Reise-Informationen
Reiseziel
Ziel ist Nord-Namibia mit kleinen, individuell Lodges (außer Etosha). Zum Beginn sind wir zwei Tage und Nächte im „Ongula Homestead“ – hier ist Hiliya, die Besitzerin aufgewachsen und hat ihren Heimat-Kraal in eine wunderbare Lodge ausgebaut, mit vielen Einblicken in die Traditionen der hier
lebenden Ovambo, größter Bevölkerungsgruppe des Landes. Nach den Ruacana-Wasserfällen an der Grenze zu Angola geht es über steinige Pisten in die wilde Landschaft des Kaokovelds und zu den wild romantischen Epupa-Fällen, die nur sehr selten besucht werden, s. großes Bild. Wir besuchen ganztägig eine Siedlung der Himba – die Frauen traditionell mit wulstigen Lehmzöpfen. Dem wilden Hoanib-Trockental folgen wir zu den seltenen Wüsten-Elefanten und gehen zum Schluss im Etosha-Nationalpark noch auf eine eintägige Safari.
Von den ca. 3,2 Millionen Menschen insgesamt leben knapp 20% allein in der etwas schläfrigen Hauptstadt Windhoek; das Land ist weit und ziemlich leer. Namibia fasziniert durch atemberaubende Kontraste: Die älteste Wüste der Erde trifft hier auf eine vielfältige Tierwelt. Im Herzen des Namib-Naukluft-Nationalparks liegen die höchsten Sanddünen der Welt. Sie können das als Verlängerung buchen – natürlich auch eine ganz individuelle Reise im Mietwagen.
Ihre Reise
Auch diese Reise ist ziemlich einzigartig – nur für 2 bis 4 Reisende (auf Wunsch mehr), also exklusiv -und zu einem noch immer günstigen Preis. mit Diese Tour ist kein reine Safari-Reise, sondern bringt Sie auch und immer zu den Menschen – im äußersten Norden von Namibia. Größte Bevölkerungsgruppe (von ganz Namibia) sind hier die Ovambo; Viehzucht und Landwirtschaft bilden die Säulen ihrer Existenz. Dort sind die Landschaften
(mit Ausnahme des Fish River Canyons) am Spektakulärsten; hier lebt der Viehzüchtervolk der Ovahimba wie seit Jahrhunderten, erwarten Sie großartige Landschaften von elementarer Wucht – und nur hier leben die legendären Wüsten-Elefanten an den zum Atlantik führenden „Rivieren“, den meist trockenen Flussbetten. Sie reisen komplett individuell – zu zweit, zu dritt oder viert. Deshalb können Sie auch die Reisedaten selbst bestimmen. Wenn es (evtl. durch einige Reisende als Verlängerung von Angola) mehr werden, kann auch ein Gelände-Kleinbus eingesetzt werden (13 Sitze, aber nur mit maximal 8 Reisenden).
| Basispreis: | 3.190 € (bei 4 Teiln.) |
| Termine: | 19.11.2026 – 01.12.2026 07.01.2027 – 20.01.2027 18.02.2027 – 02.03.2027 01.04.2027 – 13.04.2027 22.07.2027 – 03.08.2027 |
| Aufpreis p.P.: | 3 Teiln.: +200 € 2 Teiln.: +500 € |
| EZ-Zuschlag: | 250 € |
| Leistungen: | Reiseprogramm mit einem 6-sitzigen Geländewagen (max. 4 Teiln.) mit voller Verpflegung außer in Windhoek (mittags meist Picknick/Lunch Box), alle Fahrten und Eintrittsgelder; Rückfahrt nach Windhoek. |
| Nebenkosten: | Mittag- und Abendessen am letzten Tag (Fahrt nach Windhoek), Eintritt in den Etosha-Nationalpark, Getränke, Flüge, Fahrt Windhoek – Flughafen am letzten Tag, Versicherungen, Trinkgelder. |
Reisebeschreibung
Diese Tour kann auch als Verlängerung der Angola-Reise 800 gebucht werden; dann beginnt sie 2 Tage später: am 9. Reisetag mit einer privaten von Lubango in den Norden von Namibia, zur Ongula Lodge bei Ondangwa.
Anreise ab Frankfurt oder München: Direktflüge (außer Mi, dann via Johannesburg) mit Discover Airlines, eine Lufthansa-Tochter (aktuell ab 22 Uhr, Ankunft in Windhoek um 09:25 Uhr). Der

Flughafen befindet sich 45 km östlich. Abholung und Transfer zur guten 4* River Crossing Lodge gleich östlich von Windhoek - aber noch „im Busch“, mit weiter Sicht über die Savanne. Große, geschmackvolle, edel-rustikale Zimmer. Auf den Fernblick wird man die nächsten Stunden wohl nach dem langen Nachtflug erst einmal verzichten; Relaxen. Spaziergang nach Wunsch, am frühen Nachmittag Start zu einer zwei- bis dreistündigen Pirschfahrt durch das private Schutzgebiet: weil es hier keine Löwen gibt, können Sie alternativ auch wandern. Fast immer zu sehen sind Zebras, Giraffen, Kudus, Gnus, Oryx, Wasserböcke und diverse kleinere Antilopen- und Gazellenarten, wie Springböcke und Impalas; auch Paviane und Warzenschweine.
„Sundowner“ auf der großen Holzterrasse: nun ganz angekommen in Afrika… Abendessen.
Sie können auch einen Tag später anreisen und auf diese Übernachtung und die Safari verzichten; Minus 150 € p.P.
Windhoek ist offen gesagt keine dynamisch-spannende Stadt; das Leben geht in der überschaubaren Kapitale mit ihren etwa 500.000 Einwohnern einen eher geruhsamen Gang. Aber es gibt interessante Monumente aus der deutschen Kolonialzeit und das große Township Katatura („Der Ort, an dem wir
nicht leben wollen“), Ende der 1950er Jahre von Südafrika errichtet – Windhoek sollte eine „weiße“ Stadt bleiben. Heute ist Katutura ein sehr lebendiger, bunter Stadtteil mit Märkten, kleinen Geschäften und lebendigem Straßenleben. Wir unternehmen eine dreistündige Tour im offenen Nostalgie-Landrover – organisiert vom hier aufgewachsenen Deutschen Carsten Möhle. Transfers zum Mittagessen, z.B. stilvoll auf der Terrasse des Hotels Heinitzburg. Sie werden gegen 14 Uhr 30 zum nahen Flughafen Eros gebracht; einstündiger Flug mit einer Turboprop-Maschine um 16:20 Uhr nach Ondangwa. Der Ort ganz im Norden entstand im späten 19. Jahrhundert aus einer finnischen Missionsstation. Heute prägen vor allem traditionelle Märkte, Landwirtschaft (Viehzucht) und ein quirliges städtisches Leben das Bild.
Abholung Ihrer namibischen Gastgeber, Fahrt von gut 40 km nördlich zur interessanten Ongula Homestead Lodge: authentisches Namibia mit viel Komfort. Nicht betrieben von einem ausländischen Investor oder einem Namibia-Deutschen, sondern gegründet von Hiliya Nghiwete, die hier einst im „Kraal“ ihrer Eltern mit vielen Rindern aufwuchs. Sie schuf hier Arbeitsplätze im Öko-Tourismus und eine herrliche Lodge mit Stroh gedeckten Rund-Bungalows. Abendessen.
Am Vormittag Besuch von traditionellen Ovambo-Dörfern, Einblicke in den Alltag, Begleitung von Bauern auf ihre Felder – wer will, kann auch mit Anpacken oder einen Baum pflanzen. Mhangu
(Perlhirse) ist das wichtigste Grundnahrungsmittel, aber auch Mais, Bonen, Kürbisse und Melonen werden angebaut. Wer möchte, kann am Nachmittag das Töpfern erlernen oder in Begleitung wandern. Am späten Nachmittag Sundowner-Tour mit einem traditionellen Donkey Cart, wie man ihn überall in Namibia sieht, gezogen von bis zu vier Eseln. Sehr gutes Essen – traditionell und frisch vom Bauern auf den Tisch. Abends machen wir zusammen mit Musikern etwas „Krach“ und sollten auch Tanzen – Musik und Tanz ist ein Grundpfeiler auch der Ovambo-Kultur.
Wir starten zu unserer Rundreise im Geländewagen. Zurück in Ondangwa, geht die Fahrt nach Nordwesten über Oshakati und 90 km weiter nach Outapi mit seinem gigantischen Baobab (Affenbrotbaum). Von hier sind es noch, vorbei am Etaka-Stausee, rund 90 km zu den Ruacana-
Wasserfällen, am namibisch-angolanischen Grenzfluss Kunene. Durch die Verwendung des Flusswassers zur Stromerzeugung bietet der Wasserfall nur bei Hochwasser gegen Ende der Regenzeit im März und April, oder bei Schleusenöffnung ein beeindruckendes Schauspiel. Aber auch mit nur einigen Wasserstreifen ist die einen km breite Schlucht beeindruckend.
Rückfahrt nach Outapi. 30 km südlich Halt in Tsandi am King Taapopi’s Homestead – die ehemalige traditionelle Königsresidenz von König Hosea Taapopi, dem traditionellen Oberhaupt des Uukwaluudhi-Königreichs. Er regiert seit 1960 und ist hoch betagt. Es ist ein vergrößertes, typisches Gehöft der Ovambo, das von einem hohen Palisadenzaun aus Mopane-Pfählen umgeben ist. Das Innere besteht aus einem komplexen Labyrinth aus Gängen, Passagen und rund 36 Hütten.
Dann geht es zügig auf sandigen Pisten nach Opuwo, Schmelztiegel von Tradition und Moderne: auch ein zentraler Treffpunkt für die Himba, das letzte halbnomadische Volk Namibias. Man sieht Himba-Frauen mit ihrem charakteristischen, ockergefärbten Haarschmuck und Fellkleidung oft einkaufen. Opuwo ist auch das Tor zur kargen, bergigen Wildnis im Westen.
Installation Abendessen und Übernachtung in der rustikal-gemütlichen Kaoko Mopane Lodge mit großen Zimmern, Moskitonetz und Kühlschrank.
Wir fahren nach Norden, in das wilde Kaokoland; die Schotterstraße C 43 hat viele steile Bodenwellen und Flussbett-Senken. Hier im Nordwesten in Richtung von Angola (ist das wichtigste Siedlungsgebiet der Ovahimba, kurz Himba genannt. Rinder und Ziegen bilden die Grundlage ihres Wohlstands. Die Tiere liefern Milch, Fleisch und Leder. Wir passieren im ersten Drittel das „Himba
Living Museum“, wohin immer wieder Touristen geführt werden – und wollen lieber morgen ein Dorf bei der Lodge an den Fällen besuchen; hier hat die holländische Familie Verwey (der Vater gründete 1990 die Lodge) seit Jahren ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Mittagsessen in der Epupa Falls Lodge, direkt an den Fällen – ein Traum. Die geräumigen Naturhäuser aus Holz und Bast stehen im Schatten von Makalani-Palmen an den Fällen; am Rand wachsen Baobab-Bäume. Es gibt wohl kaum einen schöneren, romantischeren Ort (s. großes Bild am Anfang). Und mit sehr wenig Touristen, denn die Fälle sind abgelegen.
Sie können noch etwas individuell unterwegs sein (oder sich nur Ausruhen); ab 17 Uhr geht es auf eine gut einstündige „Sundowner-Tour“, wo sie die ganzen Fälle im besten Licht vor sich haben.
Ab 8 Uhr nimmt Sie der lokale Guide mit auf einen Ausflug von mehreren Stunden zu einem traditionellen Dorf der Ovahimba. Die Hütten sind kreisrund angelegt und von einem starken Dornenbuschzaun gegen wilde Tiere umgeben. Die kegelförmigen Hütten bestehen

aus einem Geflecht aus Holzstäben, die mit einer Mischung aus Lehm und Kuhdung verputzt sind. Die Hütte des Familienoberhaupts steht immer direkt am heiligen Feuer. Die Hütten der Frauen und Familienmitglieder reihen sich kreisförmig darum. Frauen tragen charakteristischen Schmuck, Rindsleder und eine Paste aus Butterfett und rotem Ocker auf Haut und Haaren auf, die vor der Sonne schützt. Die Frauen sind sehr gute Kunsthandwerkerinnen. Man kann vieles kaufen, wie Schmuck, bestickte Gürtel oder schöne, kleine Teller.
Alternativ können Sie ab 7 Uhr auf den Katjira Hiking Trail gehen (2 – 4 Stunden) – auf alten Pfaden der Himba, über einen Berg. Gleich nach dem Mittagessen Fahrt in einem großen Schlauchboot etwa 7 km (kein Wildwasser) entlang des Kunene in herrlicher Landschaft und mit großer Chance, auch Krokodile zu sehen.
Zweites Abendessen, zweite Übernachtung.
Ab 8 Uhr Abfahrt, zurück nach Opuwo und weiter nach Süden. Rund 20 km kommen wir abseits der Piste zum historischen Ort der „Durstland-Trekker.“ 1874 flüchtete eine Gruppe von Buren vor der englischen Diktatur und zogen mit Ochsenkarren durch die Kalahari und dann hierher; viele
Menschen und Tiere starben. Die Reste der historischen Siedlung und der reformierten Kirche sind hier in Kaoko Otavi noch zu sehen.
Auch Sesfontein ( = 6 Brunnen) wurde von burischen Trekkern gegründet. Der Ort liegt im Übergangsbereich zwischen dem trockenen Damaraland und dem wilden Kaokoveld, unweit des oft trockenen Hoanib-Flusses. Das deutsche Fort von 1896 wurde restauriert und beherbergt nun eine Lodge. Wir sind in der sehr guten Khowarib Lodge mit Zelt-/Safari-feeling. (Abendessen, Übernachtung).
Fahrt von einigen Stunden zu den berühmten Wüstenelefanten, die dieses Tal regelmäßig aufsuchen. Sie sind keine eigene Art, sondern an das Wüstenklima angepasste afrikanische Buschelefanten. Mit
einem Bestand von nur noch etwa 80 bis 150 Tieren leben sie hauptsächlich im kargen Nordwesten des Landes (Damaraland und Kaokoveld). Sie zeichnen sich durch schmalere Körper, längere Beine und breitere Fußsohlen aus. Auch Giraffen und Zebras sind in dieser wüstenhaften Umgebung häufig zu sehen – Gräser und Blätter finden die Tiere überwiegend am Rand der sehr selten Wasserführenden Flussbetten. Nachmittags, sofern noch Zeit, Besuch der nahen Khowarib-Schlucht, 2. Übernachtung.
Abfahrt um 7 Uhr – nach knapp 100 km erreichen wir die westliche Grenze des langgestreckten Etosha-Nationalparks. Dieser Westteil ist erst 2014 für alle geöffnet worden und wird wenig besucht; wir erreichen ihn über das Galton Gate im Südwesten (Eintritt 280 Nambia-Dollar, ca. 14 €) und
fahren ganz hindurch – vorbei an zahlreichen, gleißend hellen Salzpfannen. Bereits hier werden wir viele Tiere sehen, vor allem Zebras, Giraffen, Elefanten. Auch wer hier schon einmal war, kommt sicherlich gern für eine Tages-Safari wieder.
Das Etosha Safari Camp liegt 10 km südlich im Südwesten des Nationalparks, beim Anderson Gate. Es hat 50 moderne Bungalows, einen Pool, ist informell, relativ einfach – aber alles ist da, was man braucht und noch mehr: eine Bar der Townships (Shebeen) wird mit der Oshebeena-Bar nachempfunden. Und sobald der Chefkoch auf der Bildfläche erscheint, wird der Tag im Okambashu-Restaurant kulinarisch vollendet: an kühleren Abenden am flackernden Kamin und im Sommer draußen, bei unterhaltsamer Livemusik von den Etosha Safari Boys.
Weitere Alternative: Sie fahren mit dem Fahrer am Südrand von Etosha (Camp Halali) über Ondangwa in das Ongula Homstead (310 km), übernachten dort noch einmal (120 € pro Person mit Abendessen und Frühstück) und fliegen am nächsten Vormittag von Ondangwa zurück nach Windhoek.
Im Preis enthalten: Rückfahrt nach Windhoek mit einem guten Fahrzeug der Lodge (je nach Teilnehmerzahl ein Pkw, Geländewagen oder Kleinbus) nach Windhoek. Dort noch Zeit zur freien Verfügung oder Verlängerung; Rückflug mit Discover Airline nach Frankfurt: 19:15 – 05:25 Uhr.