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Tour 300 - Kamerun, Tschad -

Authentisches Afrika

Ganz Kamerun mit Tschad und ethnischen Highlights! Verlängerg./Kombis: z.B. Südwestkamerun, Tschadsee/Tschad


Detailkarte mit Route Nord-Kamerun

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Neuer Routenverlauf: Mit den Alantika-Bergen und dem südwestl. Tschad!
Auf den Spuren des Erfolgsautors Nigel Barley, « Traumatische Tropen » bei den Dawayo in Nord-Kamerun. Das Buch erhalten Sie nach der Buchung kostenlos, zusammen mit einer Detailkarte.
Rezension

Eine Zusammenfassung der Reisehinweise für Kamerun und Tschad hier als PDF zum Download.

Geänderter Reiseverlauf im August (mit Südwest-Kamerun)

Reiseziel

Das Basisprogramm kann nach vorn oder hinten erweitert werden, s.u. und Button oben, „Verlängerungen".

300_garoua.jpgEs gibt keine andere Reise auf dem Markt, die Ihnen zu diesem Preis Kamerun und vor allem auf dieser Route erschließt: vom Atlantik in den „Hohen Norden" und mit einem ethnisch sehr interessanten Teil des Tschad. Und: hier werden nicht einfach Sehenswürdigkeiten „abgehakt". Sie tauchen ein in afrikanisches Leben, begegnen Menschen „auf Augenhöhe", besuchen Projekte und abgelegene Dörfer. Und wir lassen sie nicht in einer Staubwolke hinter uns - Sie können z.B. auch in einem der Familien- Lehmgehöfte in Kamerun übernachten und je nach Saison der der Ernte helfen.

Unser Reiseziel gehört zu den schönsten in Afrika: Kamerun wird aufgrund der verschiedenen Klimazonen und Landschaften auch „Afrika im Kleinformat" genannt. Wir konzentrieren uns vor allem auf den besonders urwüchsigen und abwechslungsreichen Norden. Die landschaftliche und ethnische Vielfalt ist großartig, die Fahrstrecken in Nordkamerun sind nicht lang.

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Sie erleben unverkrampft viele Facetten Afrikas, Kameruns: auf dem Weg von Douala nach Yaoundé besuchen wir zunächst eine Palmöl-Plantage. Im Norden wandern wir in ein abgelegenes Dorf der Koma, die in den Alantika-Bergen an der Grenze zu Nigeria noch immer traditionell leben, fahren in das "Valée des Rôniers" wo Nigel Barley zwei Jahre bei den Dawayos lebte, übernachten in einer Missionsstation. Über die „Hauptstadt des Nordens", Garoua, geht es in den Tschad, der hier in Kameruns „Achselhöhle" hineinragt: nach Léré und zum See von Léré mit Hippos und Krokodilen. Wir besuchen auch dort den König der Moundang, können aber leider nicht jede seiner etwa 70 Frauen einzeln begrüßen... Wir sind je nach Saison bei der Hirseernte (im Okt./Nov.) oder bei der Baumwollernte dabei (Februar/März). Vor dem Besuch der Vulkanberge von Rhumsiki und unseres Gästedorfes sind wir auf dem Sonntagsmarkt von Mora, einem der schönsten ganz Kameruns. Entlang herrlicher Dörfer der nördlichen Mandara-Berge kommen wir nach Oudjilah, Sitz des Chefs der Podoko, mit seinen etwa 50 Frauen - sie werden auch südlich bei den Kapsiki (allesamt Animisten) weniger nach Schönheit, als nach Tauglichkeit für die Feldarbeit ausgewählt.
Die Reise führt weiter zum Markt von Pouss am Logone-Fluss, Grenze zum Tschad, und endet in topfebener Landschaft, dem Boden des einstigen Tschad-Meeres. Dort durchqueren wir den Waza-Nationalpark, und fahren hoch in den Norden zum Park von Kalamaloué, wo wir meist viele Elefanten sehen. Das Töpfer- und Künstlerdorf Gaoui bei N´Djamena, Tschad, wird uns ein ganz anderes Bild hinterlassen, als es die Medien gerade von diesem Land gern zeichnen. Reisen ist allgemein gut gegen Vorurteile - diese ganz besonders.

Auch für diese Tour sind fazinierende Vor- oder Nachprogramme und Kombinationen möglich: bei Flügen mit ETHIOPIAN AIRLINES in Äthiopien z.B. ab 2 Tagen vorher oder nachher (z.B. Felskirchen von Lalibela) oder eine ganze Woche (historische Route mit Tanasee, Gondar, Lalibela, Axum oder dem Semien-Bergland), in Kamerun durch zwei Vorprogramme (Besteigung des Mt. Cameroun oder Südwest-Kamerun), im Tschad bis an den Südrand der Sahara und zum Tschadsee. Details: s. Button oben (Verlängerungen) oder direkt hier.

Flugmöglichkeiten: mit ETHIOPIAN AIRLINES via Addis Abeba (empfohlen), mit ROYAL AIR MAROC oder mit AIR FRANCE.
ETHIOPIAN AIRLINES: wir haben für alle Reisetermine jeweils ein Kontingent von Flügen reserviert (was bei AIR FRANCE nicht möglich ist); Preis inkl. Tax und Bahnfahrten nach/von Frankfurt derzeit 900 €.

Reiseverlauf

1. Tag (Sa): Abflug

ETHIOPIAN AIRLINES: Abflug nach Addis Abeba am Samstag derzeit um 23.15 Uhr.
AIR FRANCE: Am Vortag (Fr) Flug nach Paris, um 13.50 weiter nach Douala, Ankunft um 19.20 Uhr. Zusatzübernachtung mit Frühstück von Fr auf Sa: 25 € p.P. im DZ, 50 € im EZ.

Abholung und Übernachtung im Deutsch geführten "Seemannsheim" mit guten Zimmern/Pool oder (wenn keine Zimmer verfügbar) im ehemaligen Kolonialhotel "Beau Séjour", ruhig in der Stadtmitte mit Hafenblick in den höheren Etagen, renovierte, klimatisierte Zimmer, mit Pool auf dem Dach.

2. Tag: Douala - Yaoundé (235 km) – Bahnfahrt nach Ngaoundéré

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Ankunft in Douala (1940)

ETHIOPIAN AIRLINES: Ankunft in Addis Abeba um 07.25 Uhr Ortszeit; Weiterflug um 08.50; Ankunft in Douala um 11.25 Uhr Ortszeit, die unserer Zeit entspricht. Rundfahrt durch die lebhafte „Wirtschaftshauptstadt" Douala; das Klima ist hier ganzjährig feuchtwarm. Fahrt nach Edéa (60 km), gelegen am breiten Sanaga-Fluss.
Weiterreise zur Hauptstadt Yaoundé; sie bedeckt heute weit mehr als die ursprünglich 7 Hügel. Meist hässliche Prunk- und Zweckgebäude kontrastieren mit der Armut, und der pompöse Präsidentenpalast auf einem Hügel ist ein Symbol der korrupten Regierung unter dem seit 1983 amtierenden Paul Biya. Wir haben eine Stadtübersicht vom Mont Fébé und besuchen das Benediktinerkloster, wo „unser" Papst im März 2009 während seines Besuchs übernachtete.
Die Abfahrt des Zuges nach Ngaoundére (rund 800 km) ist für 18.10 Uhr vorgesehen - man schmunzelt bei einer solchen Zeitangabe, aber der täglich verkehrende Zug ist tatsächlich fast immer pünktlich - im Norden fährt der Gegenzug um die gleiche Zeit, und es gibt nur eine Ausweichstelle. Der Zug besteht aus Waggons mit Sitzbänken (2. Klasse) und Waggons mit Abteilen 1. Klasse. Übernachtung in 2er-Abteilen der 1. Klasse (sauber bezogene Liegen); Essen im Abteil. In den Gängen wachen Security-Mitarbeiter.

3. Tag: Ngaoundéré - Finyolé (280 Straßen-km)

Der Zug hält nachts in den ersten 5 Stunden oft quietschend an kleinen Bahnhöfen. Dann fahren wir mehrere Stunden durch weitgehend unbewohnte Feuchtsavanne. Im Idealfall erreichen wir Ngaoundéré gegen 8 Uhr. Wir sind nun im Herzen des Hochlands von Adamoua, das zu Beginn des 19. Jhds. von Reiterheeren der Fulbe zum Teil islamisiert wurden, die in vielen Orten lokale Herrscher (Lamidos) einsetzten; diese traditionellen Lamidate gibt es bis heute. Besuch des Lamido-„Palastes" ganz aus Lehm, mit einem 15 m hohen Strohdach.
Auf der N 1 geht es durch dichte Savanne nordwärts - östlich beginnt hinter Mbé der Bénoué-Nationalpark. Wir halten uns aber 190 km hinter Ngaoundéré westlich und fahren auf einer - noch - passablen Piste (Naturstraße) zum Ort Poli. Es geht weitere 25 km nach Finyolé; Übernachtung in der Katholischen Mission (gegründet 1951) hinter der Schule, vor alten Bäumen (Zelte, ruhiger Platz, einfache Toilette und Waschmöglichkeiten sind vorhanden).

4. Tag: Finyolé - Wangai - Bimlerou (80 km + ca. 2 Stunden zu Fuß)

Vor der Weiterfahrt nach Südwesten über den Ort Voko gehen Sie etwa eine Stunden durch das Land der Dowayo, bekannt geworden durch Nigel Barley und seinen Bestseller „Traumatische Tropen“. Sie besuchen eine alte Schädelstatte der Dowayo.

Schon von Weitem sehen Sie die schartige Kette der Alantika-Berge und fahren an den Fuß der Berge westlich, wo die Felsnadel von Saptou wie eine Riesenfigur aus Galapgos hoch oben den Trümmerberg dominiert. Die Piste nach Tchamba an den Alantika-Bergen ist seit Jahren durch eine vom Hochwasser zerstörte Brücke unterbrochen - die Regierung im fernen Yaoundé kümmert´s wenig, vor allem nicht in einer solch armen Gegend. Wir fahren deshalb westlich nach Voko (knapp 40 km) und durch einen Teil des Faro-Naturreservats, dem größten (330.000 ha) Schutzgebiet des Nordens. Es dämmert seit Jahrzehnten vor sich hin, und es gibt kaum befahrbare Pisten.

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Koma-Frauen

Die Ruhe wäre gut für hier lebende Tiere - sogar Geparden, Elefanten, Giraffen, Büffel, noch einige Nashörner, Hippos, Antilopen und Affen. Aber in Faro darf gejagt werden, und gegen entsprechende Gebühr (die meist in falsche Taschen wandert) sind weiße Jäger hier dabei, die letzten Elefanten hier zu erlegen.
Mit einigen Trägern und dem Nötigsten für eine Nacht nehmen wir den Bergpfad unter die Füße.
Nach dem überwiegend moslemischen Wangay (mit einem Lamido) gehen wir etwa zwei Stunden in der Ebene nach Bimlerou Bas; hier leben schon viele Koma, am Fuß der Berge. Zeltübernachtung.

5. Tag: Bimlerou Bas - zu Dörfern der Koma

Es geht anderthalb bis zwei Stunden auf schmalem Pfad bergauf nach Librou, dem ersten unverfälschten Koma-Dorf. Hier gewinnen wir die ersten, unvergesslichen Eindrücke von der Lebensweise der Koma. Fast alle Frauen tragen Blätterröcke, und rauchen begeistert Pfeife mit selbst angebautem Tabak. Die kunstvollen Pfeifen können Sie dort kaufen. Die Menschen sind vollkommen natürlich und wir bitten, vor allem beim Fotografieren behutsam vorzugehen und nicht sofort die Kamera zu zücken... nehmen Sie sich Zeit.
Je nach Lust und Kondition geht es weitere anderthalb Stunden - diesmal recht steil - hoch zum Dorf Nagamalou, gelegen in einem Felskessel. Abstieg von gut einer Stunde, Zeltübernachtung in Librou.

6. Tag: Alantika-Berge - Garoua (230 km)

Wir wandern etwa 3 Stunden durch die schöne Landschaft zurück nach Bimlerou Bas und bis Wangai, fahren nochmals durch den nordöstlichen Teil des Faro-Reservats nach Voko und erreichen wieder Finyolé. Von hier aus geht es etwa 110 km auf einer schmalen, kaum befahrenen Piste nach Nordosten, in der Kamerun-Detailkarte nur als dünner Strich eingezeichnet und entsprechend wenig befahren. Diese Gegend und Route ist in keiner der gängigen Kamerunreisen enthalten; sie führt durch schöne, hüglige Landschaft, in die Familiengehöfte eingebettet sind. Gut 20 km nördlich gilt es, den Mayo (= Flussbett) Pounko zu überqueren; sollte es hier Probleme mit der Brücke geben, so müssen wir zurück nach Poli und von dort bei Gouna wieder auf die Asphaltstraße.
300_maedchen1.jpgIn Ngong erreichen wir wieder die Nord-Süd-Achse und rund 45 km Garoua, die Hauptstadt des Nordens. Sie hatte vor allem unter dem vorletzten Präsidenten Ahmadou Ahidjo Gewicht, der von hier stammte und das Land seit der Unabhängigkeit 1960 bis 1982 regierte und den mehr muslimischen Norden förderte. Garoua hat eine Universität und den einzigen Binnenhafen des Landes - aber der Bénoué ist nur von Juli bis Oktober schiffbar. Garoua ist auch das Zentrum des Baumwoll-Anbaus; geerntet wird im Februar/März. In der Stadt gibt es auch interessante Märkte - wir wollen den Vieh- und Fischmarkt an der Brücke besuchen, auf jeden Fall aber Händler mit traditioneller Medizin - unter anderem Affen- und Krokodilköpfe, Krallen, Rinde, und viele Kräuter. In der Nähe liegt unser schönes Hotel „Relais St. Hubert" mit strohgedeckten, komfortablen Rundhütten; im ausgedehnten Garten ist auch ein Geschäft mit interessantem, oft altem Kunsthandwerk.

7. Tag: Garoua - Léré (TSCHAD, 140 km)

Unsere Pässe haben wir nach der Ankunft im Norden am 4. Tag einem zuverlässigen Mitarbeiter unserer Partneragentur anvertraut, ihm je 4 Passbilder (vive la buerocratie...) und umgerechnet 60 Euro mit auf den Weg gegeben und den Pass mit dem Tschad-Visum (für mehrere Einreisen) schon gestern im Hotel erhalten. So steht der heutigen Tagesetappe also nichts mehr im Wege: über Pitoa knapp 95 km auf der Asphaltstraße zum Grenzort Figuil. Im Februar/März werden wir unterwegs für etwa zwei Stunden eine Rast einlegen, um bei der Baumwollernte zu helfen oder sie sich anzusehen.
Wir erledigen die Grenzformalitäten, sind rasch im Tschad und nach 40 Pisten-Kilometern in Lére, der Provinz Mayo Kebbi, so benannt nach dem westöstlich verlaufenden Mayo (Fluss). Seit den 90er Jahren wird hier u.a. von der deutschen GTZ der Öko-Tourismus gefördert - mit mäßigem Erfolg. Offenbar jagt allein der Name TSCHAD vielen bereits Angst und Schrecken ein. Das Rebellenproblem hat sich seit dem Friedensvertrag mit Sudan im Februar 2010 auch weitgehend erledigt.  Wir aber reisen im südwestlichen „Eck" des Landes, das sich seit der Kolonialzeit kaum verändert hat und wo sich auch landschaftlich-ethnische Juwelen verbergen. Zwei davon sind in bzw. bei Léré:

300_lere.jpg  300_lehmpalast.jpg
Historisches Bild des Königs-Anwesens...  ... bis heute unverändert

Wir besuchen den „Königspalast" des Chefs aller hier lebenden Moundang. Seit Jahrhunderten ist dieses Areal unverändert: jeweils ein kastenförmiges Lehmhaus und ein granatenförmiger Lehmspeicher bilden das Gehöft einer Frau, und über 100 davon einen riesigen Kreis: hier leben über 70 Frauen des Königs, und er in der Mitte. Am Nachmittag starten wir zu einer Bootsfahrt auf dem See von Léré und sehen hier mit etwas Glück auch Hippos und Krokodile, genießen den Sonnenuntergang. Im See leben auch seltene Dugongs, Seekühe.
Abendessen und Übernachtung im Hotel „Lac Léré" mit 4 klimatisierten Zimmern und dem besten Komfort im ganzen Ort.

8. Tag: Léré - Maroua (KAMERUN, 130 km)

Während der Haupt-Trockenzeit (Dezember bis Mai) unternehmen wir morgens eine Pirschfahrt im Reservat von Binder-Léré, zu dem ein Teil des Sees von Léré gehört. Wir sehen meistens Antilopen; das Reservat ist wenig erschlossen.

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See von Léré

Wir reisen wieder zurück nach Figuil und weiter gen Norden, nach Maroua. Mit schattigen Alleen und vielen Lehmhäusern hat sich Maroua zum großen Teil noch einen ländlichen Charakter bewahrt. Hier leben auch viele (Kunst)- handwerker wie Weber, Gerber, und Gelbgießer (Bronzearbeiten). Am Rand des verschachtelten Marktes haben Naturheiler und Kräuterhändler ihre „Apotheken" aufgebaut. Mahlzeiten und Übernachtung im gemütlichen „Relais Porte Mayo", mit guter Küche und großen, klimatisierten Bungalows im Stil von Rundhütten.

9. Tag: Maroua - Mora - Koza (130 km)

Die 300_Dorf-Mandara.jpgLandschaftsbilder auf dem Weg nach Norden verleiten zu diversen Stopps: die Ebene ist von Trümmerbergen und Felskugeln übersät, in deren Flanken sich Rundhütten-Gehöfte mit den typischen spitzen Strohdächern und den Steinen abgerungene Terrassen fast organisch integriert haben.
Heute am Sonntag ist Markttag in Mora. Hier können wir auch bil-bil probieren - Hirsebier, das aus halben Kürbissen (Kalebassen) ausgeschenkt wird und zu den Wochenmärkten in ganz Nordkamerun immer in Strömen fliesst. Auf dem weitläufigen Markt treffen sich unter schattigen Bäumen Bergbewohner der Kapsiki und Podoko mit Fulbe, die zum Teil auf geschmückten Pferden hierher gekommen sind.
Eine Piste hinter Mora windet sich in steilen Serpentinen auf 800 m Höhe etwa 10 km weit zum Dorf Oudjilah. Die kunstvollen Lehmhütten mit extrem spitzen Strohdächern sind eng zusammen gebaut. Der Dorfchef der Podoko wohnt hier mit seinen etwa 50 Frauen und über 130 Kindern, umschlossen von Lehmmauern.
Wir fahren zurück auf die Hauptpiste und nach Süden, in die Mandara-Berge. Die Passhöhe von Koza bietet herrliche Landschaftsbilder auf die Berge mit ihren Feldern und Gehöften. Etwas weiter ist die Handwerks-Kooperative von Djingliya (Körbe, Flechtarbeiten, Kalebassen und mehr); hier übernachten wir in einfachen Rund-Bungalows. Die kleine Bar und das Restaurant sind schön mit lasierten Lehmwänden und Nischen ausgestattet.

10. Tag: Koza - Rhumsiki - Mogodé (130 km)

Jeder Kilometer bietet auch heute wieder Abwechslung, Landschafts- und Kulturgenuss: vorbei am Hauptort der Region, Mokolo, fahren wir weitere 35 km nach Süden bis Mogodé und nochmals 15 km nach Rhumsiki. Von Weitem sehen Sie schon die markanten Vulkankegel von Mogodé und der Umgebung.  Die Landschaft mit den Vulkanfelsen (Basaltfüllungen einstiger Vulkane) von Rhumsiki wurde vom Pariser Schriftsteller André Gide (1869 - 1951) euphemistisch als „schönste Landschaft der Welt" bezeichnet. Dort gibt es ein fast 50 Jahre altes "Campement"-Hotel, das von einem Schweizer geführt wird und einem Kameruner gehört. Aufdringliche "Guides" versuchen, einen Job zu ergattern. Rhumsiki ist ein negatives Beispiel für nicht-nachhaltigen Tourismus. Wir fahren deshalb wieder die 15 km zurück nach Norden, nach Mogodé.
Unser „Village Baobab“ wurde mit Hilfe von Nachbarn und Freiwilligen aus Heidelberg und Bremen ab 2007 gebaut. Die bislang 4 Gästehütten sind im traditionellen Stil und strohgedeckt - in traumhafter Lage zwischen zwei dominanten Vulkankegeln, überschattet von Baobabs (Affenbrotbäumen). Es ist ein sinnvoller Beitrag zum nachhaltigen Tourismus und gibt Ihnen die Gelegenheit, auch das Alltagsleben unserer Nachbarn in ihren traditionellen Gehöften kennen zu lernen. Sie können dort auch die Nacht verbringen. Unser Gästedorf ist noch nicht fertig; die Finanzierung eines solarbetriebenen Brunnens - auch wichtig für die Bevölkerung - ist noch offen... Übernachtung in einer der Gästehütten, im Zelt oder im Gehöft eines Nachbarn.
Hier kommen Sie zur Bildergalerie.


11. Tag: Mogodé - Maroua (115 km)

Am Vormittag unternehmen wir eine ausgedehnte (auf Wunsch nur eine kleinere) Wanderung in der herrlichen Landschaft. Unser Gästedorf steht auf den Fundamenten eines alten, lange verlassenen Dorfes; aus der Zeit stammen noch die Anbauterrassen. Es geht hoch zum Basaltfelsen in Form eines riesigen Zuckerhutes; von hier bietet sich ein grandioser Weitblick. Wir steigen ab ins Tal - hier ist schon Nigeria. Auch Besuche in den kunstvollen Gehöften unserer Nachbarn sind geplant.
Bei Mokolo besuchen wir auf der Fahrt nach Maroua den letzten traditionellen Schmelzöfen für Eisenerz, der ganz aus Lehm gebaut ist und von einer Fetischfigur bewacht wird. Abendessen und Übernachtung wieder im angenehmen Hotel "Porte Mayo".

12. Tag: Maroua - Pouss - Maga (120 km)

301_21d.jpgMorgens Besuch des Projektes "Avenir Femme", wo junge Frauen Basiswissen nachholen können und eine praktische Ausbildung erhalten; das Projekt wurde von BROT FÜR DIE WELT finanziert. Mehr...
Weiterfahrt nach Osten, wieder  die Grenze zum Tschad.
Pouss liegt direkt am Logone-Fluss; wir besuchen den Palais (Saré) des Sultans (Lamido). Am heutigen Dienstag ist hier der traditionelle Wochenmarkt direkt am Fluss - entsprechend viele HändlerInnen und Kunden reisen mit der Piroge an, auch von der anderen Seite, aus dem Tschad, andere mit Kamelen. Außerhalb des Ortes sehen wir noch traditionelle, kuppelförmige Hütten der hier lebenden Mousgoum. Sie sind bis zu 7 m hoch. Nachmittags geht es rund 10 km nach Westen, zum Ort Maga. Der große Maga-See ist ein kontrolliert überflutetes Gebiet und dient der Bewässerung ausgedehnter Reisfelder. Auf Wunsch können Sie noch eine Bootsfahrt unternehmen (fakultativ, geteilt durch die TeilnehmerInnen). Einfaches, sauberes Hotel; alternativ können Sie auch im weiten Hof das Zelt aufbauen.

13. Tag: Maga - Waza - Kousseri (240 km)

300_elefanten_amboseli.jpgWir werden heute bis 7 Uhr morgens die sandig-lehmige Piste unter die Räder nehmen und den Waza-Nationalpark anders erreichen als die meisten Reisenden: nicht über die Asphaltstraße, sondern quasi „durch die Hintertür": rund 50 km hinter Maga überqueren wir die Südgrenze des Reservats und durchfahren es auf der gleichen Länge in voller Breite. Der 170.000 ha große Waza-Nationalpark WAR bis vor einigen Jahren einer der arten- und tierreichsten Westafrikas: vor allem viele Elefanten sind nach Norden abgewandert - in das kleine Schutzgebiet Kalamaloué, das wir Nachmittags besuchen. Diese Route ist nur bei Terminen zwischen November und April möglich.
Mittagsrast im „Campement" im Örtchen Waza, das aus den 60er Jahren stammt und dessen Rundhütten sich an riesige Felsen schmiegen, wie von Gigantenhand in der brettflachen Ebene aus einer Laune heraus aufgetürmt. Von hier aus bietet sich ein Rundblick von fast 360 Grad wie auf ein gelbbraunes Meer.
Die Landschaft ist zunehmend wüstenhaft und leer. Wir erreichen die staubig-lebhafte Grenzstadt Kousseri und besuchen den kleinen, aber wildreichen Nationalpark von Kalamaloué; hierher sind viele Elefanten aus Waza abgewandert. Der Chari mündet bei N´Djamena in den Logone und trägt weiterhin den Namen Chari bis zur Mündung in den Tschadsee. Abendessen und Übernachtung im neueren „Hotel de la Paix", Kousseri.

14. Tag: Kousseri – Blangoua (Tschadsee) - Kousseri (280 km)

300_tschadsee.jpgFahrt von 70 km westlich auf der Asphaltstraße, denn nördlich auf einer Piste. Die Landschaft ist tellerflach, wüstenhaft, staubig und leer: Wir kommen nach Blangoua, dem nördlichsten Ort Kameruns. Fahrt in einer großen Pinasse mit Außenbordmotor entlang der letzten Kilometer auf dem Chari und dann in den offenen, flachen, meist versumpften See. Mit Glück sehen wir an den Ufern Antilopen, Strauße und im Fluß Hippos. Die Kotoko leben hier seit altersher vom Fischfang, zum Teil auf schwimmenden Papyrus-Inseln.
Wir erreichen nach etwa 2 Stunden die Insel Kofia mit vielen Fischern und einem urwüchsigen Markt. Im Tschadsee treffen sich die Ländergrenzen von Kamerun, Tschad, Nigeria und Niger.

15. Tag: N´Djamena - Rückflug

In N´Djamena leben mittlerweile etwa eine Million Menschen; die Stadt "boomt" auch durch die Erdölforderung im Südwesten seit 2003; die Pipeline verläuft durch Kamerun. Der Ortskern ist noch kolonial und von Arkaden geprägt; auch der Große Markt wird von Lehmhäusern flankiert. Wir wollen zum Schluss das Dorf Gaoui besuchen. Hier gibt es schöne, künstlerisch verzierte Lehmhäuser, ein kleines, interessantes Museum der alten Sao-Zivilisation und viele töpfernde Frauen.

300_gaoui.jpg

ETHIOPIAN AIRLINES: Fahrt bis 12 Uhr zum nahen Flughafen, Abflug nach Addis Abeba um 14.30 Uhr, Ankunft um 20.15 Uhr; Transfer zu einem Hotel (kein Visum erforderlich).

AIR FRANCE: Abflug 23.50 Uhr, Ankunft am nächsten Morgen um 05.40 in Paris und Weiterflug zu Ihrem Zielflughafen.

16. Tag: Ankunft

ETHIOPIAN AIRLINES: Rückflug nach Frankfurt ab 10.05 - Ankunft um 16.35 Uhr. Sie fliegen entlang des Nil und über Kairo.

Verlängerungs-Beispiel TSCHAD:  

15. Tag: Nach Mao (250 km)
Frühe Abreise nach Norden; die Asphaltstraße endet derzeit nach 80 km in Massaguet. Nördlich von Massakory (68 km) wird die Piste schmaler und vor allem sandiger. Wir passieren kleine Dörfer und begegnen vielen Halbnomaden. Die uralte Oase Mao mit ihren vielen Dattelpalmen besteht aus einfachen, hellen Häusern aus Sandkalk. Sie liegt gut 110 km sandiger Piste östlich des Tschadsees. Camp am Rand der Oase.

16. Tag: Mao - Bol (120 km)
300_lake_chad_1.jpgDie Landschaft besteht aus hellen, flachen, sogenannten fossilen Dünen. Sie bildete bis vor etwa 10.000 Jahren den Boden des gewaltigen Tschad-Meeres, das sich südlich bis zum heutigen Waza-Park in Nordkamerun erstreckte. In Bol wurde schon zur frz. Kolonialzeit mit Poldern zur Landgewinnung begonnen. Hier leben heute gut 10.000 Einwohner. Die Gegend hier am Ostufer des Tschadsees ist für ihren Vogelreichtum bekannt. Zwischen November und Februar können Sie mit einem Boot auf den See fahren. Hier wird traditionell viel Salz gewonnen.

17. Tag: Bol - bei Doum-Doum (ca. 100 km)

Wir fahren in südöstliche Richtung auf sandiger, schmaler Piste bis zur Oase Doum-Doum, mit vielen Doum-Palmen. Auch heute ergeben sich wieder viele interessante Begegnungen.

18. Tag: Doum-Doum - Dougia (ca. 120 km)  
30 km vor Dougia erhebt sich der "Elefanten-Felsen" Hadjer el Hamis in Elefantenform aus der brettflachen Ebene. In der Gegend ist der See auch am wenigsten versumpft, und man kann von einem der Dörfer der Umgebung (z.B. Karal) für einige Stunden mit einem Motorboot (Pinasse) auf dem Tschadsee fahren. Die Vogelwelt ist hier besonders vielfältig (u.a. Kronenkraniche, Kormorane, Marabuts, Reiher, Störche und Wildenten). Die Bootsmiete ist nicht im Reisepreis enthalten und wird auf die TeilnehmerInnen umgelegt (ca. 30 - 60 € p.P.). Sollte aufgrund des niedrigen Wasserstands oder aus anderen Gründen eine Fahrt auf dem Tschadsee nicht möglich sein, unternehmen wir eine Pinassenfahrt auf dem Chari-Fluss.
Abendessen und Unterkunft im "Campement-Hotel" von Dougia unter frz. Leitung. Hier scheint die Kolonialzeit noch lebendig zu sein, und man trinkt Pastis als Apéritiv.

19. Tag: Dougia - N´Djamena (40 km)
Es geht zurück nach N´Djamena; Abendessen (nicht im Preis enthalten). Fahrt gegen 23 Uhr zum Flughafen.

20. Tag (Mittwoch): Ankunft

Reisepreis pro Person:

2 Teiln.: 990 €
3 - 4 Teiln.: 890 €
   
Einzelzimmerzuschlag: 120 €

Leistungen: Programm im Geländewagen, volle Verpflegung (Mittagessen/Safaristil-Picknick); lokale, frz.- und etwas engl.sprachige Reiseleitung.

Nicht im Preis enthalten: Flüge, Getränke, Trinkgelder.

 

Alternative Rückreise via Douala:

Sie können alternativ die Rückreise über Douala durchführen:

Bei Flügen mit AIR FRANCE:  

14. Tag Fahrt von Kousseri über Waza zurück nach Maroua (270 km). Übernachtung im Hotel „Porte Mayo".
15. Tag: Fahrt nach N´Gaoundéré (520 km); gegen 18 Uhr Beginn der Bahnfahrt nach Süden. 
16. Tag: Ankunft in Yaoundé gegen 8 Uhr und Fahrt nach Douala; Tageszimmer bzw. Übernachtung; Rückflug am Abend.

Die Reise verteuert sich bei dieser Variante um 200 € p.P. bei 2-3 Teiln.; EZ- und Bahnzuschlag 100 €
Leistungen: Fahrten, Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen.

Erweiterung bei Flügen mit ETHIOPIAN AIRLINES:

17. Tag: Flug um 12.25 Uhr nach nach Addis Abeba; um 23.20 Uhr Weiterflug nach Frankfurt.
18. Tag (Montag): Um 05.50 Uhr Ankunft in Frankfurt.

Die Reise verteuert sich bei dieser Variante um 250 € p.P. bei 2-3 Teiln.; EZ- und Bahnzuschlag 140 €.
Leistungen: Fahrten, Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen.

Leistungen der Basisreise: Visa-Einholung für Tschad; Programm wie beschrieben; volle Verpflegung bis auf Abendessen am 2. am 14. Tag; einheimische, deutschsprachige Reiseleitung; Detailkarte, Buch von Nigel Barley  und Landesinformationen.

Nebenkosten: Linienflüge Frankfurt - Douala und zurück ab N´Djamena/Tschad; Abendessen am 2. Tag (Douala) und am 14. Tag (N´Djamena); Visakosten für Kamerun (90 €); Visakosten für Tschad (60 €, in Kamerun), Versicherungen, Getränke (z.B. Mineralwasser), Fotogebühren z.B. bei Dorfbesuchen, Trinkgelder.

Der Einzelzimmerzuschlag enthält kein Einzelabteil im Schlafwagen nach Ngaoundéré. Wird ein Zweierabteil allein gewünscht, beträgt der Zuschlag zusätzlich 90 €.


Homepage: www.oasereisen.de

 


Termine/Preise:

13.11.-28.11.2010

1690.00€

25.12.-08.01.2011

1690.00€

08.01.-23.01.2011

1690.00€

05.03.-20.03.2011

1690.00€

12.08.-28.08.2011

1690.00€

08.10.-23.10.2011

1690.00€

05.11.-20.11.2011

1690.00€

Basispreis: 1.690 € + Flug ab ca. 800 € Indiv. Durchführung zu zweit: + 400 € p.P.,3 Teiln.: + 200 €, 4-5 Teiln. + 100 € Einzelzimmer + 150 € Einzel-Schlafabteil im Zug: + 90 €