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Tour 320 - Kamerun, Zentralafrik. Rep. -

Pygmäen, Gorillas und Waldelefanten

Regenwald-Paradies Dzanga-Sangha


t320-karte.jpg

st19-Dzanga.jpg Reportage (PDF) aus TV HÖREN UND SEHEN vom 9.April 2010

Kommen Sie gleich mit auf die Reise: zur Bildergalerie

Eine Zusammenfassung der Reisehinweise für Kamerun und die Zentralafrikanische Republik hier als PDF zum Download.

Nur wenige Reisende besuchen das schwer zugängliche Regenwald-Reservat Dzanga Sangha im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik. Es ist ein Paradies für viele Tiere geblieben, vor allem für die kleinen Waldelefanten und bedrohte Flachlandgorillas. Trotz des abgelegenen Ziels müssen Sie auf dieser Reise nicht leiden: die Unterkünfte sind überwiegend gut, und im Regenwald gibt es entgegen weit verbreiteter Meinung so gut wie keine Moskitos.

Das Reiseziel ist allerdings nichts für jene, die Tiere im luxuriösen Safari-Stil pünktlich zum Sundowner erwarten: Der Regenwald gibt seine Reichtümer und Geheimnisse nicht so rasch preis. Dennoch lassen sich nirgendwo im Tropenwald besser und leichter verschiedene und interessante Tierarten beobachten als hier. Vor allem „garantierte" Waldelefanten (die hier auf eine mineralhaltige Lichtung kommen), 321_jungerGorilla.jpgJagd mit Pygmäen, Besuch von habituierten Flachlandgorillas sind DIE Attraktionen. Weiterhin sind zu sehen: Sitatungas (Sumpfantilopen), Bongos, die größten Waldantilopen (die sonst kaum zu entdecken sind), Riesenwaldschweine, Büffel, Colobusaffen, viele Vögel, u.a. Ibisse und Graupapageien sowie unzählige Schmetterlinge. Im dichten Wald leben auch Schimpansen und Leoparden.
Zusammen mit den angrenzenden Wildnis-Parks Nouabalé-Ndoki (Republik Kongo) und Lobeke (Kamerun) entsteht ein länderübergreifender „Peace Park". Er ist in verschiedene Nutzungs- und Schutzzonen unterteilt, in denen die hier lebenden Ba´aka-Pygmäen auch weiterhin traditionell leben und jagen können. Jede/r Besucher/in trägt durch die Parkgebühr und durch das Gorilla- und Mangabe-Trekking (ca. 200 € pro Person, beides im Preis enthalten) dazu bei, diese Region mit ihrer immensen Vielfalt zu erhalten.
Wo sonst hat man die Möglichkeit, mit Pygmäen zur traditionellen Netzjagd zu gehen und zu sehen, wie diese letzten Jäger und Sammler leben? Der Tourismus gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Traditionen zu bewahren, darauf stolz zu sein und etwas Bargeld zu bekommen.
Dies wird ermöglicht durch eine Legende, die zu treffen schon allein diese Reise lohnt: Louis Sarno. Geboren 1954 in New Jersey, reiste er 1985 mit einem one way-Ticket nach Zentralafrika, fasziniert von der Musik der Pygmäen. Er kam wegen der Musik, doch dann hielt ihn die Leichtigkeit des Seins im Regenwald. Er lebt hier seit über 23 Jahren allein unter Pygmäen und (Louis Sarno: Der Gesang des Waldes, mein Leben unter Pygmäen, dtv - nur noch antiquarisch, z.B. über Amazon.de).  
Das Schutzgebiet hat auch eine eigene Website auf deutsch, u.a. mit einer Bildergalerie über Gorillas: http://www.dzanga-sangha.org/de/index.php

Seit rund 18 Jahren erforscht die US-Biologin Andrea Turkalo das Verhalten der Waldelefanten. Nirgendwo sonst im äquatorialen Regenwald versammeln sich Tag für Tag so viele Waldelefanten, die ihre Geheimnisse im dichten Tropenwald lange vor den neugierigen Blicken der Wissenschaftler bewahren konnten. Doch auf diese Lichtung („Bai") kommen oft über 100 Waldelefanten - ohne Angst vor Störungen durch Menschen. Der Grund: Das Wasser und der Schlamm sind in der Dzanga Bai sehr salzreich. Mit Stoßzähnen und Rüsseln graben die Tiere die Erde auf und nehmen lebenswichtige Mineralien auf.

So friedlich wie heute leben die relativ kleinen Waldelefanten erst seit 1986, als die Zentralafrikanische Republik mit Hilfe der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und des WWF ein etwa 4500 Quadratkilometer großes Schutzgebiet einrichtete. Die Forschungsstation der Biologin schreckt Wilderer ab, die es auf Elfenbein und Fleisch der Elefanten abgesehen haben - oft sind es arme Menschen, die sich nicht um das seit 1990 geltende weltweite Jagdverbot für Elefanten scheren. 
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Der „Clanchef" und Silberrücken Makumba
Foto: WWF / Angélique Todd

Gorillas: Die Engländerin Angélique Todd lebt und forscht seit nun 10 Jahren in Dzanga Sangha; in einem „Urwaldcamp" leben auch andere Biologen. Sie können sich den Tieren bis auf etwa 7 m nähern. Man braucht erfahrene Spurenleser mit ausgezeichneten Kenntnissen des Walds. Im dichten Unterholz des Parks "verschwinden" selbst große Gorillagruppen von einem Augenblick zum anderen. So besteht die Gefahr, dass Gorillas erschrecken, wenn man ihnen unerwartet begegnet. In Bai Hokou (28 km von der Doli Lodge) kündigen die Beobachter ihr Kommen daher durch Zungenschnalzen an. Im Gegensatz zu Berggorillas leben die hiesigen Flachlandgorillas pro Sippe nicht eng zusammen, sondern zum Teil auseinander. Die Gruppe (14 Tiere) um den Silberrücken Makumba wurde 7 Jahre lang von Biologen diskret beobachtet, bevor seit einigen Jahren maximal je 3 Besucher am Vor- und am Nachmittag für einen etwa einstündigen Besuch zugelassen sind. Eine zweite Gruppe um den Silberrücken Mayale wurde seit 2005 beobachtet und maximal zwei BesucherInnen am Tag sind ab Juni 2009 zugelassen; die Gruppe ist 25 km von der Lodge entfernt und man benötigt hier nur etwa jeweils eine halbe Stunde Fußweg - das ist interessant für ein zweites Trekking und bei individueller Durchführung.

Zimmer in der Doli Lodge am Sangha-Fluß

Wir übernachten in der Doli Lodge, beim Ort Bayanga schön am Fluss gelegen. Ohne luxuriös zu sein, ist sie zweckmäßig und auch mit Sinn für Ästhetik gestaltet. Sie wurde 1996 von der GTZ und dem WWF gebaut und besteht neben dem großen Haupthaus aus Bungalows mit Bad und Terrasse, auch auf Stelzen gebaut. Auf der großen Terrasse kann man mit Blick auf den Sangha-Fluss essen, einem breiten Nebenarm des Kongo. Hier sind auch schöne Sonnenuntergänge zu erleben. Die Lodge ist relativ einfach, aber teuer (ebenso wie die Parkgebühren und Ausflüge).
Nach dem Besuch von Dzanga Sangha fahren wir zurück zu Hauptstadt Yaoundé, übernachten in einem guten Hotel und fahren nach Kribi an den Atlantik. In Kribi kann die Reise noch für weitere Tage am Strand unter Palmen verlängert werden.

Individuelle Durchführung
Diese Reise wird überwiegend individuell durchgeführt; günstig ist es vor allem bei drei oder vier TeilnehmerInnen (in einem Geländewagen) oder ab 5 Teiln. (in einem Allrad-Bus). Aber auch zu zweit bieten wir die günstigsten Preise der (wenigen) Veranstalter, die dieses Reiseziel im Programm haben.
Sie reisen mit einem kundigen, auch englischsprachigen Fahrer zum Nationalpark; dort lokale, kundige Reiseleitung durch den Guide Anicet (er sprich gut Englisch und auch etwas Deutsch). 

Reiseverlauf*

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.

1. Tag: Flug nach Yaoundé

Flug nach Kameruns Hauptstadt Yaoundé via der Hafenstadt und dem Wirtschaftszentrum Douala. Wir empfehlen die hervorragende Schweizer Airline SWISS. Die Vorteile neben besserem Service gegenüber AIR FRANCE: kürzere Flugzeiten via Zürich, einem modernen und übersichtlichen Airport; hier bleibt nicht oft Gepäck hängen wie in Paris-Charles de Gaulle. Flugtage am Fr, So und Di, Anschlussflüge ab /an Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Nürnberg, München. Ankunft in Yaoundé derzeit um 20.35 Uhr. Neben diesen beiden erwähnten Airlines fliegt AIR BRUSSELS als einzige Airline direkt zunächst nach Yaoundé und erst dann nach Douala (Flugtage: Fr und Die, zurück am Sa, Mo, Mi im Sommer, ab Oktober/Winter hin am Mi u. Fr, zurück So, Di, Fr).
Weitere Airlines (die aber nur nach Douala fliegen): ETHIOPIAN (via Addis Abeba) und ROYAL AIR MAROC (via Casablanca). Am Günstigsten (Preise ab ca. 500 € inkl. Tax) ist die libysche AFRIQIYAH ab/an Düsseldorf.
Bei einer individuellen Durchführung verlängert sich dadurch die Reise um einen bis zwei Tage; Mehrkosten durch die Übernachtung in Douala und Fahrt nach Yaoundé auf Anfrage.
Abholung und Übernachtung im Hotel Merina, dem ehemaligen Hotel Mercure. Abendessen im hervorragenden italienischen Restaurant „Café de Yaoundé“ mit zwei offenen Pavillons, gelegen in einem subtropischen Garten. Es gibt z.B. auch einheimischen Capitaine-Fisch oder Crevetten aus Kribi. Preisniveau wie bei einem „normalen“ Italiener bei uns, eher günstiger. Abendessen nicht im Preis enthalten. (M (Flugzeug) / -

2. Tag: Yaoundé - Lomié (350 km)

310_Oasereisen_car.jpgYaoundé, die Hauptstadt Kameruns, hat sich weit über die ursprünglichen 7 Hügel ausgebreitet Die Asphaltstraße endet nach knapp 150 km hinter Yaoundé; wir gewöhnen uns während der kommenden ca. 40 km an die typisch rote Lehmpiste. Die Pisten sind oft verschlammt (vor allem im März/April und Juli/August) und teilweise mit tiefen Löchern gespickt; umgekippte Holztransporter oder ein umgestürzter Baumriese können die Weiterfahrt blockieren. In der Trockenzeit ist dann rötlicher Staub ein ständiger Begleiter; das wird auch durch die Klimaanlage kaum besser, denn der Staub dringt durch alle Ritzen. Wir reisen auch deshalb meist ohne Air Condition, weil man leicht Husten und durch den Wechsel zwischen Kühle und Schwüle auch Erkältung bekommt... 
Die Route führte bisher (bis zum Juli 2009) weiter auf einer neuen Asphaltstraße nach Bertoua, aber östlich davon - s.o. - ist die Piste sehr schlecht. Nach einer weiteren Erkundungsreise im Juli 09 fahren wir nun von Abong Mbang südlich auf einer schmalen Piste, knapp 130 km nach Lomié. Der Vorteil der Route heute und morgen bis Yokadouma: hier fahren kaum Holz-Lkws. Die Piste ist deshalb in besserem Zustand* als die Route von Batouri nach Yokadouma via Gari Gombo, direkt an der Grenze zur CAR (Zentralafrikanische Republik) gelegen.
* Bei "asymetrischen" Regenfällen kann es vorkommen, dass die nördliche Route via Bertoua - Batouri besser ist; in dem Fall fahren wir dort.
Abendessen und Übernachtung im örtlichen Hotel "Raphia" mit einfachen, sauberen Zimmern - mit Ventilator, wenn es nicht gerade einen Stromausfall gibt... (F/ M (Lunchpaket) / A).

3. Tag: Lomié - Yokadouma (240 km)

310_dorf.jpgVon nun aus fahren wir mit jedem Kilometer tiefer in den Regenwald. In Zoulabot, gut 50 km östlich von Loumié, befindet sich ein Sägewerk. Die weitere Piste nach Yokadouma ist nicht auf der Kamerun-Karte eingezeichnet, obgleich sie wesentlich besser ist als die Nordverbindung via Gari Gombo. Wir passieren Dörfer mit Palmblatt-gedeckten Lehmhütten - hier ist alles intakter als auf der nördlichen Route, da hier so gut wie keine Schwertransporter mit Holzstämmen fahren: die einfachen "Brücken" aus Holzplanken tragen sie hier nicht.
Für den Verkauf werden Kakao und Kochbananen (Platanen) angebaut, weiterhin Bananen, Maniok, Gemüse und Erdnüsse. 63 km vor Yokadouma passieren wir nochmals ein Sägewerk und das Dorf Gui. Vor kleinen Läden sehen wir meist auch rote Tondo-Früchte, die dicken Chilis ähneln und eine Leibspeise von Gorillas sind, die in den Wäldern leben. Die etwa 50 km vor dem Dorf sind so gut wie menschenleer.
Die kleine Provinzstadt Yokadouma - ohne Asphalt, mit Holzhäusern und Veranden, Shops und Bars, bietet Wildwest-Charakter. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Holzeinschlags. Abendessen und Übernachtung in Yokadouma, Hotel Elephant (Ventilator im Zimmer und Moskitonetz), einfach. 
(F/ M (Lunchpaket) / A).  

4. Tag: Yokadouma – Libongo (230 km) - Doli Lodge, Zentralafrik. Republik (50 km auf dem Dzanga-Fluss)

Die Fahrt über Nola/CAR haben wir seit Sept. 2008 eingestellt: die Militärs wurden seit langem nicht mehr bezahlt; es hat sich ein "Raubrittertum" herausgebildet; pro Strecke sind p.P. etwa 150 € zu zahlen. Auch sind oft Brücken beschädigt oder Fähren funktionieren nicht. Nun müssen das oder die Fahrzeuge in Kamerun bleiben und wir in Dzanga Sangha (ein) Fahrzeug(e) anmieten; dadurch verteuert sich die Reise, aber bietet mehr Komfort.
Frühe Abreise (6 Uhr) nach Mboy an der Grenze zur RCA, 53 km, und knappe 200 km weiter südlich durch fast menschenleeren Wald zum Holzfällerort Libongo. Die Stadt besteht aus sauber gearbeiteten, geräumigen Holzhäusern, von denen viele farbenfroh angestrichen sind. Sägewerke und Handel durch Flusstransporte verhalfen dem Ort zu einem bescheidenen Wohlstand.
Fahrt mit einem Motorboot etwa 20 Min. nach Lidjombo auf der CAR-Seite; dort war bis vor etwa 20 Jahren eine Kaffeeplantage von Jugoslawen. Ausreisegebühr Kamerun: 5.500 CFA; Einreise CAR: 5.000 CFA. Weiterfahrt von max. anderthalb Stunden stromaufwärts bis zur Doli Lodge.
Das Fahrzeug oder die Fahrzeuge bleibt/bleiben in Libongo; Fahrt mit einem modernen Boot mit Außenbordmotor ca. 10 km auf dem Sangha-Fluss nach Lidjombo (Formalitäten für die Einreise in die Zentralafrik. Republik) und weitere ca. 40 km zur Doli Lodge beim Ort Bayanga; am Vortag wäre das nicht mehr zu schaffen gewesen Die Lodge liegt direkt am Fluss und wurde ganz aus Holz erbaut. Sie wird von einem großen, offenen Restaurant mit Bar dominiert, das über einen Steg zu erreichen ist und auf Stelzen direkt hinter dem Flussufer gebaut wurde, wo wir anlegen. Die 4 Bungalows bieten jeweils zwei geräumige, geschmackvolle Zimmer mit großer Terrasse zum Fluss.
Einführung in das Ökosystem Regenwald und Informationen über das Regendwaldreservat durch einen Mitarbeiter des Nationalparks - meist ist es der kundige Guide Anicet.
Ab dem frühen Nachmittag Besuch der Dzanga-Bai (übersetzt: Elefanten-Lichtung), jeweils etwa eine Dreiviertelstunde Autofahrt und Fußmarsch. Mit unserem Pygmäen-Führer geht es durch einen Fluss, an dessen Ufer oft viele Schmetterlinge zu sehen sind - hier wurden bisher 316 Arten aus 10 verschiedenen Gattungen gezählt.
Sie durchwaten Sie einen Fluss, der schon sehr deutlich durch zahlreiche Fußstapfen und Dung als Elefantenterritorium gekennzeichnet ist. Von einem geräumigen Hochsitz können wir stundenlang aus nächster Nähe am Familienleben der Waldelefanten teilhaben. Hier sind immer zwischen 30 und oft auch über 100 Dickhäuter zu sehen. Auch Büffel sind oft zu beobachten, die meist geruhsam im Schlamm liegen, ebenfalls die sonst sehr seltenen Sitatungas (Sumpfantilopen). Oft kommt auch eine Herde von Riesenwaldschweinen ins Blickfeld.

Mit etwas Glück sehen Sie auch eine Gruppe der majestätischen Bongos mit ihren charakteristischen weißen Längsstreifen im haselnussbraunen Fell. Durch die Zerstörung der Tropenwälder sind sie in Westafrika fast ausgerottet und leben bis zum Ostrand des Kongobeckens sowie in den Hochwäldern Kenias. Auch ihnen bietet die Bai lebenswichtige Mineralstoffe. Riesige Graupapageienschwärme lärmen hier oft bis zu ihrem Abflug auf der Lichtung.
Am Nachmittag Rückfahrt zur Lodge; Abendessen auf der großen Terrasse am Fluss. (F/ M (Lunchpaket) / A). 

5. Tag: Gorilla- und Mangabe-Trekking

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Foto: WWF / Chloé Cipoletta
Insgesamt leben im Reservat und im Nationalpark etwa 3.000 Gorillas. Im Gegensatz zu den gut erforschten Berg-Gorillas (vor allem durch Diane Fossey) wurde mit Studien über Flachlandgorillas erst ab den 80er Jahren begonnen.
Dieser Ausflug beginnt morgens mit einer etwa anderthalb stündigen Jeepfahrt zur Lichtung (Bai) von Hoku, 28 km schmaler und schlechter Piste. Seit 2005 ist diese Gruppe von Flachlandgorillas max. je drei BesucherInnen am Vor- und am Nachmittag zugänglich. Die Familie besteht aus dem Silberrücken Makuba, drei weiblichen und 9 Jungtieren. In einer Rasthütte nahe des Camps der Biologen kann der zweite Teil der Gruppe (bei einer Gruppengröße von mehr als drei) warten, wenn sie mit dem Trekking der halb zahmen Mangabe-Affen fertig ist. Die erste Gruppe zu den Gorillas unternimmt diesen Besuch anschließend; es sind rund 50 Tiere. Sie können gut bei der Futtersuche und beim Sozialverhalten beobachtet werden.
Denken Sie an Wasser, Lektüre und Essen. Von hier nehmen unsere Guides der Ba´aka die Spur auf, wo die Gorillas am Vortag gesehen wurden. Der Weg zu den Gorillas - über zwei Bais, Lichtungen - dauert je nach Lage etwa anderthalb bis zwei Stunden. Die breiten, oft tunnelartigen Wege wurden zum Teil in Generationen von Waldelefanten „gebaut". Jederzeit können Sie hier auf Elefanten stoßen. Im dichten und entsprechend dunklen Wald kommen Sie aber nur mit ein paar „Tricks" zu guten Bildern; die besten Ergebnisse liefern hier digitale Kameras (mit manueller Belichtungs-Korrektur in Richtung Minus und Einstellung auf mehr Farbe und Kontrast). Abendessen und zweite Übernachtung in der Lodge.
(F/ M (Lunchpaket) / A).

6. Tag: „Workshop" und Jagd mit Pygmäen

Morgens Fahrt von etwa einer Stunde; eine Gruppe von Pygmäen ist schon dorthin auf schmalen Pfaden zu Fuß gegangen. Sie zeigen ihre erstaunlichen Fähigkeiten, Medizinpflanzen zu nutzen; Frauen bauen sehr rasch traditionelle Laubhütten. Mit unglaublicher Geschicklichkeit bahnen sich die kleinen Menschen ihren Weg durch den Urwald und spannen ihre Netze. In die aneinander geknüpften, hüfthohen Netze werden Ducker (Kleinantilopen) oder auch Stachelschweine getrieben. Die Pygmäen erläutern und erklären Ihnen auch die Suche von Heilpflanzen und ihrer Bedeutung. Aus den Fasern einer speziellen Liane werden Seile für die Fangnetze geflochten.
Gegen Mittag Fahrt zurück zur Doli Lodge. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. (F/-/A).

Fakultativer Ausflug (pro Person 100 € bei 2 - 4 Teiln. inkl. Fahrzeug und Park-Eintritt): Fahrt zu den Salinen bei der Bai Hokou nahe des Gorilla-Camps.
Es ist eine interessante Gruppe von Salinen (Bais), landschaftlich schön, meist wildreich und nicht anstrengend, etwa zwei Stunden Gehen (aber es ist oft nass, es müssen auch Bäche durchquert werden = alte Schuhe mitnehmen, zusätzlich Sandalen): Wanderung zu mehreren Bais, die oft von einzelnen Elefanten, Sitatungas und Riesenwaldschweinen und seltener auch von Bongos und Menschenaffen besucht werden; auch ein Leopard wurde schon gesichtet. Am ehesten werden Sie Ducker-Kleinantilopen begegnen.

7. Tag: Doli Lodge und Umgebung
Es ist ein verständlicher Wunsch, noch einen zweiten Gorilla-Besuch individuell anzuhängen, noch mehr von Pygmäen zu lernen und zu erfahren (etwa den Bau von Laubhütten oder Tänze), nochmals zur Elefanten-Bai zu fahren oder einen Ausflug mit Fischern auf dem Dzanga-Fluss im Einbaum zu unternehmen. 
Sie haben deshalb die Möglichkeit, hier einen halben Tag ganz individuell unterwegs zu sein - oder nur auf der Terrasse am Fluss zu sitzen, um das Erlebte zu verarbeiten. Aktivitäten können Sie über uns oder - wenn Sie sich spontan entscheiden wollen - in der Lodge bezahlen: z.B. ein zweites Gorillatrekking à umgerechnet 152 € und ein Fahrzeug für einen Tag = mehr als 4 Stunden (geteilt durch die Mitreisenden) à 152 € inkl. Fahrer und Sprit; hinzu kommt wiederum der Eintritt in den Nationalpark von 15.000 CFA bzw. etwa 23 €. Günstiger ist ein Besuch von Pygmäen im Dorf von Louis Sarno (nicht im Nationalpark gelegen) und knapp 4 km von der Lodge entfernt, dadurch auch zu Fuß gut zu erreichen. 
Vierte Übernachtung in der Doli Lodge. (F/-/A).


8. Tag: Doli Lodge - Libongo - Lomié (50 km Flussfahrt und 430 km)

Abreise bis 7 Uhr. Wir verlassen die Doli Lodge nach Libongo, wo unser/e Fahrzeug/e auf uns wartet/n. Wir erreichen nach 220 km wieder Youkadouma (auf Wunsch Mittagessen oder in "Eigenregie - Bananen, Brot, Kässe, etc.) und fahren weiter nach Lomie, s. 3. Tag. (F/-/A).

9. Tag: Loumié – Douala (590 km)

Ein längerer Fahrtag, aber über 400 km auf guter Asphaltstraße. Es geht wieder nach Abong Mbang und weiter westlich nach Yaoundé, von dort 240 km auf breiter Straße nach Douala, der „Wirtschafts-Hauptstadt“ mit einem bedeutenden Hafen. Übernachtung im deutsch geführten "Seemannsheim" mit Pool oder in einem guten Stadthotel. (F/-/-).  

10. Tag: Douala – Kribi (170 km)

Fahrt auf guter Straße nach Edéa am breiten Sanaga-Fluss; von hier sind es noch rund 110 km nach Kribi. Der Strand mit feinem Sand erstreckt sich vor der Kulisse von Kokospalmen vor dichtem Regenwald. Übernachtung im Hotel "Le Phare", alternativ im benachbarten "Coco Beach (s.u.): Zwei parallele Hauptgebäude, zweistöckig, grenzen an einen großer Pool, und den Sandstrand. Einfache, schöne, „minimalistisch“ gestylte Zimmer – neben dem Ilomba Beach das beste Hotel in Kribi, französische Besitzer.
(F /-/-). Alternative Hotels in Kribi s.u. 

11. Tag: Kribi und Umgebung

Eine schöne Wanderung entlang des Strandes führt etwa 5 km südlich zu den Wasserfällen von Lobé, der sich 30 m über Stromschnellen ins Meer stürzt. Sie können auch im Hotel einen Ausflug auf dem Lobé-Fluss buchen oder nur am Strand liegen.
(F/-/-).

12. Tag: Kribi - Douala (170 km) - Rückflug

Nachmittags Fahrt zum Flughafen von Douala. SWISS: Abflug um 21.55 Uhr; AIR FRANCE und BRUSSELS AIRLINES ähnlich.

13. Tag: Ankunft

Morgens Ankunft (SWISS: 06.25 Uhr) und Weiterflug zu Ihrem Zielflughafen.

 

Kribi, andere Hotels:

Der Ort wurde von den Deutschen gegründet, aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg stammen noch die restaurierte Kirche und einige Handelshäuser. Heute ist Kribi rund 20 km lang; der Nord- und Süddteil wird überwiegend von Hotels geprägt: wie auch in Limbe sind sie meist hässlich… von den etwa 30 Hotels ist die Hälfte schon wieder halb verfallen oder geschlossen – die meisten wurden von korrupten Beamten mit gestohlenem Geld gebaut, ohne Planung und KnowHow. Neben dem hier ausgewählten Hotel "Coco Beach" gibt es nur noch zwei wirklich gute Hotels:

 

Hotel Coco Beach: direkt am Meer; das Hotel hat nur 10 Zimmer und befindet sich nahe des alten Kribi mit dem Leuchtturm, der Kirche und anderen Gebäuden aus der deutschen Zeit. Die Zimmer klimatisiert - nicht sehr groß, aber angenehm. 5 von den Zimmern haben Meerblick; die Atmosphäre ist relaxed und freundlich. Von der oberen kleinen Restaurant-Terrasse haben Sie einen tollen Blick auf den Strand.

Hotel Ilomba: die 14 klimatisierten Bungalows sind geschmackvoll eingerichtet und in einem Garten mit tropischer Vegetation, nahe des Palmenstrandes. Sie können sich auch in der geschmackvollen Lounge oder auf der großen Terrasse aufhalten. Das Hotel liegt ganz im Süden, etwa 8 km vom Ort entfernt, nahe der Wasserfälle des Lobé.
45 € p.P. im DZ pro Nacht mit Frühstück, 60 € im EZ.

Hotel Le Phare, Verlängerung: 45 € p.P. im DZ pro Nacht mit Frühstück, 60 € im EZ. Es stehen zwei geschmackvolle Suiten zur Verfügung, eine im Penthouse-Stil auf zwei Ebenen, mit direktem Meerblick, mit zwei bzw. einem Schlafzimmer; 160 € mit Frühstück.  

Transport nach Douala (170 km) dann per Bus oder im Mietwagen mit Fahrer, 100 €.

Leistungen: Reiseprogramm und Hotelübernachtungen wie angegeben, Halbpension (Frühstück und Abendessen) bis auf den ersten Abend (Yaoundé) und in Yaoundé/Kribi vom 9.-12. Tag - kein Abendessen),  lokale, englisch- und französischsprachige Reiseleitung, genannte Aktivitäten, Gorilla- und Mangabe-Trekking.

Nebenkosten: Internationale Flüge (ab ca. 800 €, s. „Flüge"); Visakosten und auf Wunsch -Beschaffung (Kamerun 90 €, Zentralafrikanische Republik 80 €); Ausreise- und Einreisegebühren in Kamerun und in der Zentralafrikanischen Republik (ca.30 €), Nationalpark-Gebühren von 15.000 CFA-Franc/23 € pro Tag; Mittagessen, Abendessen am 1. und vom 9.-12. Tag; Ausreisegebühr am Flughafen in Douala (10.000 CFA = ca. 15 €); Versicherungen, Trinkgelder.

Einzelzimmer, einfaches Zimmer in der Doli Lodge
In der Doli Lodge (Dzanga Sangha) kann die Übernachtung im Einzelzimmer nicht immer garantiert werden. Sollte kein EZ verfügbar sein, reduziert sich der EZ-Zuschlag für die 3 Nächte dort um 60 €.

Preissteigerungen: Die Nationalparks werden von verschiedenen Organisationen und Trägern verwaltet (WWF, GTZ, Regierung, Kommunen). Die genannten Preise basieren auf den uns bekannten Tarifen. 
Preissteigerungen müssen aufgrund knapper Kalkulation an Kunden weiter gegeben werden: entweder vor Ort durch Zuzahlung oder bei rechtzeitiger Bekanntgabe durch Nachbelastung von OASE REISEN.


Homepage: www.oasereisen.de

 


Termine/Preise:

02.12.-15.12.2010

1990.00€

31.12.-12.01.2011

1990.00€

04.02.-16.02.2011

1990.00€

04.03.-16.03.2011

1990.00€

Basispreis: ab 1.990 € bei 7/8 Teiln. + Flugpreis (ab ca. 800 €) Einzelz.zuschlag 230 €