A)
Vormittags mit dem Kleinbus der Lodge rund 6 km zur Grenze von Liberia. An der Grenze, also auf der Seite Elfenbeinküste wartet im Geländewagen der englisch sprachige Guide. Nach Danané und

auf schmaler Straße 18 km südlich zum Dorf Bounta, von dort einige km zur Lianenbrücke von Lieupleu. Nebenan gibt es nun eine moderne Betonbrücke, aber beim Gang und im Hochformat über die schwankende Lianenbrücke sieht man sie nicht.
Einige km südlich ist die Lianenbrücke von Vatouo die längste (rund 100 m) in der Region die den Cavally-Fluss überspannt. Der Legende nach wurden diese Naturbrücke von Initiierten der Yacouba in einer Nacht erbaut; man darf sie nur ohne Schuhe betreten.
Man macht seinem Beinamen „Stadt der 18 Berge“ alle Ehre und ist von dicht bewaldeten, felsig-zackigen Bergen umgeben, dazwischen erhebt sich der Dent de Man wie ein langer, kariöser Backenzahn.
Ihr seid im „besten Haus am Platze“, dem Hotel des Cascades. Begonnen wurde mit dem Bau schon 1947, die kubische Architektur ist heute wieder en vogue. Wie immer bei älteren Hotels, hat es die beste Lage (hoch über der Stadt), geräumige Zimmer und einen großen Pool. (F)
Mont Tonkpi (1.189 m) ist der zweithöchste Berg des Landes nach dem Eisenerzberg Mt. Nimba (1.752 m) im Dreiländereck zu Liberia und Guinea. Man soll die grandiose Aussicht nicht verpassen und braucht für die kurvenreiche Fahrt eine knappe Stunde, passiert erst die Dörfer Zandepleu und Dainé. 20 Minuten dahinter geht es durch dichten Bergwald und eine Viertelstunde später auf den

Gipfel mit einem alten Sendeturm von 1967. Genau 325 Stufen führen nach oben – nur von dort bietet sich der großartige Panoramablick auf Bergketten und Dörfer. 15 bis 20 Minuten sind für den Aufstieg einzuplanen.
Wieder im unteren Bereich, öffnet ein atemberaubendes natürliches Amphitheater mit Urwald-Baumriesen und den Kaskaden unten im Bergkessel. Über 6 Stufen führen hinunter, Betonstege und -Bänke haben die Gegend schon seit den 60er Jahren erschlossen. Das Wasser strömt über eine breite, 20 m hohe Felswand. Hier finden auch animistische Rituale statt. Pfiffige Frauen verkaufen auch Nüsse und Getränke – unbedingt probieren: den dunkelroten Bissap-Saft. Etwas Erholung im Hotel, in der angenehmen Bar kann man auch etwas Essen.
Am Nachmittag Fahrt von 13 km nach Südosten in ein kleines Dorf an der Straße. Der Dorfchef besitzt heilige Masken (nur sie dürfen tanzen), die für alle anderen unzugänglich aufbewahrt werden. Wir erleben Tänze der hier lebenden Dan und Yacouba, begleitet von dynamischen Trommlern. Für Fotos ist der dörfliche Hintergrund (bzw. Bäume) besser als Tänze z.B. beim Festival auf dem städtischen Platz. Die Tänze sorgen für gute Stimmung und Segen von den Ahnen. Rückkehr ins Hotel, Abendessen. (F)
Nach dem Frühstück geht es einige km auf schlechter Piste zum Felsen, dem dent du Man „Zahn von Man“ – einem verwitterten Inselberg, inmitten üppig grüner Natur. Wir gehen etwa eine Dreiviertelstunde zur Cascade Glongouin, das letzte Drittel bergauf; oft kommen Dörfler von ihren Feldern entgegen, Kinder tragen Holz und Anderes. Die Kaskade besteht aus mehreren Felsstufen, über die schäumend der Urwaldfluss stürzt, und liegt auch im Regenwald. Tipp: etwas zum Trinken, Essen mitnehmen und hier in der herrlichen Natur, begleitet vom Rauschen des Wassers, ein Picknick genießen.
Nachmittags empfiehlt sich noch ein Gang auf den bunten Markt (F)
Morgens (oder gestern, dann heute Vormittag „frei“) ein kleiner Ausflug zu den Affen im Ortsteil Gbèpleu; der heilige Wald, Forêt Sacré, ist nur für Initiierte (Animisten) zugänglich. Es gibt im Land fast 7.000 heilige Gärten, allein am Berg Tonkpi etwa 100, aber dieser, rund 6 Hektar groß, ist der Wichtigste der Region. Diese dichten Wälder sind für dort lebende Animisten Heimat der Ahnen und

diese Affen (Campell´s Mona) hier ihre Inkarnation – sie werden wie Menschen bestattet. Wir müssen am Zaun bleiben. Aber kein Problem: schon flitzen sie heran, manchmal auch Mutter mit Babys, die sich an den Bauch klammern – sie greifen und springen nach mitgenommenen Stücken von Bananen.
Fahrt gegen zum ca. 20 km entfernten Flughafen, Flug mit einer zuverlässigen Turboprop-Maschine (ATR-72) der Air Ivoire nach Abidjan, aktuell 14:45 – 17:35 Uhr (via Odienné im sahelischen Norden).
Abholung und Fahrt nach Grand-Bassam – eine gute halbe Stunde entlang der Küste zur alten französischen Hauptstadt Grand Bassam im Osten, mit seinem unvergleichlichen kolonialen Häuser-Ensemble an der Lagune, dem Quartier Français (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2012). Das kleine Hotel mit schönem afrikanischem Flair, Taverne Bassamoise mit seinen gemütlichen, klimatisierten Rund-Bungalows unter Kokospalmen am Meer gehört einem französisch-ivoirischen Paar und liegt an der Lagune im historisch-kolonialen Kern. Gutes Essen, à la carte. (F )
Bassam entstand ab 1838 durch den natürlichen Hafen als französischer Handelsposten. 1899 raffte die Epidemie Dreiviertel der lokalen Bevölkerung dahin. 10 Jahre zuvor begann Frankreich mit dem Bau großer Häuser, die als bedeutendes koloniales Ensemble auf der Lagunen-Halbinsel noch immer stehen und ein UNESCO-Weltkulturerbe sind. Viele wurden renoviert, zu Beginn 2025 begann man mit der Renovierung des alten Post- und Zollamts zum Kunst- und Kulturzentrum.
Ihr seid hier einige Stunden zu Fuß mit einem englisch sprechenden Guide unterwegs; geplant ist auch der Besuch einer kleinen Kakofabrik, am besten dann am nächsten Tag. Ansonsten: Erholung im Hotel, sehr gutes und nicht teures Essen. Abidjan-City, „Plateau“ mit seinen Hochhäusern ist nicht interessant.
Rückflug mit BRUSSELS um 19:40, Ankunft in Frankfurt um 08:10 Uhr. AIR MAROC: 05:50 – 16:35 Uhr.
Jordanier essen zum
Unter