Reise-Informationen
Reiseziel
Sie reisen in den größten und einen der wildreichsten Nationalparks ganz Afrikas. Das Selous-Wildreservat (schon 1922 als Jagdgebiet gegründet) und der Nyerere-Nationalpark (erst 2019 gegründet, der westliche, größere Teil von Selous): gewaltige 54,600 km² Busch, durchzogen vom ganzjährig Wasser führenden Rufiji-Fluss. Damit ist das Schutzgebiet rund 10.000 km² größer als die gesamte Schweiz. Namensgeber war der Berufsjäger Frederic Selous, ein britischer Buffalo Bill, der 1917 im heutigen Park bei Beho Beho von einer deutschen Gewehrkugel getötet wurde.
Vor allem die Miombo-Wälder zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Artenvielfalt und -dichte aus. Hier erwarten Sie einige der größten Bestände an Elefanten, Büffeln, Flusspferden und sogar Löwen – ebenso wie das seltene Spitzmaulnashorn und der Afrikanische Wildhund. Der Nyerere-Nationalpark ist einer der wenigen Orte in Afrika, wo die Sichtung aller fünf Tierarten der „Big Five (Löwe, Leopard, Büffel, Elefant, Nashorn) während einer dreitägigen Safari nicht nur möglich, sondern auch recht wahrscheinlich ist. Der Rufiji-Fluss durchquert windungsreich Nyerere-Nationalpark und bietet eine hervorragende natürliche Kulisse für Bootssafaris; damit ist er einer der wenigen Orte in Afrika, an denen man Wildtiere und Vögel vom Wasser aus beobachten kann. Das beginnt schon gleich am ersten Tag am Nachmittag mit einer mehrstündigen Bootstour auf dem Rufiji-Fluss inkl. „Sundowner“.
Der zweite Reiseteil beginnt mit einem kurzen Flug nach „Dar“ und der Weiterfahrt zum nahen Saadani-Nationalpark, dem einzigen Küsten-Nationalpark des Landes. Das Miseni Retreat Camp im Innern ist wunderschön, und zum Schuss sind Sie noch in einem Camp direkt am Indischen Ozean – mit Verlängerung-Option…
Ihre Reise
Der riesige Nationalpark liegt nur gut 200 km südwestlich der Hauptstadt Dar es-Salaam (Mtemere Gate im Nordosten). Auf einer Bootssafari stehen die Chancen gut, Flusspferde, Krokodile und eine Vielzahl von Vogelarten zu entdecken – darunter den Schreiseeadler, den Malachit-Eisvogel, den Goliathreiher, den Scherenschnabel. Auch Affen (Blauaffen, Steppenpaviane, Mantelaffen) und Nilwarane lassen sich häufig in den Bäumen entlang des Flussufers beobachten. Ranger nennen den Park wegen der vielen Giraffen auch scherzhaft „girafic parc.“.
Bei einer Kleingruppenreise sind nur maximal 6 Teiln. unterwegs. Meist wird aber auch diese Tour individuell gebucht. Sie können auch nur Nyerere buchen (ab 1.790 € in der Basis-Version bei 4 – 6 Teiln, EZ-Zuschlag 550 €, Zuschläge bei Komfort-Version mit dem Rufiji River Camp und individuell s.o. in der Preisliste).
Vier eher einfache, aber gemütliche Camps liegen gleich außerhalb vom Mtemere Gate, weitere 14 sind im Nationalpark, darunter 6 Luxus-Lodges – ab 700 € pro Nacht und Person. Aber Luxus ist nicht immer geschmackvoll…
Die günstigste Option (Classic) beinhaltet drei Übernachtungen im angenehm-rustikalen Selous River Camp gleich außerhalb vom Park am Rufiji-Fluss oder bei der Komfort-Version mit dem Rufiji River Camp im Park. Mit einer kleinen Maschine von Auric Air fliegen wir dann vom Gate nach Dar es-Salaam zurück und fahren weiter in den Saadani-Nationalpark – einziger Park an der Küste; mit Glück kommen Elefanten bis an den Strand. Bei individueller Durchführung können Sie natürlich noch alles nach Wunsch abändern.
Die Safaris sind angenehmer und meist auch fotografisch lohnender als z.B. im Nyiragongo-Krater oder der Serengeti – beide Parks sind an die Grenzen ihrer Kapazität gekommen. Hier ist es noch alles groß und wild; und es werden nicht 20 Fahrzeuge um einen Löwen herumstehen…und dennoch ist es nicht teuer.
| Basispreis: |
Classic: 2.690 € (4 – 6 Teiln.) |
| Termine: |
09.10. 2026 – 18.10. 2026 Meist wird eine individuelle Durchführung zu zweit bevorzugt. |
| Aufpreis p.P. | 3 Teiln.: +100 € 2 Teiln.: +200 € 1 Teiln.: +1.300 € |
| EZ-Zuschlag: | 700 € (f. Classic und Komfort) 550 € (nur Nyerere) |
| Leistungen: | Linienflüge (ab ca. 900 €); Visakosten (50 Dollar, bei Einreise); nicht in den Leistungen enthaltene Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder, Versicherungen. |
| Nebenkosten: | Reiseprogramm wie angegeben, alle Nationalpark-Gebühren, volle Verpflegung in den zwei Nationalparks (außer letzter Abend in Saadani/BeachCamp), alle Fahrten im Safari-Allradfahrzeug; Rückflug Nyerere-Park – Dar. |
Reisebeschreibung
Qatar Airways, Turkish Airlines und Ethiopian Airlines sind die beliebtesten Fluggesellschaften für Flüge nach Dar es Salaam. Unsere Kleingruppenreise basiert auf Flügen mit Turkish Airlines ab Berlin (oder Zubringerflug) 13:15 Uhr, Ankunft in „Dar“ um 02:25 Uhr. Sie können das Hotel selbst auswählen. Empfehlung: Protea Mariott Hotel, als eines der wenigen am Meer, Zimmer ca. 130 €.
Daressalam („Dar“) mit heute 2.8 Mill. Es bedeutet “Haus des Friedens.“. Es ist das pulsierende wirtschaftliche Herz Tansanias und bietet einen spannenden Mix aus Swahili-Kultur und Kolonialgeschichte. Tipps, wenn Sie noch Energie haben: Freilichtmuseum oder Nationalmuseum, den farbenfrohen Kariakoo-Markt und die St. Joseph Kathedrale.
Die gute Asphaltstraße führt südwestlich über Kisangire nach an den Rufiji-Fluss, an dem das schöne Rufiji River Camp liegt. Abfahrt gegen 8 Uhr, Fahrzeit gut 5 Stunden. Denken Sie an ausreichend Wasser und Verpflegung oder lassen Sie sich vom Hotel ein Lunchpaket mitgeben.

Gleich außerhalb von „Dar“ besuchen wir das Pugu Hill Nature Reserve. Das Reservat ist der Überrest der ältesten Tiefland-Küstenwälder Tansanias und liegt im Kisarawe-Distrikt, am südwestlichen Stadtrand von Daressalam, auch mit gigantischen Bambus-Stauden. Wir wollen hier maximal zwei Stunden unterwegs sein.
Am Rufiji im Camp angekommen, beziehen wir unser Safari-Zelt und starten für etwa zwei Stunden zu einer Sundowner-Safari auf dem Fluss.
Komfort-Version: Fahrt direkt in den Nationalpark, zum Rufiji River Camp (s. Bilder). Es liegt ebenfalls am Rufuji River und wir unternehmen von dort eine Bootstour. Das Camp hat nur 8 stationäre, große Zelte, jeweils mit einer gemütlichen Sitzecke und großem, privaten Holzdeck am Fluss. Alternative, auch beliebt und selten: eine der geräumigen Massai-Lehmhütten.
Die Landschaft ist atemberaubend vielfältig und wird maßgeblich durch das ausgedehnte System des Rufiji-Flusses, weite Miombo-Wälder, offene Savannen, Palmenhaine, saisonale Überschwemmungsgebiete und felsige Akazienhügel geprägt. Es gibt auch in dem ganzen riesigen Gebiet keine künstlichen Wasserlöcher. Seitdem die britischen Forscher Burton und Speke mit vielen Trägern 1857 das dann spätere Selous-Reservat auf dem Weg zu den legendären Nilquellen durchzogen, hat sich hier nichts geändert.
Wir sind nördlich des Rufiji-Flusses unterwegs (Northern oder Photographic Sector). In den weiten Savannen und am Fuss sind auch die meisten Tiere zu sehen.
Das Herzstück bildet der mächtige Rufiji-Fluss, der den Park teilt und ein Labyrinth aus Kanälen, Sandbänken und großen, miteinander verbundenen Seen speist. Entlang der Ufer erstrecken sich dichte Galerie- und Grundwasserwälder mit mächtigen Bäumen, Palmen (wie der Doum-Palme) und üppigem Grün.
Der Großteil des Parkes ist von weiten Miombo-Wäldern bedeckt. Diese lichten Trockenwälder verändern ihr Aussehen drastisch mit den Jahreszeiten: Nach der Regenzeit im Winter erstrahlen sie in sattem Grün, während sie im Winter ihr Laub abwerfen und eine rötliche Färbung annehmen. In den tieferliegenden Becken und Überschwemmungsgebieten geht die Vegetation in weite Sumpflandschaften über. Diese Areale sind besonders in der Trockenzeit (Sommer, Herbst) ein wichtiger Rückzugsort für Krokodile, Flusspferde und eine enorme Vielfalt an Wasservögeln.
Herden von Elefanten und Kaffernbüffeln durchstreifen die Savanne. Weitere häufige Tiere sind sehr viele Massai-Giraffen, Zebras, Gnus, Impalas, Wasserböcke, Elenantilopen und die seltene Lichtenstein-Antilope. Der Park ist besonders berühmt für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhundes – hier lebt etwa ein Drittel der weltweiten Population. Zudem gibt es starke Bestände an Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen. Mit über 440 dokumentierten Arten ist der Park ein Paradies für Vogelbeobachter. Zu den Highlights zählen Pelikane, Eisvögel (Riesenfischer), Fischadler und der seltene Afrikascherenschnäbel. Vögel sehen Sie gut bei einer der zwei Bootstouren. Am Rufiji-Fluss und seinen Seen ist Lebensraum für eine der größten Populationen Afrikas von Hippos und Krokodilen.
Wir unternehmen noch eine Fahrt mit dem Boot und auch eine (oder auf Wunsch mehrere) Safaris zu Fuß in Begleitung eines bewaffneten Rangers.
Abfahrt um 8 Uhr. Für die Rückreise gibt es für 240 € p.P. auch die Möglichkeit des Rückflugs in einer zuverlässigen Maschine nach „Dar“ vom Mtemere Gate (12:50 – 13:25 Uhr) – interessiert auch für jene, die längere Fahrten nicht so gut verkraften. Fahrt von Dar es-Salaam direkt an der Küste nördlich zum Saadani-Nationalpark. Es ist das einzige Naturschutzgebiet Tansanias, in dem Savanne und der Indische Ozean aufeinandertreffen. Auf einer Fläche von rund 1.100 Quadratkilometern finden Sie dort eine faszinierende Mischung aus Mangrovenwäldern, Palmenstränden und Akazien-Graslandschaften. Wir fahren direkt in die sehr schöne Öko-Lodge Misseni Retreat. Hier wird nicht gefällt, gejagt oder gefischt; alle ist aus Naturmaterialien; Solarstrom, Kompost-Toiletten. Jedes der stationären Zelte ist schön eingerichtet und hat eine eigene große Terrasse.
Der Wami-Fluss prägt hier den Süden des Parks mit dichten Mangrovensümpfen und Galeriewäldern. Zudem schließt der ursprüngliche Zaraninge-Wald das Ökosystem ab. Bei Beobachtungsfahrten am frühen Morgen
und am späten Nachmittag haben Sie die Gelegenheit, in der 1.100 km² großen Feuchtsavanne einen guten Teil der 30 Arten von Großsäugern zu erleben – darunter Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel, Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten – auch nördlichste Gruppe der selten Roosevelt-Rappanantilopen. Im Saadani-Nationalpark leben vier der berühmten "Big Five" finden (also keine Nashörner): Löwen, Leoparden, afrikanische Buschelefanten und Kapbüffel.
Sie können auch noch im Zararinge-Urwald zu Fuss unterwegs sein.
Sie unternehmen noch eine ausgedehnte Pirschfahrt und stärken sich dann mit einem guten Frühstück. Anschließend ist noch eine kleine Wanderung mit einem Ranger möglich, bevor wir die gut 10 km in einem großen, nun südlichen Bogen an den Indischen Ozean fahren – direkt am
Sandstrand liegt unter Palmen das rustikal-schöne Saadani Beach Camp. Es gibt auch einen kleinen Süßwasser-Pool am Meer.
Mittagessen, Erholung und Spaziergänge am Strand – auch hier in Begleitung, denn öfter lassen sich mal Elefanten, seltener auch Löwen blicken, die auch gern aufs Meer schauen… zum Schnorcheln ist die Gegend allerdings ungeeignet, weil das Wasser durch die Vermischung mit Süßwasser meist trüb ist. Allerdings sind auch öfter Delphine und im Winter auch Seeschildkröten zu sehen.
Zum Abendessen warten auf Wunsch Langusten, Gambas oder ebenso fangrischer Fisch (nicht enthalten).
Nach dem Frühstück Fahrt nach „Dar“ mit Besichtigung der historischen Stadt Bagamyo, 85 km, also in der Mitte. Die Gründung der nahen Siedlung Kaole reicht bis in die Anfänge des Islam, ins 8. Jh. zurück. Wir sehen hier Rest von zwei Moscheen und alte Gräber. Hier brachen die Forscher des 19. Jh. wie Speke,

Livingstone und Stanley ins Landesinnere auf; Bagamoyo war auch die Hauptstadt von „Deutsch-Ostafrika“. Wir besuchen auch die Alte Deutsche Boma, s. Foto, Sitz der deutschen Kolonialregierung. 1891 wurde die Verwaltung nach Dar Es Salaam verlegt. Bagamoyo Museum (Holy Ghost Mission) ist die älteste Missionsstation in Ostafrika. Sie bietet tiefe Einblicke in die Missionsgeschichte und die Sklaverei und verfügt über ein kleines, aber informatives Museum.
Sie können hier individuell verlängern – fern vom Touristentrubel etwas auf Sansibar. Es gibt hier nur relativ preiswerte Gästehäuser. Tipp: Ella´s Swahili Guesthouse in einem restaurierten deutschen Haus von 1840.
Rückflug nach Berlin via Istanbul mit TURKISH um 03:25, Ankunft um 14:10 Uhr.
Verlängerungen: vor der Küste liegt nicht nur die Gewürzinsel Sansibar, sondern südlich die kleinere Mafia-Insel und nördlich die Insel Pemba. Sie können jeweils mit einer kleinen Maschine hinfliegen oder mit dem Boot fahren. Gern beraten wir Sie.


Jordanier essen zum
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