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15 Tage
Karawane, Kleinbus

Auf
einen Blick: Der Große Östliche Erg mit einer Ausdehnung von
etwa 500 mal 500 Kilometern ist das Pendant zum Westlichen Erg (s.Tour
120). Dort liegt Timimoun im Süden des Erg; hier ist unser
Ausgangspunkt El Oued. Die Oasenstadt im nordwestlichen Teil des Erg ist
umgeben von hohen Sanddünen."Fortgeschrittenen" und Wüsten-Puristen
bieten sich mit dieser neuen Reise im Östlichen Erg gleich mehrere
Vorteile: durch die Anreise von Frankfurt nach Tozeur im Direktflug sind
Sie schnell am Ziel; die wesentliche geringeren Flugkosten zeigen sich
im Preis der Reise. Und das Ziel sind unberührte Dünengebiete
mit oft turmhohen Sandgebirgen im Süden - zu erkunden mit der längsten
Karawane unseres Programms von fast 11 Tagen Dauer.

Reiseverlauf
1.
Tag: Frankfurt - Tozeur
Linienflug
mit der Tunisair von Frankfurt direkt nach Tozeur.
Die
große Oasenstadt liegt am Rand des Chott el Djerdid, dem größten
Salzsee der gesamten Sahara. Nach der Ankunft (15.45 Uhr, Flugänderungen
vorbehalten) bleibt noch Zeit für einen Bummel, zum Beispiel durch
die Altstadt mit ihrer plastischen Lehmziegel-Architektur. Abendessen
und Übernachtung in einem schönen 3* Hotel am Rand des Palmenhains.
2.
Tag: Tozeur - Bergoasen - Tozeur
(150 km)
Morgens
fahren wir in eine skurrile Berglandschaft, die im weiteren Verlauf die
Kulisse für einen Science Fiction-Film abgeben könnte: Berge
wie riesenhaft vergrößertes, zerknittertes Packpapier, Gesteinsschichten
in Creme- und Ockertönen. Die Erdgeschichte zeigt sich offen wie
in einem aufgeschlagenen Buch. In dieser abgelegenen Gebirgsregion des
Djebel en-Negueneb liegen die drei Bergoasen Chebika, Tamerza und Midès.
Hier wurden viele Szenen des Films "Der englische Patient" gedreht.
Midès
liegt wie eine Bergfestung an einer Schlucht nördlich der Oase Tamerza.
Hier hat sich ein Fluß schleifenförmig in das Gestein gesägt;
unten wachsen Palmen. Während einer etwa einstündigen Wanderung
auf schmalen Pfaden und mit immer neuen Ausblicken erreichen wir wieder
Tamerza. Die Oase Chebika lockt ebenfalls mit einem Fels-Canyon und einem
kleinen Wasserfall. Zweite Übernachtung in Tozeur.
3.
Tag: Tozeur - El Oued - Beginn der Karawane
(170 km)
Nach
einem kurzen Besuch der Oase Nefta (23 km km südlich von Tozeur)
gelangen wir im komfortablen Kleinbus nach weiteren 30 km an die Grenze.
Von hier aus sind es noch gut 80 km nach El Oued. Sie trägt auch
den Beinamen "Stadt der tausend Kuppeln" und gehört neben
Ghardaia und Timimoun (s. Tour 120) zum Weltkulturerbe der UNESCO: die
Häuser werden von Kuppeln oder Tonnengewölben abgeschlossen.
Die zweite Besonderheit dieser Gegend, Souf genannt, besteht in den Anbauschüsseln:
da in den Sanddünen keine großen zusammenhängenden Palmenhaine
gedeihen, wurden die Palmenhaine in einzelnen kleinen Gruppen gepflanzt.
Diese Pflanzungen sind in schüsselartigen Vertiefungen jeweils in
runden "Tälern" der Sanddünen. So kommt man mit den
Palmen einerseits dem Wasser entgegen, muß aber ständig neu
angewehten Sand trotz Palmrippen auf den Dünenkämmen wieder
nach oben befördern - die saharische Version des Sisyphos.
Nach
einem Rundgang durch El Oued beginnen wir westlich der Oase unsere 10
Tages-Karawane. Hier warten bereits unsere Kameltreiber mit den gepackten
und gesattelten Kamelen. Vorbei an den letzten, kleinen grünen Inseln
der Palmenpflanzungen ziehen wir dem gelben, südlichen Horizont entgegen.
Wer möchte, kann in einem der mitgenommenen Kuppelzelte schlafen
- aber eigentlich geht nichts über die Nächte unter dem funkelnden
Sternenhimmel.
4.
- 13. Tag: Karawane im Dünenmeer
In
einer großen, zunächst nach Süden führenden Schleife
ziehen wir weit nach Süden: in Richtung des tiefen Inneren, dem Herzen
des Sandmeeres. Die Dünen werden ab dem vierten Kameltag höher
und prächtiger - oft mit steilen Flanken und von tiefem, satten Ockergelb,
wirken sie wie erstarrte Riesenwogen eines surrealen Ozeans. Unser Karawanenführer
findet immer wieder die besten Passagen entlang der Dünentäler;
wenn es einmal steil ein "Sandgebirge" hinaufgeht, können
wir nicht mehr reiten. Aber solche Passagen sind selten. Diese Reise ist
auch all jenen eine Freude, die keine "Sportskanonen" sind.
Auch bei dieser Tour sind wir täglich im Schnitt 20 x 25 km unterwegs,
gehen und reiten am Vor- und Nachmittag jeweils etwa zweieinhalb Stunden.
Und wie auch bei allen anderen Kamelkarawanen ist neben einem guten "Guide"
und Kamelführern auch ein Koch mit von der Partie. Mittags gibt es
Salate (nach einigen Tagen mangels frischem Nachschub auf der Basis von
Kartoffeln, Reis, etc.), abends nach einer Suppe ein Hauptgericht und
als Dessert meist Orangen und Datteln. Das Brot wird im Sand gebacken
- und ist garantiert sandfrei...
14.
Tag: El Oued - Tozeur (160
km)
Den
letzten Karawanentag lagern wir nicht weit von El Oued und haben hier
bereits die Gelegenheit, uns an einem der Brunnen ausgiebig zu waschen
(das Hotel in El Oued möchten wir Ihnen nach der Karawanentour nicht
zumuten). Am 14. Tag erreichen wir morgens wieder die Asphaltstraße.
Möglichkeit zum Kauf von Souvenirs und Weiterfahrt über die
Grenze nach Tozeur ins Hotel.
15.
Tag: Frankfurt
Morgens
Start zum Direktflug nach Frankfurt; planmäßige Ankunft um
12.05 Uhr.
Reisedaten
und Preise
| 15.10. - 29.10.05 |
1.890 Euro |
| 24.12. - 07.01.06
*
|
1.990 Euro |
Einzelzimmerzuschlag:
+ 80 Euro
Teilnehmer:
5- 10
Leistungen:
Linienflug Frankfurt-Tozeur und zurück mit Tunisar, Programm mit
voller Verpflegung bis auf den letzten Abend, Karawane mit einem Reitkamel.
Einheimische, deutsch- oder englischsprachige Reiseleitung, ausführliche
Reisebeschreibung, Ausrüstungstips, Ansichtskarten, Sicherungsschein.
Nicht im Preis enthalten : Versicherungen,
Visum (30 Euro), Trinkgelder.
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