Tour 121
Tunesien/Algerien

Nomadentraum

10 Tages-Karawane im Östlichen Erg

15 Tage
Karawane, Kleinbus



Auf einen Blick: Der Große Östliche Erg mit einer Ausdehnung von etwa 500 mal 500 Kilometern ist das Pendant zum Westlichen Erg (s.Tour 120). Dort liegt Timimoun im Süden des Erg; hier ist unser Ausgangspunkt El Oued. Die Oasenstadt im nordwestlichen Teil des Erg ist umgeben von hohen Sanddünen."Fortgeschrittenen" und Wüsten-Puristen bieten sich mit dieser neuen Reise im Östlichen Erg gleich mehrere Vorteile: durch die Anreise von Frankfurt nach Tozeur im Direktflug sind Sie schnell am Ziel; die wesentliche geringeren Flugkosten zeigen sich im Preis der Reise. Und das Ziel sind unberührte Dünengebiete mit oft turmhohen Sandgebirgen im Süden - zu erkunden mit der längsten Karawane unseres Programms von fast 11 Tagen Dauer.


Reiseverlauf

1. Tag: Frankfurt - Tozeur
Linienflug mit der Tunisair von Frankfurt direkt nach Tozeur.
Die große Oasenstadt liegt am Rand des Chott el Djerdid, dem größten Salzsee der gesamten Sahara. Nach der Ankunft (15.45 Uhr, Flugänderungen vorbehalten) bleibt noch Zeit für einen Bummel, zum Beispiel durch die Altstadt mit ihrer plastischen Lehmziegel-Architektur. Abendessen und Übernachtung in einem schönen 3* Hotel am Rand des Palmenhains.

2. Tag: Tozeur - Bergoasen - Tozeur (150 km)
Morgens fahren wir in eine skurrile Berglandschaft, die im weiteren Verlauf die Kulisse für einen Science Fiction-Film abgeben könnte: Berge wie riesenhaft vergrößertes, zerknittertes Packpapier, Gesteinsschichten in Creme- und Ockertönen. Die Erdgeschichte zeigt sich offen wie in einem aufgeschlagenen Buch. In dieser abgelegenen Gebirgsregion des Djebel en-Negueneb liegen die drei Bergoasen Chebika, Tamerza und Midès. Hier wurden viele Szenen des Films "Der englische Patient" gedreht.
Midès liegt wie eine Bergfestung an einer Schlucht nördlich der Oase Tamerza. Hier hat sich ein Fluß schleifenförmig in das Gestein gesägt; unten wachsen Palmen. Während einer etwa einstündigen Wanderung auf schmalen Pfaden und mit immer neuen Ausblicken erreichen wir wieder Tamerza. Die Oase Chebika lockt ebenfalls mit einem Fels-Canyon und einem kleinen Wasserfall. Zweite Übernachtung in Tozeur.

3. Tag: Tozeur - El Oued - Beginn der Karawane (170 km)
Nach einem kurzen Besuch der Oase Nefta (23 km km südlich von Tozeur) gelangen wir im komfortablen Kleinbus nach weiteren 30 km an die Grenze. Von hier aus sind es noch gut 80 km nach El Oued. Sie trägt auch den Beinamen "Stadt der tausend Kuppeln" und gehört neben Ghardaia und Timimoun (s. Tour 120) zum Weltkulturerbe der UNESCO: die Häuser werden von Kuppeln oder Tonnengewölben abgeschlossen. Die zweite Besonderheit dieser Gegend, Souf genannt, besteht in den Anbauschüsseln: da in den Sanddünen keine großen zusammenhängenden Palmenhaine gedeihen, wurden die Palmenhaine in einzelnen kleinen Gruppen gepflanzt. Diese Pflanzungen sind in schüsselartigen Vertiefungen jeweils in runden "Tälern" der Sanddünen. So kommt man mit den Palmen einerseits dem Wasser entgegen, muß aber ständig neu angewehten Sand trotz Palmrippen auf den Dünenkämmen wieder nach oben befördern - die saharische Version des Sisyphos.
Nach einem Rundgang durch El Oued beginnen wir westlich der Oase unsere 10 Tages-Karawane. Hier warten bereits unsere Kameltreiber mit den gepackten und gesattelten Kamelen. Vorbei an den letzten, kleinen grünen Inseln der Palmenpflanzungen ziehen wir dem gelben, südlichen Horizont entgegen. Wer möchte, kann in einem der mitgenommenen Kuppelzelte schlafen - aber eigentlich geht nichts über die Nächte unter dem funkelnden Sternenhimmel.

4. - 13. Tag: Karawane im Dünenmeer
I
n einer großen, zunächst nach Süden führenden Schleife ziehen wir weit nach Süden: in Richtung des tiefen Inneren, dem Herzen des Sandmeeres. Die Dünen werden ab dem vierten Kameltag höher und prächtiger - oft mit steilen Flanken und von tiefem, satten Ockergelb, wirken sie wie erstarrte Riesenwogen eines surrealen Ozeans. Unser Karawanenführer findet immer wieder die besten Passagen entlang der Dünentäler; wenn es einmal steil ein "Sandgebirge" hinaufgeht, können wir nicht mehr reiten. Aber solche Passagen sind selten. Diese Reise ist auch all jenen eine Freude, die keine "Sportskanonen" sind. Auch bei dieser Tour sind wir täglich im Schnitt 20 x 25 km unterwegs, gehen und reiten am Vor- und Nachmittag jeweils etwa zweieinhalb Stunden. Und wie auch bei allen anderen Kamelkarawanen ist neben einem guten "Guide" und Kamelführern auch ein Koch mit von der Partie. Mittags gibt es Salate (nach einigen Tagen mangels frischem Nachschub auf der Basis von Kartoffeln, Reis, etc.), abends nach einer Suppe ein Hauptgericht und als Dessert meist Orangen und Datteln. Das Brot wird im Sand gebacken - und ist garantiert sandfrei...

14. Tag: El Oued - Tozeur (160 km)
Den letzten Karawanentag lagern wir nicht weit von El Oued und haben hier bereits die Gelegenheit, uns an einem der Brunnen ausgiebig zu waschen (das Hotel in El Oued möchten wir Ihnen nach der Karawanentour nicht zumuten). Am 14. Tag erreichen wir morgens wieder die Asphaltstraße. Möglichkeit zum Kauf von Souvenirs und Weiterfahrt über die Grenze nach Tozeur ins Hotel.

15. Tag: Frankfurt
Morgens Start zum Direktflug nach Frankfurt; planmäßige Ankunft um 12.05 Uhr.

Reisedaten und Preise

15.10. - 29.10.05 1.890 Euro
24.12. - 07.01.06 * 1.990 Euro

Einzelzimmerzuschlag: + 80 Euro

Teilnehmer: 5- 10

Leistungen: Linienflug Frankfurt-Tozeur und zurück mit Tunisar, Programm mit voller Verpflegung bis auf den letzten Abend, Karawane mit einem Reitkamel. Einheimische, deutsch- oder englischsprachige Reiseleitung, ausführliche Reisebeschreibung, Ausrüstungstips, Ansichtskarten, Sicherungsschein.

Nicht im Preis enthalten : Versicherungen, Visum (30 Euro), Trinkgelder.