Reise-Informationen
Reiseziel

Das bizarr verwitterte Ennedi-Bergland im Osten der Republik Tschad erstreckt sich über eine Fläche von 40.000 km². Durch die Erosion von unterschiedlich hartem Sedimentgestein (einstigem Meeresboden) entstanden gewaltige Sandsteinformationen mit Pfeilern, Brücken und Bögen, die mit ihren Dimensionen einzigartig für die Sahara sind. In den tief eingeschnittenen Tälern ist genügend Feuchtigkeit vorhanden, Vegetation bietet genügend Nahrung für große Kamelherden. Vor allem in den Randbereichen des Ennedi sind immer wieder Dorkas-Gazellen in ganzen Gruppen zu sehen. Die Ounianga-Seen weiter nördlich sind nicht Teil dieser kürzeren Reise, können aber bei indiv. Durchführung besucht werden (+ 3 Tage).
Die Reise beginnt in der schläfrigen, arabisch geprägten Kapitale NDjamena und dann mit einer Tagesfahrt von ca. 150 km pro Strecke südlich zum Elefanten-Auffangprojekt SOS Elephants mit einer Station für junge Elefanten-Waisen und einem angrenzenden privaten Schutzgebiet mit mit über 200 Elefanten Hippos, Straußen und Antilopen. Das Projekt verdient größte Hilfe: Tausende von Elefanten leben in der Gegend ohne Schutzgebiet, immer in Konflikt mit Bauern, Wilderern ausgeliefert. Dieser Tag ist Netto kalkuliert, die Differenz von 100 € pro Reisenden geht an das Projekt.
Diese Reise

Diese Reise ist ein Novum und wird nur von OASE REISEN veranstaltet: alle anderen Reisen führen in einem großen Bogen über die lange Staubpiste nach Fada, zu den Ounianga-Seen und ins Ennedi. Das ergibt dann mindestens 12 Übernachtungen im Zelt und eine Reisedauer von fast drei Wochen – und ist entsprechend teuer. Wir nutzen bei dieser Reise sichere Inlandsflüge: hin nach Abeché, zurück von der Retortenstadt Amdjerass, ca. 400 km nordöstlich von Abeché. Damit sind wir ohne lange Anreise im Ennedi und dort 8 Tage unterwegs. Gleich hinter der Grenze beginnt die Hunger- und Krisenregion Darfur und Tschad wird von den Emiraten unterstützt, die ihrerseits den Flughafen nutzen, um die Rebellen der RSF zu versorgen. Wir haben überlegt, ob diese Reise deshalb ins Programm kommt. Deshalb ja, weil der Tourismus, auch wenn es nur wenige Reisende sind, im armen Tschad auch hilft und wir die Situation in Sudan oder anderswo nicht ändern können – so bitter es auch ist.
Wir unternehmen im Ennedi kleinere Touren zu Fuß von etwa je einer Stunde. Dadurch ist diese Reise auch für jene interessant, die nicht lange trekken wollen oder -können. Nicht nur täglich, sondern stündlich bieten sich neue Landschaftseindrücke. Die Reihenfolge des Besuchs der Sehenswürdigkeiten kann sich ändern, die Tage sind flexibel – auch passend zur physischen Kondition der Reisenden und ihrer Interessen.
| Basispreis: | ab 2.990 € |
| Termine: | 13.02.2026 – 25.02.2026 13.11.2026 – 25.11.2026 25.12.2026 – 06.01.2027 Freie Wahl bei indiv. Durchführung |
| EZ-Zuschlag: | + 250 € |
| Aufpreis p.P.: | bei 3 Teiln.: + 300 € p.P. bei 2 Teiln.-: + 200 € (ein Toyota Landcruiser – bei 2 Fahrz.: + 1.000 € p.P.) bei 1 Teiln.: + 3.000 € (5.990 €) Englisch sprachiger Reiseleiter: bei 5/6 Teiln., inkl., sonst 600 € geteilt durch die TN. |
| Leistungen: | Programm wie beschrieben volle Verpflegung außerhalb von NDjamena, sonst ÜF. |
| Nebenkosten: | Flüge (ab ca. 800 €), Visakosten (63 €); Versicherungen, Trinkgelder und persönliche Ausgaben. |
Reisebeschreibung
AIR FRANCE fliegt von Paris direkt nach N´Djamena, zurück geht es allerdings erst südlich nach Yaoundé/Kamerun, dort rund 2 h Aufenthalt und erst dann nach Paris... und auch nicht passend zu unseren Zeiten). Die besten Verbindungen und -Preise bieten ETHIOPIAN AIRLINES.

Abflug am Vortag um 21:35 Uhr, Ankunft aus Addis um 12:10 Uhr. Eine Alternative (bei indiv. Durchführung zu anderen Tagen) ist ein Gabelflug: hin mit AIR ALGERIE ab Frankfurt um 14:30 Uhr, Ankunft in Algier 17:20 Uhr, Weiterflug 19:30 – 23:45 Uhr.
Zum 4* Hotel La Tchadienne, dem sehr gut gepflegten Ex-Novotel mit sehr großem Pool (das Ex-IBIS-Hotel ist nebenan). Bei Ankunft mit AIR FRANCE bleibt noch Zeit, in den 25 Meter-Pool zu springen. Das Hotel liegt direkt am Chari-Fluss, der die Grenze nach Kamerun bildet.
Bei Flügen mit ETHIOPIAN können Sie einen Tag später fliegen (oder zwei Tage später, dann auch ohne Besuch der Elefanten)
Nehmen Sie genügend Wasser mit und natürlich eine Kopfbedeckung; vom Frühstücks-Buffet als „eiserne Reserve, auch ein gekochtes Ei, Brot, einen Apfel…Wir folgen 160 km der Asphaltstraße nach Süden, die parallel zum Logone-Fluss führt, der hier die Grenze zum äußersten Norden von Kamerun bildet. Dann geht es etwa 50 km weiter nach Südosten, hier entlang des Chari.

Dort engagiert sich die private Organisation SOS Elephants für den Schutz der Elefanten der Region – rund 500 von ihnen werden regelmäßig überwacht. Wir sehen auf jeden Fall eine oder mehrere Herden (oft bis je 100 Dickhäuter), meist auch Hippos und auch hier natürlich viele Vögel. Die Organisation wurde 2009 von der Französin Stéphanie Vergniault gegründet, einer Rechtsanwältin. Sie ist auch in Kongo aktiv. Problem ist neben Wilderei auch und vor allem die Tatsache, dass Elefanten hier kein Schutzgebiet haben; viele wurden während der Terror-Jahre von Boko Haram 2012 – 2019 in Waza-Nationalpark von Nord-Kamerun erlegt, was ein Zufluchtsort war. SOS Elephants kümmert sich deshalb vor allem um Sensibilisierung von Dorfbewohnern, um Elefanten (die auch mal ein Hirsefeld zerstören) nicht als Feinde zu sehen. 100 € pro Teilnehmer:in geht für diesen Besuch an die Stiftung – geben Sie mehr! Das Projekt verdient jede Hilfe.
Link für Spenden
Im Ort Guelendeng können wir uns mit Getränken und/oder Grillfleisch versorgen. Rückfahrt in die Hauptstadt. (F)
Wenn Sie auf diesen Tag verzichten möchten: Anreise einen Tag später, Minus 300 € p.P. bei 2/3 Teiln., Minus 370 € im Einzelzimmer.
Wir fahren mittags zum nahen Flughafen und fliegen mit einer der zwei gut gewarteten Embraer 140 (44 Plätze) der Royal Airlines nach Abéché, aktuell 14:00 – 15:15 Uhr. Diese Verbindung gib es derzeit nur am Montag und Mittwoch. Die alte Sultansstadt hat schon seit rund 10 Jahren

Straßenlampen mit Solarbetrieb und viele Moped-Taxen, gelbe-Tuk-Tuks, aus Indien importiert. Altes Zentrum mit kolonialen Häusern, Rundbögen; hier ist noch immer ein Zentrum für Lederverarbeitung. Abéché war schon ab dem 16. Jh. ein Sklavenmarkt – nach Sudan (Darfur) sind es 170 km. Ende des 19. Jahrhunderts versiegten in der Hauptstadt Ouara die Brunnen, weshalb der Sultan Abéché zur neuen Hauptstadt seines Königreichs Wadai erklärte. Kurze Rundfahrt mit den Geländewagen unseres Partners, die schon vor zwei Tagen Ndjamena verlassen haben (wenn Sie mitfahren wollen: gleicher Preis inkl. einfacher Verpflegung). Wir verlassen die Stadt nach Norden und verbringen die erste Nacht unter Sternen im Zelt; ein Koch reist mit.
Wenn die Maschine Verspätung hat, werden wir in einem einfachen Hotel übernachten
(F / A)
Gut 90 km nördlich von Abéché ist Biltine; der Ort ist von interessanten Granit-Formationen umgeben. Nach Arada (65 km) und weiter bis Oum Chalouba, 100 km (anderer Name: Kalaït) führt die recht gute Piste durch viele quer verlaufende Wadis und Savannenlandschaft mit

spärlichem Bewuchs sowie Sandfelder um Arada. Vor Oum Chalouba endet das gen Westen verlaufende große Oued (Wadi) Achim; einer natürlichen Pistenverbindung nach Westen (Faya-Largeau).
In Oum Chalouba können wir noch einmal (aus Fässern) tanken; große Wassermelonen haben wir schon vorher „gebunkert“. Ansonsten bieten die Verkaufsbuden des staubigen, kleinen Ortes für uns nichts Interessantes. Camp (im Idealfall) in einem Wadi nördlich des Ortes. (F / M / A)
Von Oum Chalouba führt eine breitere Piste 200 km bis Fada, dem Verwaltungsort des Ennedi und die Vollwüste. Nach Durchquerung einer sandigen Ebene taucht die hellblaue Kulisse des Ennedi vor uns am Horizont auf.

Der sandige Wüstenwind hat hier am Westrand des Ennedi das Plateau zersägt und riesige Felsklötze mit Zinnen versehen oder zu Brücken ausgeschliffen.
Terkeï ist eine zerrissene Gebirgsinsel westlich vor dem Ennedi. Hier bewundern hier die eindrucksvollen Zeugnisse der Erosion: ein natürlicher Torbogen wirkt wie der Eingang zu einem untergegangenen, verwunschenen Reich mit riesigen Stadtmauern, Festungen und Türmen. In einer langgestreckten Höhle sind Felsbildern zu bewundern, die zum Teil zu den schönsten der Sahara gehören: unter anderem Reiter auf Pferden im gestreckten Galopp und ein lebensgroßes Rind, auch in rostroter Farbe. Vor allem in diesen Gebirgsinseln existieren viele Felsmalereien.
(F /M / A)
Der Felsgarten von Tokou an der Westabdachung des Ennedi bietet Fotomotive ohne Ende und viel zum Staunen: Torbögen, durchlöcherte Felswände und ganze Fels-"Wälder". Wir halten auch an einem großen Felsen, der die Form eines Elefanten hat. Wir entdecken weitere prähistorische

Felsbilder in einer teilweise überirdisch anmutenden Landschaft aus wundersam erodierten Sandsteinfelsen und Sanddünen. Es sind Überreste von Sedimentgesteinen, die einst den Boden eines Ur-Ozeans bildeten.
Wir erreichen den Torbogen von Chilio und dann die riesigen Pilzfelsen von Sigendrei; dahinter stehen andere Meisterwerke der Erosion: rechteckige Felsen, die hintereinander wie steinerne Klingen aus dem Sand ragen. Der Rastplatz in der Nähe wird von etwa 5 m hohen „Skulpturen“ überragt, die von Henry Moore stammen könnten und aus dem Sand ragen: in Form von Zipfelmützen, Brüsten, und gedrechselten Kegeln.
Wir fahren nochmals in den Verwaltungsort Fada, in der Nähe gibt es Felsbilder. Vor allem ergänzen wir hier noch unsere Vorräte und tanken nochmals.
(F /M / A)
Archei liegt inmitten von bis zu 120 m hoch aufragenden Felsen. In der Guelta werden je nach Saison mehrere hundert Kamele getränkt. Besonders im Februar treffen sich hier viele Nomaden mit ihren Tieren.
Weit hinten im letzten Teil der Schlucht lebten bis vor einigen Jahren noch einige saharische

Krokodile in Gueltas, die hier wie in einer Zeitkapsel überlebten – die Gegend war bis vor ca. 10.000 Jahren einst mit dem Nil verbunden. Der Canyon wird durch ein W-förmig verlaufendes Wadi gebildet, weiter abwärts bieten sich von beiden Seiten der Felsen herrliche Aussichtspunkte. Unweit davon befindet sich auch eine Grotte mit Felsbildern aus der Rinderzeit. Jetzt in der Trockenzeit sind viele Kamele am Guelta und entsprechend viele Nomaden, weil andere Wasserstellen schon ausgetrocknet sind. Wir fahren weiter in südöstliche Richtung, wieder vorbei an mächtigen, mal wulstig, mal zackig erodierten Tafelbergen. Am Brunnen von Ito sind immer Nomaden mit Ihren Kamelen und Ziegen. Geschützt zwischen Bergen lieg die Stadt Amdjerass (auch Am-Djarass) die auf keiner Karte vermerkt ist: 1993 hatte sie etwa 650, heute ca. 30.000 Einwohner. Der 2021 verstorbene Präsident Idriss Déby Itno (seitdem hat sein Sohn übernommen) kommt aus der Gegend. Durch ihn hat Tschad bis heute gute Kontakte zu den Vereinigten Emiraten, die hier den Flughafen bauten, ein 4* Hotel (Tumai) bauten, ein Krankenhaus, Schulen, eine Solarfarm und eine moderne Markthalle. Als Gegenleistung nutzen sie den Flughafen, um Rebellen der RSF (Rapid Support Forces) in Sudan zu unterstützen. Da ist, sie die üble Realpolitik: im Gegenzug strömten vor allem 2025 Tausende von Flüchtlingen aus Sudan in den Tschad.
(F /M / A)
Fahrt nach Amderass, kurze Rundfahrt. Wer will, kann die Nacht vorher im Hotel übernachten (ca. 150 €). Wir ersparen uns die längere Pistenfahrt zurück nach Abéché – jeden Di, Fr und So fliegt die Royal Airlines auch hierher, ca. 400 km nordöstlich von Abeché – aktuell ab 11 Uhr mit Zwischenlandung in Abéché, Ankunft in N'Djamena um 13:45 Uhr.
Erholung wieder im guten Hotel „La Tchadienne“ direkt am Chari-Fluss, der Grenze zu Kamerun. (F)
Flug um 14:05 nach Addis, Ankunft 20:05 Uhr; Weiterflug 00:20 Uhr, Ankunft in Frankfurt um 05:45 Uhr.
ROYAL AIR MAROC: Abflug um 05:25 Uhr nach Casablanca, Ankunft um 15:50 Uhr, am nächsten Tag um 12:55 Uhr weiter nach Frankfurt, Ankunft 16:35 Uhr.
Jordanier essen zum
Unter