|
15
Tage
Geländewagen,
Kamelkarawane

Auf einen Blick: Wir reisen
zunächst westlich und südlch um das "Sandmeer" des
Westlichen Erg und besuchen dort Oasen einen grandiosen Auftakt bildet
Taghit mit seinem labyrinthischen Lehmort vor hohen Dünen. Südlich
des Erg liegt die die "Rote Oase" Timimoun an einer großen
Salzpfanne.
Bei El Golea ziehen wir in die Sandwüste und sind dort eine Woche
mit der Karawane unterwegs. Die erlebnisreiche Reise endet in der Oase
Ghardaia, der unvergleichlichen Wüsten-Pentapolis.
Der Große
Westliche Erg ist etwa 300 x 600 Kilometer groß. Am „Ufer“
dieses “Sandmeeres“ liegen hufeisenförmig Oasen, die
alle ihren eigenen Charakter haben. Grandioser Auftakt dieser Reise ist
die romantische Oase Taghit vor der Kulisse des Erg; die Sanddünen
sind hier besonders hoch. Timimoun im Süden des Erg mit seiner Sebkha
(einem versandeten Salzsee) trägt ihren Beinamen "Die Rote"
mit Stolz und mit Recht. Fast alle Häuser wurden aus dem rötlichen
Lehm der Gegend gebaut und von Mali inspiriert; von hier kamen einst Sklaven-Karawanen.
Die Dünenlandschaft
ist unwirklich schön: ein gelbes Sandgewoge bis zum Horizont, in
dem manchmal einzelne Palmen stehen; darüber wölbt sich ein
tiefblauer Himmel. Hier sind wir eine ganze Woche mit unseren kundigen
Begleitern und gutmütigen Kamelen unterwegs. Bald sind die Tage auf
bisher kaum gekannte Weise ineinander verwoben, bilden die Reisenden eine
enge und doch tolerante Gemeinschaft.
El Goléa
und vor allem Ghardaia im Osten sind mittlerweile Oasenstädte; Ghardaia
besteht aus fünf einzelnen Oasen und wurde aufgrund der einzigartigen
Architektur in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. In Ghardaia können
wir uns in einem der romantischen Privathäuser im Palmenhain entspannen.
Einige werden in den Wintermonaten als Herberge vermietet; im heißen
Sommer genießen die Besitzer hier die kühlere Oase mit plätscherndem
Wasser, reifenden Trauben, Zitronen und Feigen und kümmern sich um
die Dattelpalmen. Es ist nach der Karawane auch besonderes angenehm, daß
wir nicht mehr bei Algier übernachten müssen: Air Algérie
fliegt an jedem Morgen nach Algier, damit Geschäftsleute –
und auch wir – den internationalen Weiterflug erreichen.
Reiseverlauf
1.
Tag: Algier
Flug
(derzeit 14.30 Uhr) von Frankfurt nach Algier. Meist Übernachtung
in einem 5* Hotel am Flughafen Algier.
2.
Tag: Béchar – Taghit
Flug
zur Industrieoase Béchar. Die Straße führt zunächst
über ein düsteres Felsplateau. Umso stärker wirkt nach
120 Kilometern der Kontrast zu 200 m hohen Dünen des Erg. Auf einem
Felssporn vor dem Sandmeer wurde schon im Mittelalter Taghit gegründet;
die verfallene Altstadt ähnelt einem Termitenbau. Übernachtung
in einem kleinen Hotel an den Dünen.
3.
Tag: Taghit – Beni-Abbès – Timimoun
Über
die Oase Igli kommen wir zunächst nach Beni-Abbès. Dort begann
der Eremit Charles de Foucauld 1901 sein Leben in der Wüste als Missionar,
bevor er allein vier Jahre später nach Tamanrasset pilgerte (s.a.
Tour 124). Im Winter 1989/90 drehte hier der Regisseur Bertolucci viele
Szenen seines Films „Himmel über der Wüste“. Wir
fahren weiter durch das Saoura-Tal nach Süden, vorbei an vielen Oasen.
Von der Terrasse unseres Hotels am Rand von Timimoun blicken wir auf die
Palmen und die Dünen des Erg.
4.
Tag: Timimoun und Umgebung
Wir
erkunden die „Rote Oase“ und den großen Palmenhain.
Nachmittags fahren wir zum versandeten Salzsee mit Oasen, gut erhaltenen
Kasbah (befestigten Wohnsiedlungen) und vielen Marabuts (Heiligengräbern).
Zweite Nacht im Hotel von Timimoun.
5.
Tag: Timimoun – El Golea (El Meniaa)
Nach
345 Kilometern durch steinig-sandige und flache Weite erreichen wir wieder
den Erg im Osten in der großen Oase El Golea. Dort ist Charles de
Foucauld begraben. Der schönste Ort für den Sonnenuntergang
ist sicherlich ein Felsen mit der verfallenen Festung des Ortes. Hotelübernachtung.
6.
- 12. Tag: Karawane im Sandmeer
Nicht
weit von El Golea beginnt die Karawane. Bald kennen wir unseren Rhythmus
und den der Tiere, bewegen uns scheinbar jenseits von Raum und Zeit. Wie
auch während unserer anderen Karawanentouren, reist ein Koch mit
uns. Wir schlafen unter dem Sternenhimmel. Am 7. Karawanentag gelangen
wir wieder in die Nähe von El Golea und übernachten wieder im
Hotel.
13.
– 14. Tag: Ghardaia
Die
Oasengruppe liegt 240 km nördlich in abweisender Felswüste.
Besuch der Hauptoase Ghardaia mit dem Marktplatz und den sich himmelwärts
staffelnden, pastellfarbenen Häusern. Beni Isguen ist noch immer
die Heilige Stadt und ganz von einer Mauer umgeben; auf dem Markt werden
laut die Preise ausgerufen. Melika wird neben der Moschee von einem Marabut
(Heiligengrab) gekrönt, von dem sich der berühmte Architekt
Le Corbusier inspirieren ließ - wie von der ganzen Oase. Die anderen
Oasen der Pentapolis sind Bou Noura und Berriane. Zwei Übernachtungen
in einem traditionellen Haus mitten im im Palmenhain.
15.
Tag: Ghardaia - Frankfurt
Rückflug
von Ghardaia nach Algier und von dort nach kurzem Aufenthalt weiter nach
Frankfurt.
Einzelzimmer
in Ghardaia (letzte zwei Nächte) können nicht garantiert werden
(Privathaus im Palmenhain). Auf besonderen Wunsch können Sie stattdessen
im Hotel übernachten (Aufpreis 30, Einzelzimmer 60 Euro).

Reisdaten und Preise:
| 06.04. - 20.04.03 |
1.830
Euro |
| 19.11. - 03.12.03 |
1.750
Euro |
Teilnehmer:
5 -
11
Leistungen:
Linienflüge ab/an Frankfurt, Inlandsflüge Algier- Béchar
und Ghardaia – Algier, Programm mit voller Verpflegung bis auf den
ersten Abend (wenn Übernachtung im 5* Hotel am Flughafen Algier).
Deutsche (ab 7 Teiln.) bzw. deutschsprachige Reiseleitung.

|