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	<title>OASE Reisen &#8211; Afrika Reisen</title>
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		<title>Kurzreise nach Libyen im April</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael@Oase]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2023 08:36:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseblog]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurzreise nach Libyen im April: sicher und faszinierend Von Kathrin Dannehl und Jörg Krüger Auf dem einstündigen Flug Nr. YL801 mit Libyan Wings von Tunis nach Tripolis: Durchsage des Piloten. Aber nicht über das Wetter – er begrüßte uns beide herzlich als „deutsche Touristen“… 10 Jahre nach dem Sturz von Gaddafi, nach Wirren und Machtkämpfen]]></description>
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				<h3>Kurzreise nach Libyen im April: sicher und faszinierend</h3><p><b>Von Kathrin Dannehl und Jörg Krüger</b></p><p>Auf dem einstündigen Flug Nr. YL801 mit Libyan Wings von Tunis nach Tripolis: Durchsage des Piloten. Aber nicht über das Wetter – er begrüßte uns beide herzlich als „deutsche Touristen“… 10 Jahre nach dem Sturz von Gaddafi, nach Wirren und Machtkämpfen kommt das uns so fremde Land auf der anderen Seite des Mittelmeers endlich aus der Isolation – ganz langsam.</p><figure id="attachment_7744" aria-describedby="caption-attachment-7744" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-7744" src="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Joerg-Krueger-mit-Guide-Abdo-rechts-und-dem-Begleiter-der-Touristenpolizei-1024x683.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Joerg-Krueger-mit-Guide-Abdo-rechts-und-dem-Begleiter-der-Touristenpolizei-1024x683.jpg 1024w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Joerg-Krueger-mit-Guide-Abdo-rechts-und-dem-Begleiter-der-Touristenpolizei-300x200.jpg 300w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Joerg-Krueger-mit-Guide-Abdo-rechts-und-dem-Begleiter-der-Touristenpolizei-768x512.jpg 768w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Joerg-Krueger-mit-Guide-Abdo-rechts-und-dem-Begleiter-der-Touristenpolizei-1536x1024.jpg 1536w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Joerg-Krueger-mit-Guide-Abdo-rechts-und-dem-Begleiter-der-Touristenpolizei.jpg 1620w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7744" class="wp-caption-text">Jörg Krüger mit Guide Abdo rechts und dem Begleiter der Touristenpolizei &#8211; Kathrin Dannehl</figcaption></figure><p>Schon viel und auch weit gereist, stand Libyen schon seit Jahren ganz oben auf unserer Agenda. Das uralte Kultur- und Durchgangsland vieler Völker, ist bei uns ziemlich unbekannt. Und man hört ja so gut wie nichts aus Libyen. Wir wollten wissen: wie ist es, sind die vielen Warnungen berechtigt?<br />Visa sind noch immer teuer und wir waren uns nicht ganz sicher, ob es klappte. Aber wir bekamen wenige Tage vor der Reise die Visa „on arrival“, mussten nicht noch der Botschaft in Berlin einen Besuch abstatten.<br />Noch vor der Passkontrolle wurden wir von unserem Guide Abdo in Empfang genommen. Die Visa erhielten wir dann nach kurzer Wartezeit stolz von ihm überreicht. Abdo spricht gutes Englisch und begleitete uns nun die nächsten Tage zusammen mit einem Abgesandten der Touristenpolizei, der uns in Zivil und überaus freundlich ebenfalls jederzeit zur Seite stand. Das waren gleich mehrere und nur positive Überraschungen – und so ging es die nächsten vier Tage weiter.</p><figure id="attachment_7743" aria-describedby="caption-attachment-7743" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-7743" src="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Leptis-Magna-Joerg-Krueger-1024x683.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Leptis-Magna-Joerg-Krueger-1024x683.jpg 1024w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Leptis-Magna-Joerg-Krueger-300x200.jpg 300w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Leptis-Magna-Joerg-Krueger-768x512.jpg 768w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Leptis-Magna-Joerg-Krueger-1536x1024.jpg 1536w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Leptis-Magna-Joerg-Krueger.jpg 1620w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7743" class="wp-caption-text">Leptis Magna &#8211; Jörg Krüger</figcaption></figure><p>Wir erkundeten zunächst die Hauptstadt Tripolis und die faszinierende Altstadt. Für arabische Länder eher ungewöhnlich, konnten wir den Souk ganz in Ruhe genießen und uns in den kleinen, bunten Lädchen umschauen. Die zurückhaltenden, sympathischen Libyer haben jede unserer Fragen beantwortet und immer wieder trafen wir auf Menschen, die gern ein paar deutsche Worte mit uns wechselten. Auch hier war immer wieder Freude zu spüren, endlich wieder Touristen zu sehen und damit der Normalität und dem Austausch etwas näher zu kommen.<br />In den nächsten zwei Tagen haben wir die hervorragend erhaltenen Römerstädte Leptis Magna und Sabratha besucht &#8211; absolute Highlights am türkisblauen Meer unter strahlend blauem Himmel. Und ganz ohne Touristen! Die sehr gut informierten lokalen Guides haben uns mit Charme und Witz nicht nur die innovativen Konzepte der Römer von Gemeinschaftslatrinen näher gebracht, sondern konnten auch jede andere Frage zu diesen antiken Städten beantworten.</p><figure id="attachment_7742" aria-describedby="caption-attachment-7742" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-7742" src="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Speicher-in-Gharyan-Joerg-Krueger-1024x683.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Speicher-in-Gharyan-Joerg-Krueger-1024x683.jpg 1024w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Speicher-in-Gharyan-Joerg-Krueger-300x200.jpg 300w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Speicher-in-Gharyan-Joerg-Krueger-768x512.jpg 768w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Speicher-in-Gharyan-Joerg-Krueger-1536x1024.jpg 1536w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2023/05/Speicher-in-Gharyan-Joerg-Krueger.jpg 1620w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7742" class="wp-caption-text">Speicher in Gharyan &#8211; Jörg Krüger</figcaption></figure><p>Weniger bekannt, aber nicht weniger beeindruckend war unser Ausflug in die Nafusa-Berge mit Besichtigung der unterirdischen Höhlenwohnungen in Gharyan – noch bis vor wenigen Jahren bewohnt –, das dortige Töpfereihandwerk und die jahrhundertealten Speicherburgen der Berber.<br />Neben der Übernachtung in einem guten und sauberen 3-Sterne-Hotel fehlte es uns auch kulinarisch an nichts. Vom echten italienischen Café Latte, über traditionellen arabischen Kaffee, Couscous mit Lammfleisch oder in Libyen gefangenem Oktopus mit frisch gepresstem Zitronen-Minz-Shake konnten wir nach Belieben genießen – hier natürlich ohne Wein.<br />Neben einer perfekten Organisation vor Ort haben wir uns auch zu jeder Zeit vollkommen sicher gefühlt. Selbst einen Spaziergang nach dem Abendessen vom Restaurant zum Hotel konnten wir ohne Abdo oder sonstige Begleitung unternehmen. Zu keiner Zeit haben wir das Gefühl von Gefahr oder Unsicherheit gehabt.<br />Wir haben die Tage sehr genossen und freuen uns auf eine weitere Reise nach Libyen, diesem faszinierenden Land. Erst seit diesem Frühjahr 2023 ist mit OASE REISEN und seinem engagierten Partner in Tripolis endlich auch ein Besuch der alten Wüstenstadt Ghadames wieder möglich. Deshalb sind wir optimistisch, dass auch der tiefe Süden bald wieder bereisbar ist – mit den Seen von Ounianga zum Beispiel.</p>					</div>
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									<h3 class="wdtc-title entry-title" itemprop="headline"><a href="https://www.oasereisen.de/reise/tour-140-roemische-schaetze-in-libyen-und-einblicke-in-ein-verschlossenes-land/">Tour 140 &#8211; Römische Schätze in Libyen – und Einblicke in ein verschlossenes Land</a></h3>

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									<time class="sr-only" itemprop="datePublished" datetime="2023-05-11T10:36:26+02:00">11. Mai 2023</time>

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		<title>Lagos und das „Hinterland“</title>
		<link>https://www.oasereisen.de/lagos-und-das-hinterland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael@Oase]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 12:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseblog]]></category>
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					<description><![CDATA[Nigeria ist viel besser als sein Ruf – und Guide Confidence Spitze Von Rudolf Nägele Die Beamten der Einwanderungsbehörde von Nigeria haben mir am 10. Mai 2022 nach meiner Ankunft am Flughafen von Lagos ein „Business-Visa on arrival“ mit einmonatiger Gültigkeit abgestempelt. Die Zollbeamten haben mich nett durchgewunken und mit einem noch freundlicheren Lächeln wurde]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Nigeria ist viel besser als sein Ruf – und Guide Confidence Spitze</h3>
<p><b>Von Rudolf Nägele<br />
</b></p>
<figure id="attachment_6568" aria-describedby="caption-attachment-6568" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-6568" src="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2022/10/Rudolf-Naegele-mit-Guide-Confidence-1-847x1024.jpg" alt="" width="300" height="363" srcset="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2022/10/Rudolf-Naegele-mit-Guide-Confidence-1-847x1024.jpg 847w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2022/10/Rudolf-Naegele-mit-Guide-Confidence-1-248x300.jpg 248w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2022/10/Rudolf-Naegele-mit-Guide-Confidence-1-768x929.jpg 768w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2022/10/Rudolf-Naegele-mit-Guide-Confidence-1-1270x1536.jpg 1270w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2022/10/Rudolf-Naegele-mit-Guide-Confidence-1.jpg 1654w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-6568" class="wp-caption-text">Rudolf Nägele mit Guide Confidence</figcaption></figure>
<p>Die Beamten der Einwanderungsbehörde von Nigeria haben mir am 10. Mai 2022 nach meiner Ankunft am Flughafen von Lagos ein „Business-Visa on arrival“ mit einmonatiger Gültigkeit abgestempelt. Die Zollbeamten haben mich nett durchgewunken und mit einem noch freundlicheren Lächeln wurde ich von meinem Guide, Confidence Aguiyi, in Empfang genommen.<br />
Während der Fahrt bei strömendem Regen zum Hotel fühlte ich mich wie ein Trunkener auf einem anderen Stern. Ich konnte es immer noch nicht glauben, dass ich es nach so vielen Jahren mit fehlgeschlagenen Versuchen es endlich geschafft habe – Confidence sei Dank.<br />
Während der beiden Nächte in Lagos logierte ich im „Hotel Bogobiri House“ &#8211; mehr eine kunterbunte Kunstausstellung, als Hotel. Fünf Sterne für dieses empfehlenswerte Drei-Sterne Hotel!<br />
Den ersten Stopp nach dem Frühstück machten wir beim Geburtshaus von <strong>Fela Anikulapo Kuti</strong>. Auf dem Grundstück befindet sich auch sein Grab. Fela wird auch als der Vater der „Afro Music“ betrachtet, deren Stil er in den 1970-er Jahren geprägt hatte. Er war ein Freiheitskämpfer, Politiker, Menschenrechtsaktivist und multi-talentierter Musiker. Er hat dies mit seinem Saxofon-Spiel und seiner Stimme zum Ausdruck gebracht.<br />
Unser nächstes Ziel war der sogenannte <strong>Makoko-Slum</strong> von Lagos. Einen Überblick über dieses weit ausgedehnt Gebiet in einer großen Lagune gelegen, konnte man schon bei der Anfahrt von der am meisten befahrenen Autobahn in Westafrika, aus gewinnen. Diese beeindruckende Ansammlung von Pfahlbauten war früher einmal ein kleines Fischerdorf. Das Gewerbe der Fischer blühte auf und so zogen immer mehr Leute dorthin. Doch dann kamen die Trawler Flotten der Norweger und Asiaten und fischten den Golf von Guinea buchstäblich leer.<br />
Als ich mich in der Piroge hingesetzt hatte, wurde meiner Videokamera erlaubt, alles aufnehmen. Etwa eine Stunde lange fuhren wir in den Kanälen herum. Wir wurden überholt, viele Boote kamen uns entgegen, eine einmalige kunterbunte Kulisse, mit Kindern unter den Pfahlbauten in der Kloake schwimmend.<br />
Von der <strong>Nike Art Gallery</strong> wusste ich vorher so gut wie nichts: Hunderte von bildhaftschönen Figuren von Mensch, Tier und Technik, geschaffen fast ausschließlich aus Metallschrott.<br />
Dann hat mich eine ältere, gutaussehende Dame, auf einer Bank im Vorgarten, angesprochen. Es war Nike Kofo Adeleke, die Besitzerin und Managerin der Galerie. Sie ist die wohl bekannteste Frau in Nigeria. Ich bedauerte das Film- und Fotoverbot. Daraufhin geschah etwas Wunderbares. Sie stand auf, nahm mich an der Hand und erlaubte mit, alles nach Herzenslust zu filmen.<br />
Nach etwa 20 Minuten erschien sie plötzlich im nigerianischen Gala-Outfit nebst übergroßem Hut, so wie sie u.a. auf YouTube-Filmen auftritt. Es hat nicht lange gedauert, bis auch ich in die prächtige Robe eines Königs eingehüllt war. Wir beide hatten auch das für hochgestellte Persönlichkeiten obligatorische Straußenfedern-Zepter in der Hand &#8211; ihres aus weißen, meines aus schwarzen Federn, posierten vor einem lebensgroßen Pferd, aus „edelstem“ Metallschrott von Künstlerhand gefertigt.<br />
Den Ausklang dieses bemerkenswerten Tages bildete ein Besuch im <strong><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Lekki" target="_blank" rel="noopener">Lekki</a> Conservation Centre</strong> (LCC), einem von der Regierung großzügig angelegten Natur- und Vergnügungspark. Wegen unserer kurzen Aufenthalts Zeit in diesem Park hatten wir keine Zeit für Afrikas längste Canopy-Brücke. Dafür konnte ich eine hübsche Affenart aus nächster Nähe beobachten.<br />
Am nächsten Tag ging es zum <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Hain_der_Göttin_Osun" target="_blank" rel="noopener">Heiligen Hain der Göttin</a> Osun in Oshogbo</strong>. Bei der Hinfahrt mussten wir, wegen Arbeiten an der Autobahn, mehrfach in der Gegend von Ibadan, immer wieder durch Wohnviertel und Dörfer fahren. Jeder scheint zu fahren wie er will, rechts überholen scheint die Regel zu sein, es wird aber so gut wie nie gehupt.<br />
Die Gestaltung des „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Hain_der_Göttin_Osun" target="_blank" rel="noopener">Heiligen Hain der Göttin Osun</a>“, hat Susanne Wenger geleitet. Die Grazerin hat mit lokalen Künstlern Ende der 1950-er Jahre ein monumentales Werk der Yoruba-Voodoo-Religion geschaffen, seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe: „New Sacred Art.“ Hunderte, von bis zu 20 m hohen Götterfiguren des Yoruba-Glaubens, sind in einem Waldgebiet am Osun Fluss aufgestellt.<br />
Wir besuchten ihr Haus, in dem sie bis zu ihrem Tod mit 94 Jahren lebte – die einzige weiße Yoruba-Priesterin. Eine Betreuerin des Anwesens hat uns durch die verschiedenen Räumlichkeiten mit Hunderten von Artefakten aus dem Leben von Susanne Wenger geführt. Das Haus vermittelt außen wie innen Einblicke in die Geheimnisse des Yoruba-Kultes.<br />
Der Flug zur neuen Hauptstadt <strong>Abuja</strong> war pünktlich. Auf der Fahrt zu einem Dorf umfuhren wir einen riesigen Felsbrocken. Völlig außerhalb der Saison hat das ganze Dorf für mich eine sagenhafte Show mit afrikanischer Musik und traditionellen Tänzen arrangiert. Alle waren in ihrer Tanzkleidung gekommen. Einige der jüngeren Frauen und Mütter, ihre Vorfahren waren noch Nomaden am Südrand der Sahelzone, waren von bezaubernder Schönheit und Anmut. Die Musik der Diskoplayer war sehr melodisch und hat zum Mittanzen inspiriert.<br />
Ein weiterer Programmpunkt war mein Empfang im Haus des Bürgermeisters. Dann hat der Medizinmann das Ritual einer aufwändigen Voodoo-Krankenheilung zelebriert. Um ihn herum stand nun das ganze Volk, dichtgedrängt in mehreren Reihen. Als die „Geheilte“ nach Krämpfen und spastischen Anfällen wieder allein auf ihren Beinen stehen konnte, gab es spontanen Beifall von allen Seiten.<br />
Nach gut einer Stunde haben wir uns von den Offiziellen der Gemeinde verabschiedet und uns für die Darbietung herzlich bedankt. Auf dem Weg zurück zum Auto, hat uns die nigerianischen Nationalhymne aus den Lautsprechern, begleitet. Ich war wirklich tief davon beindruckt, dass ein ganzes Dorf einem fremden Europäer so eine Show auf den festgestampften Lehmboden zu zaubern vermochte.<br />
Bei den Wasservögeln am letzten Tag am <strong>Jabi-See</strong> konnte ich die folgenden Arten notieren: Afrikanisches Blässhuhn, Blaustirnblatthühnchen, Schlangenhalsvogel, Zwergtaucher und Kuhreiher. Und das neben einer 20 Millionen-Stadt…<br />
Dann bin ich mit einem Zwischenstopp in Douala/Kamerun, glücklich und zufrieden, Richtung Frankfurt abgeflogen. Mitgenommen habe ich zahlreiche positiven Eindrücke von dieser Reise, wobei ich vor allem an die vielen, freundlichen Menschen von Nigeria denke.</p>
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		<title>Mit Hilfe der Engel</title>
		<link>https://www.oasereisen.de/mit-hilfe-der-engel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael@Oase]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Dec 2021 09:49:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseblog]]></category>
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					<description><![CDATA[Weihnachten in den Felskirchen von Lalibela, Äthiopien 5. Januar: noch zwei Tage bis Weihnachten. Kühl ist es im einfachen Zimmer des „Seven Olives Hotel“ in Lalibela: 2.600 Meter über dem Meer. Das Dach Afrikas. Als es früh hinaus in die trockene Kälte geht, ist es sechs. Aber die Uhr an der Rezeption zeigt auf 12.]]></description>
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				<p><b>Weihnachten in den Felskirchen von Lalibela, Äthiopien</b></p><p>5. Januar: noch zwei Tage bis Weihnachten. Kühl ist es im einfachen Zimmer des „Seven Olives Hotel“ in Lalibela: 2.600 Meter über dem Meer. Das Dach Afrikas. Als es früh hinaus in die trockene Kälte geht, ist es sechs. Aber die Uhr an der Rezeption zeigt auf 12. Draußen bewegen sich Menschen im fahlen Licht lautlos, federleicht.<br />Wie in biblischen Zeiten beginnt der neue Tag im christlichen Hochland morgens um 6 Uhr. Die Feste werden nicht nach unserer Zeitrechnung festgesetzt, sondern nach dem julianischen Kalender, ersonnen vom römischen Feldherrn Julis Cäsar: um 13 Tage ist er unserer Zeitrechnung voraus. Auch andere orthodoxe Christen richten sich noch nach dem alten Kalender, wie die Mönche auf dem Berg Athos.<br />Auch sonst ist hier in Lalibela so manches anders: die Kirchen und Kapellen wurden aus dem Fels geschlagen &#8211; Architektur nicht durch Hinzufügen, sondern Reduktion. Es sind die bekanntesten, zum Teil die schönsten und am leichtesten zugänglichen aller Felskirchen im Hochland; über 150 sollen es sein.<br />Lehmwege verbinden die einzelnen Ortsviertel mit Lehm- und Steinhäusern. Die 11 Felskirchen wurden im 12. Jahrhundert aus dem weichen Tuffstein geschlagen, von 500 Handwerkern aus Alexandria und Jerusalem, in nur 23 Jahren. Unmöglich, rätseln Experten: es mussten Zehntausende von Arbeitern gewesen sein. Nein, sagen die Menschen hier: Engel haben nachts weitergemacht&#8230;</p>					</div>
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				<p>Besucher müssen die Schuhe vor Betreten der Kirchen ausziehen &#8211; sie könnten sonst Engeln auf die Füße treten. Schon im 4. Jahrhundert wurde das Christentum von zwei syrischen Wandermönchen nach Äthiopien getragen &#8211; und wurzelte in Axum, ganz im Norden.<br />Die Menschen im Hochland sind von fast grimmiger Gläubigkeit, aber auch von biblischer Sanftheit: schöne, fast aristokratisch wirkend wie Levantiner, doch dunkelhäutig. Am Ortsrand sind sie versammelt, die armen Pilger. Hier stehen noch zweistöckige Rundhütten, tukuls. Pilger sitzen vor kleinen Feuern, einige ohne Schuhe. Esel mampfen Stroh, ein neugeborenes Kind schreit. Einmal im Leben sollte der orthodoxe Christ in Jerusalem gewesen sein. Lalibela mit seinen Felskirchen ersetzt die Pilgerfahrt nach Israel. Der Besuch ist vor allem beim Genna oder Leddet beliebt, dem Weihnachtsfest. Es ist ein Fest des Glaubens, nicht des Konsums. Noch nie wirkte ein Weihnachtsbaum aus Plastik so lächerlich wie im Hotel.<br />Noch einen Tag bis zum Fest. Maryam fordert den Gast auf, mit ihnen Kaffee zu trinken, bunna. Es ist auch hier eine Zeremonie: Grüner Kaffee wird geröstet und in einem kleinen Mörser zerstoßen, der aromatische Duft dem Gast zugefächelt. Frische Blätter dienen als Decke. Wir trinken Kaffee aus kleinen Tassen, traditionell schwarz und ohne Zucker. Und sind gestärkt für den Gang zur Kirche Bjet Giyorgis, der Georgskirche. Es ist die letzte der Kirchen, auch die schönste, weitab der zwei Gruppen mit den anderen 10 Kirchen. Aber wir sehen sie nicht, nur ein paar uralte Olivenbäume.<br />Dann stehen wir am Rand der Grube, darin die 12 m hohe Kirche in perfekter Kreuzform, das Dach zu unseren Füßen, bedeckt mit orangefarbenen Flechten. Gläubige drängen sich durch einen schrägen Gang nach unten zur siebenstufigen Freitreppe, viele beten Rosenkränze. Oben an der Kirche sind Blindfenster ähnlich wie an den Stelen von Axum, darunter maurische Bögen, geschmückte Reliefs, im dunklen Innern exakte Säulen, Rundbögen, eine Kuppel über dem Allerheiligsten: alles aus einem Stück.<br />Mesfin hat sich vom Fremdenführer zum Inhaber einer kleinen Reise-Agentur hochgearbeitet. Er geht voran, vorbei an rötlichen Felswänden und Nischen, durch Gänge, über Rampen, Tunnel und Gräben, die oft in Höhlen enden &#8211; in vielen kauern Bettelmönche wie eine Einsiedlerkrabbe in der Muschel. Nur der Blick auf den Plan der Kirchen lässt den Besucher an vielen Stellen zumindest erahnen, wo er sich gerade befindet, im manchmal modrigen, oft mit Weihrauch durchsetzen Dämmerlicht.<br />Im Norden dominiert die Kirche Medhane Alem, das „Haus des Welterlösers“, größte Felskirche der Welt, 32 mal 23 Meter, 11 Meter hoch. Eine fünfschiffige Basilika, durch die Weltkultur-Organisation UNESCO mit einem gewaltigen, trapezförmigen Schutzdach versehen. Wir sind am Morgen des Weihnachtstages vom 6. Januar hier unterwegs.<br />Über uns stehen leuchtende Sterne &#8211; Halogenlampen im UNESCO-Schutzdach. Die Gläubigen sind ausnahmslos in ihre weißen Baumwolltücher gehüllt, ein monochromes Bild religiöser Gemeinsamkeit, felsenfest. Mesfin zerteilt nun sanft die Menge wie Moses das Meer, zieht den Besucher plötzlich unerwartet hart am Arm: wir stehen am Rand der 12 Meter hohen Felsgrube, aus der sich die Kirche erhebt.<br />Nicht nur die alte Sprache beamt den Besucher in biblische Zeiten, auch die Musik. Dumpf hallen aus dem Kircheninnern Schläge der Qibaro-Trommeln, begleitet von hell metallischen Klängen der Rahmenrassel. Wie ein Klangkörper verstärken die Felswände die Musik, Gesänge, Liturgien, gemeinsame Gebete.<br />Ist es Mitternacht oder sechs Uhr Morgens? Nach welcher Uhr soll man schauen? Irgendwann in der Nacht brennen Tausende von Kerzen in der Kirche, auf dem Dach, in der Menge am Rand der Grube. „Jesus ist geboren“, flüstert Mesfine.<br />Wie gut, dass in der Hotel-Rezeption die Lampen des künstlichen Weihnachtsbaumes nicht mehr leuchten &#8211; Stromausfall.</p>					</div>
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		<title>Traumwüste mit Komfort</title>
		<link>https://www.oasereisen.de/traumwueste-mit-komfort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael@Oase]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 09:17:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseblog]]></category>
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					<description><![CDATA[In Algerien kann man Staunen – und nach langer Zeit wieder sicher reisen Schon in Algier, der weißen Stadt am Mittelmeer, kamen wir nicht aus dem Staunen: prächtige weiße Häuser aus der Kolonial-Franzosenzeit am Küsten-Boulevard, wie in Nizza. Fahrt mit der modernen Metro (einziger auf dem Kontinent) zum ehemalischen Palast des türkischen Gouverneurs am blauen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>In Algerien kann man Staunen – und nach langer Zeit wieder sicher reisen</b></p>
<p>Schon in Algier, der weißen Stadt am Mittelmeer, kamen wir nicht aus dem Staunen: prächtige weiße Häuser aus der Kolonial-Franzosenzeit am Küsten-Boulevard, wie in Nizza. Fahrt mit der modernen Metro (einziger auf dem Kontinent) zum ehemalischen Palast des türkischen Gouverneurs am blauen Meer. Und hoch hinauf in das Gassengewirr der Altstadt, der Kasbah.<br />
Zwei Tage später katapultierte uns ein Tausend Kilometer-Flug von Algier südwestlich nach Béchar nahe der marokkanischen Grenze. Östlich davon erhebt sich ein Gebirge aus Sand. Der Große Westliche Erg ist etwa 300 x 600 Kilometer groß; am südlichen „Ufer“ dieses Sandmeeres liegen hufeisenförmig Oasen, die alle ihren eigenen Charakter haben.<br />
Auf einem Felssporn wurde schon im Mittelalter Taghit gegründet; die verfallene Altstadt mit ihren kariösen Lehmhäusern ähnelt einem Termitenbau. Wir erklimmen einen verwitterten Tafelberg und haben einen grandiosen Blick auf die Oase und die Wüste. Nicht weit hinter Taghit bewundern wir schöne, über 8.000 Jahre alte Felsgravuren auf Felsbrocken mit Elefanten und  Löwen; Gravuren aus der Zeitenwende zeigen groß gehörnte Rinder.<br />
Wir hatten ‚Komfortverzicht‘ erwartet, aber vor dem erneuerten, kleinen Hotel leuchtet hellblau ein Pool, und man erwartet uns im Restaurant vor gedeckten Tischen. Zu sechst sind wir hier unterwegs – alles Menschen, die schon viel gesehen haben und nicht reisen, um am Strand zu liegen: der knorrige Schwabe Hans (grade 80 geworden), das ebenso neugierige Paar aus dem Ruhrpott, Wolf aus Goslar und Peter aus Mainz.<br />
Wir erkunden Timimoun, die ‚Rote Oase‘, den alten Ksar (ehemalige Wohnburg) und den großen Palmenhain mit dem uralten Bewässerungssystem der Foggaras – die Wasserstollen mit leichtem Gefälle wurden einst von Sklaven ausgehoben. Verschleppt aus Schwarzafrika, kamen sie mit Karawanen aus Timbuktu, im heutigen Mali.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignright wp-image-2491 size-medium" src="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2018/04/Assekrem_Hoggar-300x225.jpg" alt="Assekrem Hoggar - Algerien" width="300" height="225" srcset="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2018/04/Assekrem_Hoggar-300x225.jpg 300w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2018/04/Assekrem_Hoggar-600x450.jpg 600w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2018/04/Assekrem_Hoggar-1024x768.jpg 1024w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2018/04/Assekrem_Hoggar-768x576.jpg 768w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2018/04/Assekrem_Hoggar.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />240 km nördlich, außerhalb des Sandgebirges: Ghardaia, bestehend aus fünf einzelnen Oasen mit gestaffelten, pastellfarbenen Häusern. Hier leben noch immer die strenggläubigen Mozabiten – ihr Name kommt vom Tal des M´Zab, wo sie in der lebensfeindlichen Steinwüste die Oasenstädte ab dem 11. Jahrhundert schufen. Das ganze Tal und die Orte mit ihrer kubischen, oft wulstigen Architektur wurde in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen (und 6 andere, vor allem römische Ruinenstädte, wie Tipaza).<br />
Beni Isguen, eine der fünf Oasen, gilt als heilig und ist ganz von einer Mauer umgeben; auf dem Markt werden laut die Preise ausgerufen und gehandelt. Natürlich nur von Männern. Alte Frauen zeigen bis heute nur ein Auge unter dem schwarzen Schleier. Melika wird neben der Moschee von einem weißen, krummen und runden Marabut gekrönt, dem Heiligengrab. Von ihm ließ sich der berühmte Architekt Le Corbusier inspirieren – und von der ganzen Oase.<br />
Drei von uns fliegen noch nach Tamanrasset – ins vulkanische Hoggar-Gebirge, die mit ‚Mondlandschaft‘ nur sehr unzureichend beschrieben ist. Von Algier nach ‚Tam‘, wie alle nur sagen, sind es rund 2.000 km – so weit wie nach Frankfurt. Das Hoggar ragt bis fast 3.000 m in den Himmel – im Zentrum gebildet aus den stehen gebliebenen Basaltfüllungen erloschener Vulkane. Als der Wüsten-Eremit Charles de Foucauld 1905 hier anlangte, lebten dort nur einige Tuareg-Familien. Hans, der jung gebliebene 80-jährige, bleibt noch zwei Tage an der Küste – in Tipasa, 95 km westlich von Algier. Mit seinem römischen Amphitheater, gegrilltem Fisch am Meer und kaltem Rosé. Und ohne andere Touristen – wie auch im Hoggar und auf unserer ganzen Reise.</p>
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		<title>Besteigung des Mount Cameroon</title>
		<link>https://www.oasereisen.de/besteigung-des-mount-cameroon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael@Oase]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 13:04:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseblog]]></category>
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					<description><![CDATA[Besteigung des Mount Cameroon Von Dr. Ulrich Finke, Berlin Was der Kilimanjaro in Ostafrika, ist der Mt. Cameroon mit seinen 4.095 m Gipfelhöhe, ein noch aktiver Vulkan. Ausschlaggebend für die Besteigung waren für uns zwei moderne „Hütten“ die mit deutscher Hilfe vor etwa 5 Jahren errichtet wurden. Damit entfiel das Zelten ohne hygienische Einrichtungen wie]]></description>
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				<p style="text-align: left;" align="center"><b>Besteigung des Mount Cameroon</b></p><p style="text-align: left;" align="center"><em>Von Dr. Ulrich Finke, Berlin</em></p><p>Was der Kilimanjaro in Ostafrika, ist der Mt. Cameroon mit seinen 4.095 m Gipfelhöhe, ein noch aktiver Vulkan. Ausschlaggebend für die Besteigung waren für uns zwei moderne „Hütten“ die mit deutscher Hilfe vor etwa 5 Jahren errichtet wurden. Damit entfiel das Zelten ohne hygienische Einrichtungen wie am „Kili“. Die Infrastruktur war besser als erwartet und Teil für den Gipfelerfolg mit meinem Sohn Martin und mir im Februar 2021. Alles wurde sehr gut von OASE REISEN organisiert.<br />Nach Ankunft am Flughafen in Douala ging es direkt durch dichten Stadtverkehr nach Buea, 70 km. Die Universitätsstadt und ehemaliger Sitz der deutschen Kolonialregierung liegt in ca 1.000 m Seehöhe am südlichen Abhang des Kamerunberges und punktet über mit frischem Klima im Gegensatz zum schwülwarmen Douala. Deshalb zog die deutsche Kolonialverwaltung auch 1901 hierher. Am Abend gab es ein leckeres Dinner in einem lokalen Restaurant und wir waren Einkaufen für die Folgetage – vor allem Wasser und Obst. <br /><img decoding="async" loading="lazy" class="alignright size-medium wp-image-2919" src="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2021/08/Aufstieg-ab-5-Uhr-morgens-300x203.jpg" alt="" width="300" height="203" srcset="https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2021/08/Aufstieg-ab-5-Uhr-morgens-300x203.jpg 300w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2021/08/Aufstieg-ab-5-Uhr-morgens-600x406.jpg 600w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2021/08/Aufstieg-ab-5-Uhr-morgens-768x519.jpg 768w, https://www.oasereisen.de/wp-content/uploads/2021/08/Aufstieg-ab-5-Uhr-morgens.jpg 846w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Per Zufall war just an dem Wochenende der legendäre Bergmarathon „Race of Hope“ angesetzt und das trotz Pandemie. Rund 500 Teilnehmer aus verschiedenen afrikanischen Ländern nahmen Teil. Es geht über 1.100 Höhenmeter, die die Läufer Hin und zurück in unter 4 (!) Stunden bewältigen. Es gewinnt nicht, wer als Erster auf dem Gipfel ist, sondern auch unfallfrei wieder das Stadion in Buea erreicht.<br />Die Folgetage waren dominiert vom zeitigen Aufstehen. Weckruf um 4 Uhr, Abmarsch um 5 Uhr nach einem kräftigenden Frühstück. Es lagen gut 6 Gehstunden mit 1.800 Höhenmetern vor uns. Ziel war die Fako Mountain Lodge in 2.850 m Seehöhe. Noch im Dunkeln liefen wir durch bewirtschaftetes Gebiet der sogenannten Upper Farms und erreichten den Eingang des Nationalparks. Im Ort hinter uns spielte das Lied WAKA WAKA – surreal.<br />Durch den Sekundärwald ging es Schritt für Schritt aufwärts und nach der ersten Hütte schon oberhalb überholten uns die ersten Läufer der Marathonveranstaltung. Beschwerlich ging es weiter und gegen 14 Uhr erreichten wir die Lodge – eher eine komfortable Hütte. Die Marathonläufer waren gegen 16 Uhr alle wieder vorbei in Richtung Tal unterwegs. <br />Wir waren die einzigen Gäste. Warme Dusche und ein Ausruhen im Zimmer machten uns fit für den Folgetag. Es ging wiederum 5 Uhr morgens los in Richtung Gipfel. 1.300 Höhenmeter lagen vor uns. Bruno, der Guide und Boris, der Träger, gingen trotz schwerem Gepäck leichtfüßig in alten Schuhen bergauf. Der Gipfel war nach einem kleinen Abstecher an einen dampfenden Krater am späten Vormittag erreicht. Die Sicht war durch eine dichte Wolkendecke versperrt, aber das Gefühl des Gipfelsiegs grandios. Ein kalter Wind fegte über das Lavafeld.<br />Nach kurzem Verweilen lag noch am gleichen Tag der Abstieg vor uns &#8211; über lange Lavafelder über Camp 1 und Camp 2 bis zur Manns Spring Lodge auf 2450 m Wieder eine herrlich warme Dusche und Ausruhen. Außer uns noch ein belgische Paar &#8211; ein Eventmanager, ebenso Corona-Politik geschädigt wie ich durch seine Regierung. Er hat viel Zeit und machte diese Tour schon das zweite Mal.<br />Am Abend fühlten wir uns wieder einigermaßen fit und entschieden: nicht gleicher Rückweg, sondern durch den Dschungel mit Chance auf Beobachtung von Waldelefanten. Aber: 2.400 m Abstieg ohne Wege sind oberheftig. Die 1.400 bis Buea wären entspannt. Diesmal ging es erst 6 Uhr morgens los – „Ausschlafen“…<br />Der erste Teil des Weges ging noch so grade, ein schmaler Pfad über Lavabrocken. An einem Kratersee wurde vergeblich nach Elefanten Ausschau gehalten. Einen Bullen gab es aber später dann doch noch zu sehen. Ebenso wie eine giftige Gabun-Viper, die sich satt auf dem Pfad sonnte. Ich wäre wohl draufgetreten. Aber unsere immer gut gelaunten Begleiter bahnten uns den Weg mit der Machete durch dichten Dagegen war der Aufstieg nahezu ein Spaziergang.<br />Wir waren schon 13 statt der geplanten 11 Stunden unterwegs. Es dämmerte schon, als wir den Parkeingang erreichten. Dann mit letzter Kraft ins Dorf wo der PKW wartete und uns nach Limbe brachte. Dort warme Dusche und nach einem Bier ins Bett gewankt…<br />Ich bin an die Grenzen meiner physischen Kräfte geraten und fiel in bleiernen Schlaf im ordentlichen Fini-Hotel am Meer. Aber: welch ein beibendes Erlebnis!</p>					</div>
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