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Reiseland Angola

Noch gilt Angola als weißer Fleck auf der touristischen Landkarte – ein Land für Neugierige, allein noch schwierig zu bereisen, und deshalb neu (2026) im OASE-Programm. Zwischen gewaltigen Wasserfällen, Nationalparks, kolonialer Geschichte und wilder Atlantikküste zeigt sich ein Staat, der lange im Schatten stand und nun vorsichtig neue Wege geht. Die frühere portugiesische Kolonie wurde erst 1975 nach einem langen Befreiungskampf unabhängig. Kurz darauf stürzte das Land in einen Rebellenkrieg, der bis 2002 andauerte: alle wollten das Erdöl.
Zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kalandula-Wasserfälle – eine Tagesreise von der modernen Hauptstadt Luanda entfernt. Mit einer Breite von 400 Metern und einer Tiefe von mehr als 100 Metern gehören sie zu den größten Wasserfällen Afrikas. Tierbeobachtungen bietet vor allem der Nationalpark Kissama, wo Elefanten, Giraffen und Antilopen leben. Im Südwesten, an der Grenze zu Namibia, erstreckt sich die spektakuläre Namib-Wüste, die Angola mit Namibia teilt – eine Landschaft aus Sand, Weite und bizarren Formationen. Hier ist man im Iona-Park meist ganz allein mit Delphinen und Robben, Giraffen und Gemsböcken in der Wüste. In der Gegend leben die mit den Himba von Namibia verwandten Muila. S. Bild.

Muila Stamm © Robert Haidinger - Angola Tourism Board
Muila Stamm © Robert Haidinger - Angola Tourism Board
Pedras Negras © Robert Haidinger - Angola Tourism Board
Pedras Negras © Robert Haidinger - Angola Tourism Board

Klima, Gesundheit, Sicherheit

In Angola herrscht tropisches Klima mit regionalen Unterschieden. Es wird in drei Hauptzonen unterteilt: Die Küste und der Norden sind tropisch-warm, das zentrale Hochland gemäßigt-tropisch und der Südwesten sehr trocken. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Wer allerdings den wüstenhaften Süden besuchen möchte, sollte das am besten in unserem Winter tun, denn es regnet dort so gut wie nie: das gilt für den Iona-Nationalpark und östliche gelegene Cuatir-Reservat (auch in Kombi mit Namibia).

Gesundheit: eine Malaria-Prophylaxe ist angeraten – es sei denn, man konzentriert sich auf den Süden. Die Menschen sind überaus freundlich, aber die Folgen des über 25jährigen Krieges (in dem auch stark Russland mitmischte) sind bis heute spürbar. In einigen Regionen sind Landminen weiterhin eine Gefahr. Warnschilder mit der Aufschrift „Perigo Minas“ markieren verminte Gebiete und dürfen bei Überlandfahrten nicht missachtet werden. Abgesehen von diesen Altlasten eröffnet Angola Reisenden eine Vielzahl bislang wenig bekannter Natur- und Kulturschätze.

Reise- und Sicherheitshinweise

Angola Touren